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Mordalarm in WienFrau wurde erst misshandelt, später getötet

Eine Frau rief in der Nacht auf Dienstag die Polizei, weil sie von ihrem Lebensgefährten geschlagen wurde. Die Fahndung verlief erfolglos. Am Dienstagfrüh war sie tot. Die Einvernahme des Mannes steht noch bevor.

In diesem Wohnhaus in Favoriten kam es zur Bluttat © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Eine 28-jährige Frau rief laut LPD Wien am Montagabend kurz vor Mitternacht die Polizei, da sie von ihrem Lebensgefährten im Zuge eines Streits geschlagen wurde. Als die Beamten bei der Wohnung eintrafen, war der Verdächtige, ein 29-jähriger österreichischer Staatsbürger, nicht mehr anwesend. Das Opfer war geschlagen und zu Boden gestoßen worden und wurde dabei leicht verletzt. Die Frau wurde erstversorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Anschließend versuchten die Beamten den Lebensgefährten zu finden, um ihn zum Sachverhalt zu vernehmen und ein Betretungs- und Annäherungsverbot auszusprechen. Auch wurde die Wohnadresse des Mannes in Wien-Meidling von Polizisten aufgesucht, die Fahndung verlief jedoch erfolglos.

Am Dienstag in den frühen Morgenstunden meldete sich der Tatverdächtige dann bei einem Verwandten und gab an, dass er soeben seine 28-jährige Lebensgefährtin erstochen habe. Die alarmierten Einsatzkräfte fanden die leblose Frau in ihrer Wohnung, die Berufsrettung konnte nur mehr den Tod des Opfers feststellen. Der Tatverdächtige ließ sich vor Ort von der Polizei widerstandslos festnehmen. Die Tatwaffe – ein Messer – wurde sichergestellt, das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen.

Was sich in den Stunden zwischen den Schlägen und den Messerstichen abgespielt hat, ist nun Gegenstand von Ermittlungen. Die Kriminalisten waren den ganzen Tag über mit der Spurensicherung beschäftigt. Am Dienstagnachmittag wollen dann Beamte des Landeskriminalamtes mit der Einvernahme des Tatverdächtigen beginnen.