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Vom Nationalrat beschlossenStudieren künftig nur noch mit Leistungsnachweis möglich

Ab dem Studienjahr 2022/2023 muss ein Mindestmaß an Lehrveranstaltungen erfolgreich absolviert werden. Außerdem soll künftig an den akademischen Titeln das Geschlecht ablesbar sein.

16 ECTS-Punkte innerhalb der ersten vier Semester - so lautet ab dem Studienjahr 2022/23 die Mindestanforderung
16 ECTS-Punkte innerhalb der ersten vier Semester - so lautet ab dem Studienjahr 2022/23 die Mindestanforderung © Symbolbild/APA
 

Der Nationalrat hat Studierenden Mindestanforderungen für ihr Studium verpasst. Die entsprechende Novelle des Universitätsgesetzes ist am Mittwoch mit den Stimmen der Koalition angenommen worden. Konkret ist die Einführung einer Mindeststudienleistung für Studienanfänger von 16 ECTS-Punkten innerhalb der ersten vier Semester vorgesehen.

Allzu viel ist das nicht. Diese Zahl an ECTS-Punkten entspricht knapp einem Achtel jener Leistung, die es für die Mindeststudiendauer bräuchte. Dennoch empörte sich die SPÖ. Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl meinte, dass angesichts der widrigen Umstände durch die Pandemie jetzt Unterstützung und nicht Verschärfung angebracht wäre. Ihre Parteikollegin Katharina Kucharowits verwies auf Studenten mit Jobs oder Pflegeverpflichtungen.

Grünen-Wissenschaftssprecherin Eva Blimlinger beschwichtigte mit Blick auf Corona, dass die neuen Regelungen ohnehin erst 2022/2023 wirksam würden. Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) gab zu bedenken, dass manche sogar höhere Anforderungen befürwortet hätten. Für FP-Mandatar Kassegger handelt es sich bei der Regelung um ein Verwaltungsmonster, das einem Schildbürgerstreich gleiche.

Freiheitliche und NEOS kritisierten die Novelle insgesamt als eher ambitionslos. NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre meinte: "Es fehlt an Mut, es fehlt an Vision." Für den Freiheitlichen Axel Kassegger ist weiter eine echte Studienplatzfinanzierung ausständig. Es werde nur verwaltet. Faßmann sah hingegen einen "runden Entwurf".

Neu geregelt werden mit der Novelle auch Kettenverträge an den Unis. Damit soll sicher gestellt werden, dass diese nicht quasi endlos gehen können. Zusätzlich wird die Basis dafür geschaffen, dass bei Titel das Geschlecht ausgewiesen werden kann, bei Frauen mit einem hinan gestellten "a" bei diversen Personen mit einem "x".

Kommentare (4)
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UHBP
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Einführung einer Mindeststudienleistung für Studienanfänger von 16 ECTS-Punkten in 2 Jahren

Endlich wir einmal richtig was gefordert.
4 ECTS im Semester. - Regelfall 30 ECTS. Nun ist es vorbei mit dem lockeren Studentenleben. Jetzt muss man schon in 37 Jahren mit dem Studium fertig sein ;-)))
PS: Was das Gejammer der SPÖ soll verstehe ich nicht - für Härtefälle gibt es sowieso Ausnahmen. Dass die Grünen dem zustimmen bedeutet wohl eine Kehrwende ihrer Politik um 180°.
PPS: In Anbetracht der lächerlichen ECTS Forderung, hätte man es wohl auch bleiben lassen können. Aber wahrscheinlich kann man damit wieder ein paar ÖVPler beschäftigen.

Summerrain777
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Kickl, Kurz & Aschbacher- Quo vadis

Für Kickl, Kurz, Aschbacher und alle Möchtegernpolitiker nicht schaffbar

Hapi67
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Arbeiterkammer und Spö

Leistung muss sich lohnen.

Spö-hol dir was dir zusteht.

Im Zweifelsfall und aus Solidarität überlässt man das Leisten den anderen und man gibt sich mit dem Holen und Lohnen zufrieden.

Vielen Dank

UHBP
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@hap...

Schon einmal ein UNI von innen gesehen?
Mit dem Leisten meinst wohl die ÖVP-Aschbacher, oder?