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"Zahlen zu hoch"Experte Bergthaler: Mutations-Anteile nehmen stetig zu

Andreas Bergthaler vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin befürchtet nach Lockerungen rasch steigende Zahlen. Im Osten des Landes scheint die britische "B.1.1.7"-Variante weiter stärker verbreitet zu sein.

CORONA: PRESSESTATEMENT NACH EINER GESPR�CHSRUNDE MIT EXPERTINNEN UND EXPERTEN ZUR AKTUELLEN CORONA-SITUATION IN �STERREICH
© (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Der Gesamttrend zur Zunahme der neuen Varianten des SARS-CoV-2-Virus in Österreich hält weiter an, sagte Andreas Bergthaler vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Im Osten des Landes scheint die britische "B.1.1.7"-Variante weiter stärker verbreitet zu sein. Aus rein epidemiologischer Sicht seien die am Montag erfolgten Öffnungsschritte problematisch: "Wir haben insgesamt noch viel zu hohe Infektionszahlen."

In Kläranlagen- und Abwasserproben würden weiter mitunter relativ hohe Anteile der britischen Variante unter den dort jeweils detektierten SARS-CoV-2-Viren festgestellt, so der Forscher. Die Situation um den in Tirol grassierenden, südafrikanischen Mutationscluster B.1.351 sei zwar unübersichtlich, es sei aber klar, dass diese Variante dort ein Problem ist. Insgesamt unterliegt das SARS-CoV-2-Virus einer "kontinuierlichen und dynamischen" Veränderungsrate, weshalb mit weiteren Mutationen zu rechnen ist.

Kraftakt statt Lockerung

Schon ohne die Lockerungsschritte vor allem im Handel bzw. an den Schulen sei damit zu rechnen gewesen, dass in wenigen Wochen die Zahlen wieder deutlich steigen. Es würde Bergthaler überraschen, wenn diese Dynamik jetzt mit den Öffnungen nicht eintritt. In wenigen Wochen müssten dann voraussichtlich wieder Maßnahmen-Ausweitungen angedacht werden, vermutet der Virologe.

Britische- und Südafrika-Variante hin oder her - man sollte sich daher insgesamt ein ambitionierteres Ziel setzen, als die 7-Tages-Inzidenz unter 50 zu drücken. "Wir müssten eigentlich noch deutlich darunter kommen." Dafür bräuchte es kurzfristig einen "großen nationalen Kraftakt. Das würde uns in weiterer Folge viel Spielraum geben und uns frei spielen, um dann kontrolliert und mit flankierenden Maßnahmen entsprechend sinnvolle Lockerungen aufzugreifen", so Bergthaler.

Aus epidemiologischer Sicht gebe es eigentlich keine Argumente für die jetzigen Öffnungen. "Natürlich nicht von der Hand zu weisen" sei, dass nach rund einem Jahr die Bevölkerung "müde und der Pandemie überdrüssig ist". Möglicherweise helfen nun beispielsweise die Schulöffnungen, die Motivation und das Durchhalten der Maßnahmen zu verbessen, hofft der Wissenschafter: "Wenn das dazu beiträgt, dass die Leute insgesamt die Situation ernst nehmen und konsequent agieren, dann hat man vielleicht sogar etwas gewonnen."

Gehe man aber mit sehr hohen Infektionszahlen in den Frühling, könne auch die erwartete Dämpfung der Virusverbreitung durch saisonale Effekte womöglich geringer ausfallen. Bergthaler: "Alles Gründe, um die Infektionszahlen jetzt stark zu senken, um im Sommer ein gewisses Durchschnaufen zu ermöglichen."

Kommentare (41)
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Irgendeiner
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Naja,der Mann hat natürlich recht,

andere quengeln dasselbe seit Wochen,aber der kann nicht gelöscht werden,man lacht.

Irgendeiner
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Ja, Strichi, das größte Glück meines Alters,

dies ist der Winter unseres Strichvergnügens, sozusagen,beweist nur, Gray hatte recht, ignorance is bliss und Erkenntnis kann wehtun,man lacht.

umo10
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Bitte keine AstraZeneca mehr bestellen!

