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Intensivstationen überlastetEingriffe werden in fast allen Bundesländern verschoben

Fast alle Bundesländer - mit Ausnahme des Westens - verschieben bereits Eingriffe. Elektive, also nicht dringende Operationen finden nicht statt.

© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die Coronavirus-Situation in Österreich spitzt sich weiter zu. Besonders im Osten Österreich ist die Lage auf den Intensivstationen kritisch. Fast alle Bundesländer - mit Ausnahme des Westens - verschieben bereits Eingriffe. Elektive, also nicht dringende Operationen finden nicht statt. So stark zurückgefahren wie in der ersten Welle und im ersten Lockdown vor einem Jahr wird jedoch noch nicht, ergab ein Rundruf in den neun Bundesländern.

Besonders schwierig ist die Lage in der Bundeshauptstadt, hier liegen im März so viele Covid-19-Patienten auf Intensivstationen wie noch nie seit Beginn der Pandemie. In den städtischen Spitälern wurde bereits in der Vorwoche damit begonnen worden, nicht dringende, planbare Operationen an Ordens- oder Privatspitäler auszulagern. Wo dies nicht möglich ist, werden Termine verschoben. Außerdem werden mehr verfügbare Betten geschaffen.

In der Steiermark war am Mittwoch seitens der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes die Verschiebung von nicht unbedingt notwendigen Operationen ausgerufen worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Im Schnitt seien 90 Prozent aller Intensivbetten in den KAGes-Häusern belegt - mit oder ohne Pandemie. Da mit steigenden Zahlen bei den schweren Covid-19-Infektionen zu rechnen sei, müsse man vorsorgen. "Wir liegen noch deutlich hinter dem Herbst, haben also keine Panik, aber wir bereiten uns vor", sagte ein Sprecher. Gut 50 Corona-Intensivpatienten würden derzeit in der Steiermark versorgt.

"Es gibt immer wieder die Situation, wo elektive Eingriffe verschoben werden", sagte Kärntens Intensivkoordinator Rudolf Likar zur APA. Jeder dringliche Eingriff werde gemacht, geplante Eingriffe müssten immer wieder verschoben werden, um genügend Intensivbetten für Akutfälle zu haben - aktuell passiere das "vereinzelt". Likar: "Es gibt immer wieder Tage, wo wir an die Grenzen kommen, dann werden für den nächsten Tag geplante Operationen hintangestellt." Aktuell gibt es in Kärnten 16 Corona-Intensivpatienten in den Spitälern. Zwei oder drei Patienten aus anderen Bundesländern könnte man nach Likars Einschätzung momentan aufnehmen.

In Niederösterreich stellt sich die Situation bei den noch zur Verfügung stehenden freien Intensivbettenkapazitäten laut Landesgesundheitsagentur "angespannt" dar. Um sicherzustellen, dass die zur Aufrechterhaltung der Notfallversorgung erforderlichen Intensivbettenkapazitäten verfügbar sind, werden einzelne nicht dringliche Operationen verschoben. Die notwendigen Personalressourcen seien vorhanden, hieß es.

Im Burgenland werden derzeit zahlreiche Operationen, die nicht dringend erforderlich sind, verschoben. Sowohl in den vier Spitälern der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-GmbH) als auch im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt will man die Kapazitäten für schwere Covid-19-Fälle sowie Notfälle und akute OPs freihalten. Die Lage auf den Intensivstationen ist im Burgenland ernst, Betten und Personal geraten laut den Krankenhausbetreibern zunehmend an ihre Grenzen. Die KRAGES gab im APA-Gespräch an, schon in Kontakt mit anderen Bundesländern zu sein, um die Möglichkeiten einer Überstellung von Patienten auszuloten.

