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WienLockdown betrifft auch den Riesenseepferdchen-Nachwuchs

Im Lockdown im Herbst kamen die vom Aussterben bedrohten Tiere im Wiener Haus des Meeres zur Welt. Wegen des Oster-Lockdowns sind die Seepferdchen in den Ferien auch nicht zu sehen.

 

Die Tierpfleger des Wiener Haus des Meeres sind während des vergangenen Lockdowns im Herbst von einem Wurf Seepferdchen überrascht worden. Ein nicht trächtig wirkender Topfbauch-Seepferdchen-Mann gebar zum ersten Mal mehrere Dutzend der knapp einen Zentimeter langen, arttypisch fadenförmigen Babys, gab das Haus am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Bei der Tierart übernehmen die Männchen die Schwangerschaft.

Der Seepferdchen-Nachwuchs hat sich mittlerweile in Spezialaquarien auf acht Zentimeter Größe "herangefressen", ihre Diät besteht aus größengerechten Planktonkrebsen von hohem Nährwert. Seit kurzem sind sie zurück im Aquarium ihrer Eltern, das dem natürlichen Lebensraum, einem Algenwald, nachempfunden ist. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser bis zu 35 Zentimeter erreichenden, größten Seepferdchenart sind kühle, strömungsarme Meeresböden Südaustraliens und Neuseelands.

Wie alle Seepferchen sind auch diese Topfbauch-Seepferdchen vom Aussterben bedroht - Hafenbau, küstennahe Landwirtschaft unter Einsatz von Dünger und Pestiziden, aber auch Fischfang mittels Bodenschleppnetzen und Aquakulturanlagen zerstören zunehmend ihre Lebensräume. Das Zuchtprogramm des Haus des Meeres dient dem Erhalt dieser zauberhaften Tiere, die neuerdings im 2. Stock des Haus des Meeres bestaunt werden können.

Die Jungtiere Foto © APA/HAUS DES MEERES/MARIO SCHMID

Zu sehen sind die Tiere über Ostern nicht. Aus heutiger Sicht ist das Haus des Meeres vom 1. bis 6. April aufgrund des neuerlichen Lockdowns geschlossen.

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