Wenn bei Mutanten B1.351, afrikanische und weitere nur<10% Wirkung da ist, dann ist es grob fahrlässig die geimpften Personen im Glauben zu lassen, sie wären geschützt, aber schon beim nächsten Verwandtentreffen kann es tödlich werden! Nur die mRNA-Impfstoffe von biontech und Moderna wirken zuverlässig und ich darf jedem getrost ein Bussi geben. Gebt es doch endlich zu und haltet nicht länger hinterm Berg, Politiker u kleine

ElCapitan_80
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@umo10

Woher kommen die <10%? Bisher habe ich nur von verringerter Wirksamkeit gelesen.
Vor schweren Verläufen scheint aber auch Astra Zeneca zu 100% zu schützen, weshalb das Verwandtentreffen ziemlich sicher nicht tödlich enden wird

erstdenkendannsprechen
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aus südafrika.

soviel ich weiß. dort hat man mit astra zeneca zu impfen begonnen.
die südafrika-mutante ist in sa bereits für 90 prozent der infektionen verantwortlich - und die wirksamkeit der impfung ist sehr gering.

ElCapitan_80
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@erstdenkendannsprechen

Das eine hat aber mit dem anderen wenig zu tun.
Nur weil die Variant 90% der Infektionsfälle ausmacht bedeutet nicht dass der Impfstoff nur mehr 10% Wirksamkeit hat.
Ich vermute eher das die Wirksamkeit wie bei anderen Vektorimpfstoffe die hier bereits getestet wurden bei ~40% liegen wird (J&J, Novavax), kann mich natürlich auch täuschen.
Was aber aktuell viel wichtiger ist, ist das auch dieser Impfstoff gegen schwere Verläufe und Todesfälle zu >90% wirkt, auch bei B.1.351.
Außerdem wirkt er gegen die weltweit deutlich weiter Verbreitet B.1.1.7 Variante offenbar sehr gut.

umo10
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Ich hab einen Auszug vom Robert-Koch Institut gesehen

den Florian Klenk im Twitter verlinkt hat: https://twitter.com/karl_lauterbach/status/1358571789295755264?s=24

Helgut
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Gott sei Dank

Gibt es auch ÖsterreicherInnen...

Irgendeiner
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Äh,nicht bös gemeint,die Tatsache daß sich

der Homo sapiens in zwei biologische Geschlechter teilt ist mir durchaus wohlbekannt und daß das auch hier der Fall ist hätte ich auch nie bezweifelt,nur das versteh ich wirklich nicht, da steh ich auf der Leitung.

selbstdenker70
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..

Ja, die Zahlen sind zu hoch, ABER, das Verhältnis Test/positiv stimmt hinten und vorne nicht. Es werden täglich ca 30.000 Tests abgebildet. Nicht einbezogen sind tausende Tests in den Firmen, Wohnzimmertests, tägliche Tests bei gewissen Berufsgruppen und wo sind tausende Tests aus den Schulen? Wo werden die dokumentiert? Anscheinend gar nicht, weil es dafür gar keine Möglichkeit für die Eingabe gibt. Aber die die daraus entstandenen positiven werden gemeldet. Dann kam am Montag die Meldung, alleine am Wochenende hat es weit über 100.000 Tests aufgrund der Friseure und Lehrer gegeben. Wo scheinen die auf? Lt Dashboard gab es am Wochenende nur ca 50.000. Hm.......

erstdenkendannsprechen
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die pcr-tests werden dokumentiert.

wenn in schulen, daheim, apotheken usw. irgendwo ein positiver test auftaucht, muss diejenige person einen pcr-test machen.