In den Salzburger Landeskliniken (SALK) sind mit Stand 3. März 145 Operationen abgesagt oder verschoben worden, sagte der SALK-Sprecher. "Einige wenige sind seitdem noch dazugekommen." Zum Vergleich: In der ersten Welle vor einem Jahr seien es knapp über 1.000 Operationen gewesen. Zugleich wurde die seit Dezember geltende Kooperation mit drei Salzburger Privatkliniken bis Ende Mai verlängert. Dadurch habe man bisher 173 Operationen extern durchführen können. Zuletzt wurden im Bundesland 22 Patienten auf der Intensivstation betreut, die aktuelle Krisenstufe sei damit fast ausgereizt. "Werden es jetzt noch mehr, müssen wir bald andere Bereiche schließen." In der letzten Ausbaustufe gebe es in Salzburg Platz für maximal 49 Intensivpatienten. Zudem hätten sich die Spitalsträger im Land am Mittwoch darauf geeinigt, dass Intensivpatienten nicht mehr nur im Uniklinikum oder im Krankenhaus Schwarzach, sondern auch in anderen Spitälern aufgenommen werden können.

In Oberösterreich werden ab Montag die Bettenkapazitäten für Covid-19-Patienten aufgestockt, im Gegenzug kann es wieder zu Verschiebungen von Operationen kommen. Die Situation sei noch nicht so schlimm wie im November und Dezember des Vorjahres, aber man beginne bereits mit den Intensivbetten zu "haushalten", sagte die Konzernsprecherin der Oö. Gesundheitsholding, Jutta Oberweger. Man werde einige Eingriffe, die nicht dringlich sind und bei denen man von vorneherein wisse, dass der Patient längere Zeit ein Intensivbett brauche, verschieben. Auf den oö. Intensivstationen stehen ab Montag für Corona-Kranke statt 75 Einheiten 103 zur Verfügung, auf den Normalstationen wird ab 29. März die Anzahl der Corona-Betten von 300 auf 400 erhöht. Aktuell liegen im Bundesland 211 Personen auf Normal- und 56 auf Intensivstationen in Spitälern.

In Tirol war die Lage in den Spitälern stabil. Geplante Operationen würden derzeit nur "minimal verschoben", die Gründe dafür hätten aber nichts mit Corona zu tun, sagte Johannes Schwamberger, Sprecher der tirol kliniken zur APA. Die diesbezügliche Situation sei bei weitem nicht so "wie in anderen Phasen" der Pandemie. "Derzeit reichen die Kapazitäten", fasste er zusammen. Zwar gab es einen Anstieg der Corona-Patienten auf den Normalstationen, auf den Intensivstationen blieb die Auslastung aber im Rahmen. Es gebe in diesem Bereich ein starkes "Ost-West-Gefälle", sagte er.

In Vorarlberg standen laut Krankenhausbetriebsgesellschaft am Donnerstag gesamt 52 Intensivbetten zur Verfügung. 25 davon waren belegt, davon nur eins mit einem Covid-Patienten. Es waren also noch 27 Intensivbetten für alle Patientengruppen frei.

Kommentare (12)
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Isidor9
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Verschlafen

Seit einem Jahrr kennen wir die Katastrophe und hätten damit Zeit gehabt die Anzahl detIntensivbetten zu erhöhen.
Das würde sträflichst verschlafen.

hetore
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AHA Regeln

es ist und klingt brutal -----aber man sollte allen geschätzten Mitbürgern die die Coronaabwehrregeln nicht beachten, soweit sie polizeilich aufgefallen sind, registrieren und diesen liebenswerten Mitbürgern zumindest das Intensivbett verweigern. Problem im Sinne von Herrn KICKLIKI gelöst, genug Platz auf der Intensiv für alle Normalbürger. Auch Geduld hat ein Ende !

haraldk1969
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Man hat jetz bereits 1 Jahr Zeit gehabt um etwas zu tun

