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Corona-Impfung Mehr als die Hälfte der Österreicher würde sich in Apotheke impfen lassen

Apothekerkammer macht weiter Druck. Standesvertretung sieht das Ergebnis als "Aufforderung" und will auch gegen FSME oder Influenza impfen.

© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Trotz der Zurückhaltung der Politik und der strikten Ablehnung der Ärztekammer macht die Apothekerkammer weiter Druck hinsichtlich Impfungen in Apotheken. Die Standesvertretung präsentierte am Montag eine Umfrage, wonach sich 59 Prozent der Menschen wünschen, dass speziell ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker impfen. Und ebenfalls 59 Prozent der 2000 befragten Österreicher würden sich auch selbst in der Apotheke vor Ort impfen lassen.

Dies geht aus einer Marktforschungsstudie, erstellt im März 2021 anlässlich der Europäischen Impfwoche, hervor. Bei der Frage, wo sich die Menschen am liebsten (erste oder zweite Wahl) impfen lassen würden, liegt die Apotheke mit 59 Prozent hinter den Hausärzten (94 Prozent) auf Platz zwei und deutlich vor den als eher unpersönlich empfundenen Impfstraßen (47 Prozent).

Die Apothekerkammer sieht das Ergebnis dieser Studie als "Aufforderung" und will künftig Impfungen verabreichen, und zwar nicht nur Corona-Impfungen, sondern auch andere. "Wir sehen die Studienergebnisse als Aufforderung der Bevölkerung an Apothekerinnen und Apotheker, sich fachlich fortzubilden, damit sie etwa bei Corona-Schutzimpfungen oder Auffrischungsimpfungen von FSME oder Influenza ihren Beitrag leisten können. Wir wollen den Menschen dieses Angebot unterbreiten", erklärte Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Apothekerkammer in einer Aussendung. Dabei handle es sich um ein zusätzliches Angebot zu den bereits bestehenden Impfmöglichkeiten. Seine Präsidiumskollegin Susanne Ergott-Badawi verwies darauf, dass Corona-Impfungen nach derzeitigem Wissensstand ein- bis zweimal jährlich notwendig sein werden. "Durch diese regelmäßig notwendigen Auffrischungsimpfungen bedarf es einer Vielzahl an Impfstellen, die – auch nach Einschätzung der Österreichischen Gesundheitskasse – weit über den derzeitigen Stand hinausgehen."

Fortbildung auf höchstem Niveau

Die Apothekerkammer betonte auch, dass die Fortbildung nach höchstem internationalen Standard erfolge. Sie beinhalte die wesentlichen Aspekte, von der Beurteilung der Impfeignung über die Applikation bis hin zur Nachsorge. Selbstverständlich umfasse die praktische Fortbildung auch alle Kenntnisse und Fertigkeiten, um akute Impfreaktionen kompetent und professionell zu versorgen. Die Impffortbildung in Österreich folge und entspreche damit allen internationalen Standards, sodass Apothekerinnen und Apotheker Schutzimpfungen gegen Covid-19 und andere Auffrischungsimpfungen wie FSME oder Influenza schnell und sicher in den heimischen Apotheken durchführen könnten.

Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtete am Wochenende, dass in Oberösterreich das Rote Kreuz auf Druck der Ärztekammer die Impf-Fortbildung für die Apotheker und Apothekerinnen gestoppt habe. "Ich habe dem Roten Kreuz dargelegt, dass es rechtlich nicht erlaubt ist", wird Präsident Peter Niedermoser zitiert, der darauf verwies, dass Impfen eine ärztliche Aufgabe sei und unter das sogenannte Ausbildungsvorbehaltsgesetz falle. Die Apothekerkammer antwortete darauf, das sie die praktische Impf-Fortbildung im benachbarten Ausland oder mit ausländischen Partnern in Österreich fortsetzen werde, wenn sie mit ihren Partnern in Österreich nicht möglich sein sollte.

Kommentare (6)
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dieRealität2020
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man sollte das "österreichisch" sehen, den Apotheker ist der durchhfinanzierte

.
Heimtest der gratis abgegeben wird und der vor Ort durchgeführte Antigentest eine willkommene zusätzliche Gewinnoptimierung um hier dabei zu sein mitzumischen, um noch mehr Kohle zu machen. Na ja einerseits warum nicht, es ist halt die freie Marktwirtschaft.
.
Andererseits haben die österreichischen Apotheker ohnedies eine vergleichbare monopolisierte Stellung und können dadurch, siehe Preisvergleiche mit anderen Apotheken Europas, exorbitante Handelsspannen verrechnen. Auch die freie Marktwirtschaft.

dieRealität2020
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ich befürchte nur, das es wie bei der Grippeipfung 2019 vor allem wie 2020 abläuft

.
Unzählige Anbieter vom Burgenland bis Vorarlberg (freie ((APOTHEKEN)und soziale) öffentliche Institutionen Bund, Länder, Gemeinde, alle wollten mitmischen und am Ende gab es wochenlang kein Serum, obwohl Milliarden Dosen am Weltmarkt frei zugänglich waren.

romagnolo
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Anaphylaktische Reaktionen nach Impfungen sind extrem selten,

dann aber potentiell lebensbedrohlich. Da möchte ich keinen Apotheker an mich heranlassen. Schuster bleib bei deinen Leisten.

mobile49
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wenn genügend impfstoff

im land ist :
hauptsache geimpft
egal ob in impfzentren , arztpraxen oder apotheken

andy379
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Hilft doch alles nix!

Wenn der Impfstoff nicht da ist - was wollen die Apotheken denn verimpfen???

SoundofThunder
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🤔

Weil es sicher schneller geht als wenn man auf die E-Mail wartet.