ElCapitan_80
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@selbstdenker70

Auf der Seite des ORF ist die Zahl aller "amtlichen" Tests zu sehen, aber leider nicht in PCR und Antigentests unterteilt.
Dort ist gut zu sehen dass die tägliche Zahl der Tests schon länger deutlich über 50k liegt.
Was aber nicht erfasst wird ist alles was nicht ins offizielle Testkonzept integriert ist (Heimtests, Schultests, Tests in den meisten Firmen)

Franzzz
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Nasenbohrer

Nicht jeder "Nasenbohrer " kann und muß statistisch erfasst werden. Es reicht, wenn im Falle eines Positiven Ergebnisses eine PCR Bestätigung gemacht wird.

selbstdenker70
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...

Naja... Es macht schon einen Unterschied ob 450.000 Schüler einen Test machen und daraus 60 positive gezogen werden, oder ob die 60 positiven einfach so in die Statistik der 30.000 Tests aufgenommen werden. Dann kommen nochmals ein paar 100.000 Tests wegen dem Friseur dazu. Zu jedem negativen Test kann man im Schnitt nochmal 1, 2 oder 3 negative Personen aus dem familiären Umfeld dazu rechnen. Das ergibt dann ein ganz anderes Bild der Durchseuchung. Ob ich aus Hausnummer 50.000 Tests 2% positive oder aus 500.000 0,002% positive ziehe ist ein gewaltigiger Unterschied für sämtliche Hochrechnungen.

CloneOne
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Mit Maske und Abstand

braucht es keinen Lockdown. Aber der Österreicher ist ja immer gscheider....also mich wundert gar nichts. Solidarität hin oder her-der Österreicher ist zu blöd dafür!

Ichweissetwas
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Bingo !!

Bingo !!

erstdenkendannsprechen
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die südafrika-mutation wird österreich noch erhebliche probleme bescheren.

die tiroler meinen zwar, man kann sich jetzt aufführen und nach wien muskeln zeigen - aber in tirol haben wir weltweit den größten cluster mit der südafrika-mutation. von dort wird sie sich über mitteleuropa ausbreiten, astra-zeneca-hoffnungen können wir dann endgültig begraben.
und das hat sich nicht nur bis wien herumgesprochen, deutschland und italien haben ebenfalls medienberichte dazu und erwägen schritte.
letztendlich wird es tirol schaden und österreich ebenfalls.

umo10
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AstraZeneca wirkt hier nicht!

Nur mRNA kann Mutanten

erstdenkendannsprechen
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hab ich glaub ich so geschrieben.

das haut das impfprogramm für ganz europa zurück, es wird halt jetzt noch weit länger dauern.

rouge
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Die Wirtschaft leidet - so oder so.

Wird mehr gelockert, drohen hohe Infektionszahlen. Abgesehen von der Überlastung im Gesundheitssystem werden auch viele Erwerbstätige ausfallen, dazu deren Angehörige, die in Quarantäne müssen. Es trifft ja nicht nur die sogenannte vulnerable Gruppe.
EIn strenger Lockdown wird von vielen Menschen nicht mehr mitgetragen, die wirtschaftlichen Auswirkungen können vom Staat irgendwann nicht mehr abgefedert werden. Ein kleiner Ausweg wäre die vielbeschworene Eigenverantwortung. Dies müßte den Menschen eingeimpft werden. Regelmäßig und mit drastischen Bildern was uns bei Nichteinhaltung drohen könnte. Ähnlich den Schockbildern auf Zigarettenschachteln.
Statt Babyelefanten-Inseraten Bilder von Intensivstationen, überfüllten Leichenhallen (Brasilien, USA, GB). Und die Beschreibung von Szenarien, welche Auswirkungen ein drastischer Niedergang der Wirtschaft hätte: Von Massenarbeitslosigkeit bis hin zur Einschränkung von Leistungen des Staates, weil der pleite ist.

gonzolo
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1 … Naja, grundsätzlich haben wir ja zwei Möglichkeiten

mit Covid umzugehen, man versucht durch Maßnahmen vulnerable Gruppen zu schützen und nimmt wirtschaftliche Verluste in Kauf … oder man erklärt die Wirtschaft zur Priorität und nimmt menschliche Verluste in Kauf.
Letzteres bedeutet aber auch, dass man als Gesellschaft offenbar bereit ist, seine bisher ganz selbstverständlichen Grundwerte wie Solidarität – Sozialität – Humanität/Humanismus bzw. die christlich-sozialen Grundwerte über Bord zu werfen und in den Sozial-Darwinismus zu wechseln, der keine Rücksicht auf vulnerable Gruppen nimmt.

