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Impfziel gestrichenWeniger als ein Drittel der ab 85-Jährigen geimpft

Das Ziel von 17 Prozent bis Ende März wurde daher aus dem Impfplan gestrichen.

© APA/BARBARA GINDL
 

Zwei Monate nach dem Impfstart im Dezember hat in Österreich weniger als ein Drittel der über 85-Jährigen die erste Corona-Impfung bekommen. Das zeigen die am Montag aktualisierten Daten des Gesundheitsministeriums. Auch vom im Februar erklärten Ziel einer Durchimpfungsrate von 17 Prozent bis Ende März sind Regierung und Länder mit 5,5 Prozent noch weit entfernt. In Summe sind in der Vorwoche 148.604 Impfungen durchgeführt worden, ein Viertel mehr als in der Woche davor.

Die aus einigen europäischen Länder gemeldete Scheu, sich mit dem Wirkstoff von AstraZeneca impfen zu lassen, lässt sich aus den österreichischen Zahlen nicht ablesen. Laut Gesundheitsministerium wurden bisher 156.000 Dosen ausgeliefert und bis inklusive Sonntag fast 93.000 davon verimpft. In Summe hat der schon deutlich länger verfügbare Impfstoff von Biontech/Pfizer (mit 596.000 gelieferten und 544.000 verimpften Dosen) allerdings nach wie vor die Nase vorne. Am seltensten zum Einsatz kommt der Impfstoff von Moderna (73.200 Dosen geliefert, 20.343 verimpft).

Bisher wurden 656.670 Corona-Schutzimpfungen durchgeführt, davon 148.604 in der vorigen Woche - ein Plus von 26 Prozent gegenüber der Woche davor. Fast ein Drittel der Impfungen ist an über 75-jährige Personen gegangen. Im aktuellen Impfplan gelten die ab 80-Jährigen als eine der Hauptzielgruppen, gemeinsam mit Gesundheitspersonal, Pflegemitarbeitern und Behinderten. In der älteren Bevölkerung ist auch die Durchimpfung am größten: Bei den 75- bis 84-Jährigen haben knapp elf Prozent zumindest die erste Injektion erhalten, bei den über 85-Jährigen sind es 30 Prozent (plus acht Prozentpunkte gegenüber der Woche davor).

Impfplan wohl geändert

Vom Anfang Februar ausgerufenen Ziel, bis Ende März 17 Prozent der "impfbaren Bevölkerung" ab 16 Jahren gegen Covid-19 zu immunisieren, ist Österreich aber weit entfernt. Dafür wären bis zu 2,6 Millionen Impfungen (erste und zweite Dosis) nötig gewesen. Vom aktuellen Impfplan des Gesundheitsministeriums ist diese Zahl mittlerweile verschwunden. Auch die für das zweite Quartal erwartete AstraZeneca-Lieferung hat das Ministerium im aktuellen, mit 24. Februar datierten Impfplan von 3,5 auf 1,2 Millionen Dosen reduziert.

Ein Sprecher von Gesundheitsminister Rudolf Anschober begründete die Streichung des Impfziels auf APA-Anfrage damit, dass man den Impfplan anhand der tatsächlich verfügbaren Impfdosen überarbeitet und angepasst habe: "Aktuelles Ziel für die Impfungen sind zwei Millionen verimpfte Dosen bis Ostern."

Aktuell sind den Zahlen zufolge 5,5 Prozent der Einwohner ab 16 Jahren zumindest einmal geimpft, das sind 4,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. 2,6 Prozent haben Stand Sonntagabend beide für den vollen Impfschutz nötigen Teilimpfungen erhalten.

Kommentare (3)
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Laser19
0
8
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Sollte im März nicht schon 65+ drankommen?

Keine Impfzentren, kein Impfstoff, kein Plan, keine Initiative und kein Lerneffekt, aber viele leere Worte.

duerni
1
5
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Es ist Zeit, dass die Regierung ihre MinisterInnen .........

auf deren Kompetenz überprüft. Die Organisation und dazugehörige Logistik ist kein Hexenwerk. Ein knappes Gut muss eben mit den richtigen Mitteln beschafft werden. Sich auf die EU hinauszureden ist Zeichen eigener Unfähigkeit.
Ich vermisse die Strategien der Regierung.
Herr Bundespräsident, sie sind nicht zur Untätigkeit verdammt - schreiten sie ein.

marobeda
2
15
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Hier zeigt sich augenscheinlich

was die Regierung so unglaubwürdig macht.
Es wird versprochen und versprochen und nichts gehalten was mit dem CoronaVirus zusammenhängt. Mit dieser Planlosigkeit werden nur die Leute verunsichert und bekommen immer mehr Zweifel an dieser Regierung. Dazu eine Opposition, die auch nicht sehr hilfreich ist. Die Blauen und die Neos lehnen von vornherein alles ab und die Roten fahren einen Zickzackkurs. Was heute brauchbar erscheint, ist morgen schon Geschichte.