Die Intensivbetten sind im normal Fall zu 90% immer belegt ohne Covid.
Jetzt will man Covid vorschieben um zu sagen das die Betten voll sind und andere Operationen verschoben werden müssen.
Jetzt stellt sich die Frage was hat man in einen Jahr an Betten angeschaft.
Wie es ausschaut keine,anscheinend ist man so gar für das zu Dumm, nur ausreden , wie üblich in Österreich.
Jahrelang wurde nur gespart , und Krankenhäuser zugesperrt, wegen unfähigen Politikern egal welcher Partei.
Covid wird jetzt als Sündenbock vorgeschoben.

checker43
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Selbst

wenn man mehr Betten hätte, die helfen bei einem laufenden Wachstum der Patienten irgendwann nicht mehr. Sie glauben offenbar, dass das von alleine aufhören würde, ohne Maßnahmen. Das stimmt halt nicht.

DannyHanny
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Harald

Würden Sie sich auf einer Intensivstation von einer Pflegekraft betreuen lassen, die vielleicht beim 5 Versuch das richtige "Knopferl" findet, weil sie einfach die Ausbildung dazu nicht hat!
Und wenn wir 2018 gewusst hätten, dass in 2 Jahren eine Pandemie die Erde heimsucht.....wäre auch genügend vorgesorgt worden! 0der auch nicht - die Blauen glauben bis heute" des is nix" und Sonnenlicht hilft!

future4you
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So ein Schmarrn

den Sie da schreiben! Österreich liegt weltweit an der Spitze der Ausgaben für Gesundheitskosten. Wieder ein Beispiel alles von der Eigenverantwortung an andere abzuwälzen. Würden sich die Menschen an das 1x1 des Verhaltens bei einer Pandemie einhalten, hätten wir nie und nimmer diese Situation!

Planck
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*Soifz* Manchmal isses wie in der Sonderschul'

Wie lang dauert's, ein Flugzeug zu kaufen (Geld vorausgesetzt)?
Wie lang dauert's, ein Flugzeug fliegen zu lernen?

Schnallen S', wo der Hund begraben liegt?

Bluebiru
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@Plank

Ich fürchte, das wird nicht geschnallt.

Es wird immer geglaubt, es reicht Betten bei Ikea zu kaufen und arbeitslose Kellner in einem Bauchkurs von 2 Wochen in Intensivkrankenpfleger umzuschulen.

UHBP
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Eingriffe werden in fast allen Bundesländern verschoben

Und der Bundeskanzler interveniert noch, dass möglichst alles offen bleibt/geöffnet wird.
Seine Freunde werden immer ein Intensivbett bekommen, wenn sie eines brauchen. Darum würde er sich sicher persönlich einsetzen, so wie er für Freunde auch schon mal Gerichte über Feiertage aufsperren läss, wenn er damit einem Freund zu einem guten Geschäft verhelfen kann.
Er hat wahrscheinlich immer noch den Traum, dass sich sein Spruch: "Die Wahrheit ist, dass jeder jemanden kennen wird der an Corona verstorben ist", bewahrheiten könnte.

Himmelschimmel
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UHBP

Hat sich schon bewahrheitet. Lesen'S Zeitungen, da stehen viele Covid-Tote drin, die ein jeder kennt.

mtttt
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Die demaskierte Republik

Artikel im Standard gestern. Fein wie Politik funktioniert. Die Landeskaiser Ludwig, Dosko in Allianz mit den schwarzen Kollegen zerlegen jede vernünfige Bundesvorgabe. Das Volk schaut orientierungslos zu. Das ist kein GroKo Stellungsspiel mehr, geschürt von Spinkdoktoren und eifrigen Nachplapperern. Es wird ernster.

UHBP
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@mt..

Vergessen hast nur zu schreiben, dass der Bundesbasti selbst gegen seine "vernünftige Bundesvorgabe" ist.
Es ist sich schon die Regierung nicht einig. Da brauchst die Oppostion nicht dazu um Verwirrung zu stiften.