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Vorsicht StraßeTrauriger Rekord: 23.800 tote Feldhasen

Im Vorjahr sind in Österreich deutlich mehr Feldhasen dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen als im Jahr davor, bedauern VCÖ und WWF Österreich.

© APA/DPA/ARMIN WEIGEL
 

Mehr als 23.800 Feldhasen und Wildkaninchen - um damit um fast 4000 mehr als im Jahr zuvor - sind im Jahr 2020 auf Österreichs Straßen ums Leben gekommen. Ein neuer trauriger Rekord, wir Verkehrsclub Österreich (VCÖ) und WWF Österreich am Mittwoch betonen. Dabei sind es nur die offiziellen Zahlen, die bei den Bezirkshauptmannschaften eingegangen sind und an die Statistik Austria weitergemeldet wurden. Die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher sein.

Seit dem Jahr 2010 fielen in Österreich laut gemeldeten Zahlen bereits mehr als 250.000 Feldhasen und Wildkaninchen dem Kfz-Verkehr zum Opfer. Der Grund für die enorme Steigerung liegt auf der Hand: Das dichte Straßennetz ist stark gewachsen und zerschneidet immer stärker den Lebensraum der Feldhasen. Allein seit dem Jahr 2015 hat der Flächenverbrauch durch den Straßenverkehr laut Umweltbundesamt um mehr als 40 Quadratkilometer zugenommen.

Besondere Gefahr im Frühling

Die Feldhasen sind im Frühjahr besonders aktiv, denn es ist Paarungszeit. "Der Aktionsraum eines Feldhasen ist rund 20 Quadratkilometer groß. Das lange und dichte Straßennetz Österreichs schränkt den Lebensraum der im Freien lebenden Tiere stark ein", erklärt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Im Schnitt durchschneiden 60 Kilometer Straßen den Lebensraum eines Hasen.

Zu den knapp 2260 Kilometern Autobahnen und Schnellstraßen kommen noch mehr als 124.000 Kilometer Landes- und Gemeindestraßen. Damit hat Österreich eines der dichtesten Straßennetze Europas. In Summe verbrauchen Verkehrsflächen bereits eine Fläche von mehr als 2000 Quadratkilometer.

Der WWF fordert deshalb einen eigenen Bodenschutzvertrag und einen Bodenschutz-Gipfel unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers. "Wir müssen die Raumordnung und das Steuersystem vollständig ökologisieren, um falsche Anreize für neue Verbauungen zu stoppen. Zusätzlich braucht es dringend eine große Naturschutz-Offensive", fordert WWF-Programmleiterin Hanna Simons.

Tote Hasen im Bundesländervergleich

Im Bundesländer-Vergleich fielen im Vorjahr in Niederösterreich die meisten Hasen dem Straßenverkehr zum Opfer, nämlich 11.713, berichtet der VCÖ. Es folgen Oberösterreich (5.461), das Burgenland (2.986) und mit der vierthöchsten Opferzahl die Steiermark (2.481) vor Salzburg (588) und Kärnten (524).

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VH7F
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Wann wird endlich das Autofahren verboten

rettet die Hasen!

Lilithwashere
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VH

So funny... not