Dieses Soziale widerspricht der kapitalistisch-neoliberalen Plutokratie – und überall gibt es die Trumps, die in Wirklichkeit gar kein Problem damit haben, dass Covid mal ordentlich die Gesellschaft „ausmistet“, die Gefahr runterspielen und die Rädchen am Laufen halten möchten, damit man weiter Profite so lange wie möglich machen kann.

Und dieselben Leute, die mit aller Kraft daran arbeiten, dass es trotz der Pandemie wie gewöhnlich weiter laufen soll und die Menschen so lange im Erwerbsprozess behalten möchten, bis sie dann halt wirklich krank werden oder sterben, haben schon längst ihren Leibarzt im Privat-Jet losgeschickt, um bei einem Pharmakonzern den besten Impfstoff für sich und die seinen abzuholen, während sie den Trottellummen das G´schichterl reindrücken, dass Covid eh nur ein Schnupferl ist und dass man sich um 20 Jahre jünger fühlt, wenn man´s bekommt.

gonzolo
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2 … Und wenn man im Forum so liest,

scheinen diese G´schichterln wie lauwarme Butter reinzuflutschen – wobei mir bei manchen Postern nicht ganz klar ist, ob ihnen die Menschenverachtung bewusst ist, oder nicht, wenn sie ständig „Freiheit“ und „aufmachen“ brüllen – oder ob sie´s einfach intellektuell nicht checken, was sich da global gerade abspielt.

Aber dieses Virus ist nicht nur gefährlich – zynischerweise kann man sagen, es entwickelt direkt auch sowas, wie eine „soziale Gerechtigkeit“, denn immer mehr Mutante trüben die Hoffnung auf eine wirksame Impfung und gefährden nicht nur mehr ausschließlich Alte und Kranke, sondern verlagern ihre „Zielgruppen“ immer mehr in alle Altersgruppen. Somit werden wir alle zur vulnerablen Gruppe, weil´s den 30-Jährigen wie auch den 80-Jährigen erwischen kann.

Diese kleinen hinterfotzigen Dinger werden jetzt auch jenen empathielosen Egomanen immer mehr kräftig auf die Nerven gehen, die sich selbst als nicht gefährdet wähnten und denen die Vulnerablen egal sind. Jeder „Spaziergang“ in vermeintlicher Freiheit, ist mittlerweile für ALLE schon ein verwegenes Tänzchen am Rande des Abgrundes.

Man sollte sich bald mal ein bisschen schlauer machen, bevor man einem Kickl und anderen populistischen Bauernfängern hirnlos in den Abgrund lemmingt. Solchen Typen sind die Kleinen egal – die nützen die Krise, um die politischen Verhältnisse zu destabilisieren und um ihren Machtgewinn ordentlich zu befeuern – und brav zottelt man mit – gell!?

hbratschi
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du, gonzolo,...

...machst in deinem kommentar dasselbe, dass kickl macht - puren populismus. wohlformuliertes schwarzweiß denken, nur halt von der anderen seite. du bist der meinung, dass das herunterfahren des lebens und das damit verbundene an die wand fahren der wirtschaft die lösung ist. damit unterschätzt du aber, dass auch das folgen hat. und ich glaube, dass diese ökonomischen, menschlichen und sozialen folgen weitaus größeren schaden anrichten werden als es uns dzt bewusst ist. wir bemerken nur noch nicht so viel davon, da sie sich erst zeitverzögert auswirken werden. auszubaden haben das dann die nachfolgenden generationen, aber das scheint vielen hier völlig egal zu sein. und jeden, der nicht deine ansichten teilt als "menschenverachtenden trumpanhänger" zu bezeichnen, ist auch wieder nichts anderes als populismus ala kickl. somit unterscheidest du dich nicht wirklich von ihm. viren die es geschafft haben einige von uns umzubringen gab es immer und wird es immer geben, aber das eigentliche problem ist unser umgang damit. nur ist deine meinung verstehbar, wenn man das mittlerweile einjährige politische und mediale dauerfeuer berücksichtigt, wirst auch du zu dem was du anderen vorwirfst: zu einem lemming...

gonzolo
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Um´s abzukürzen, hbratschi …

Kickl&Co sagen: „Greif rauf, auf die Herdplatte – kann nichts passieren!“
Ich sage: „Pass auf, greif nicht rauf – kannst dir weh tun und dich verbrennen!“
Aber du kannst da ja – wie du sagst – keinen Unterschied feststellen … dafür kann ich nichts.

Zugegeben – ich hätte auch gerne so einen verklärten unbekümmerten Blick in die Zukunft - aber die Faktenlage lässt das leider nicht zu. Und weil ich eben kein Gott bin, sondern äußerst sterblich, habe ich einen ordentlichen Respekt vor dem, was da grad ist und dementsprechend schaue ich, dass ich nicht unbedingt auf die Herdplatte fasse – beruflich bedingt kann ich´s eh nicht vermeiden – und leider bin ich dort von jedem einzelnen abhängig. Und wenn den das nicht kümmert, können ich und andere auch ganz leicht übern Jordan schippern.

Wenn das für dich alles okay ist, gibst eh ein starkes Statement ab – allerdings gibst mir damit auch recht – das geht aber schon ganz und gar nicht – oder?

hbratschi
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und dann auch in sehr gekürzter form, gonzolo,...

...meinen "verklärten und unbekümmerten" blick auf dieses virusgeschehen hab ich nicht weil ich so lustig bin, sondern weil ich berufsbedingt genau mit solchen epi- bzw pandemien jahrzehntelang zu tun hatte.. auch heute noch pflege ich den kontakt zur ärzteschaft, und was diese für eine, natürlich wegen angedrohter konsequenzen nur hinter vorgehaltener hand ausgesprochene, meinung hat, kannst dir vielleicht denken. oder doch nicht, denn du hast ja andere fakten und außerdem angst, sterben zu müssen. und damit hast recht, sterben wirst wirklich müssen und möglicherweise sogar an einem virus, aber mit großer wahrscheinlichkeit eher nicht. also, fürchte dich nicht, denn zu tode gefürchtet ist leider auch gestorben...

gonzolo
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3 … Und nein,

die Verantwortung ständig immer nur bei der Regierung zu suchen und zu finden, ist mir doch zu einfach und zu bequem. Man sollte nicht außer Acht lassen, dass wir alle kräftig dazu beitragen und bis zu einem bestimmten Grad die Regierung auch dazu nötigen, Bockmist zu produzieren und teils vollkommen irrationale und widersprüchliche Maßnahmen zu setzen, weil vom Mob mittlerweile schon sowas wie eine Atmosphäre des sozialen Kippens hochdampft und für die Demokratie und den Rechtsstaat zunehmend eine veritable Gefahr darstellt.
Die Kompromisse, die man aus diesen Gründen offensichtlich eingehen muss, damit die Manderln nicht vollends ausflippen, wenn´s nicht Haare schneiden, schifahren, einkaufen und die Kinderchen in die Schule schicken können, sind wohl sowas, wie das Diktat der Dummheit und des Egoismus´.

Weil man offenbar nicht mehr Abstrahieren, Antizipieren und per Kausalketten ein bisserl in die Zukunft zu blicken vermag, wenn dies oder das - so oder anders gemacht wird, werden wir, so scheint´s, wohl drastische Bilder brauchen, bis Licht ins Dunkel gelangt … die Chancen stehen gut, dass uns da der Osterhase ganz gschmackige aus den Kliniken ins Nesterl legen wird.

 
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