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In SeniorenheimSeilbahnmanager im Salzburger Pongau geimpft

Im Seniorenheim von St. Johann dürften Anfang Jänner zahlreiche Dosen übriggeblieben sein. Heimleiter verteidigt die Impfliste, der Bürgermeister entschuldigt sich.

© dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt
 

In St. Johann im Pongau sollen Anfang Jänner mit übrig gebliebenem Impfstoff aus dem Seniorenheim nicht nur der Bürgermeister und seine Gattin oder die Ehefrau des Seniorenheimleiters, sondern auch Gemeindemitarbeiter und ein Seilbahnvorstand geimpft worden sein. Wie die "Salzburger Nachrichten" am Dienstag berichteten, wurden die Hausärzte in der Stadt hingegen nicht gefragt. Sie sind weiter ungeimpft. Auch alte Menschen im betreuten Wohnen seien nicht berücksichtigt worden.

Gegenüber der Zeitung hätten sich mehrere Bürger gemeldet und die Vorwürfe erhoben. Bürgermeister Günther Mitterer (ÖVP), seines Zeichens auch Präsident des Salzburger Gemeindeverbands, bestätigte, geimpft worden zu sein. Die Impfliste und Abwicklung seien aber im Zuständigkeitsbereich des Seniorenheimleiters gewesen. Dieser erklärte in den "SN", die Impfliste im Auftrag der Landessanitätsdirektion erstellt zu haben.

St. Johann sei bereits vor dem offiziellen Impfstart an die Reihe gekommen, er habe dann unter großem Zeitdruck eine Ersatzliste erstellen und am Tag der Impfung unerwartet viele ("30 bis 40") Dosen kurzfristig an den Mann bringen müssen. Bei der Auswahl der Personen habe ein offizielles Schreiben des Landes keine Einschränkungen vorgegeben. Zudem sei es sinnvoll, auch Familienangehörige von exponierten Personen zu impfen. Die Impfreste seien primär an ältere Menschen gegangen, später habe er auf persönliche Kontakte zurückgegriffen.

Unter den Geimpften war auch Wolfgang Hettegger, Vorstandsvorsitzender des Skigebiets Snow Space Salzburg. Er sagte gegenüber der Zeitung, er habe sich am Abend auf dem Weg von Flachau nach Saalfelden befunden, als sich das Seniorenheim gemeldet habe. Er könne sich impfen lassen, wenn er binnen zehn Minuten da sei. Das Angebot habe er dankend angenommen. Warum er kontaktiert worden sei, wisse er nicht - er kenne im Heim einschließlich des Leiters niemanden persönlich.

"Unglückliche Vorgangsweise"

Im Zuge der Debatte um Bevorzugungen bei Impfungen hatte das Land Salzburg Mitte Jänner klargestellt, dass eine Impfung von Bürgermeistern von den Priorisierungsempfehlungen des Gesundheitsministeriums gedeckt sei - wenn die Ortschefs regelmäßig in Seniorenheimen tätig sind oder sich dort aufhalten. Bürgermeister Günther Mitterer entschuldigte sich am Dienstagnachmittag in einer Aussendung für die "aus heutiger Sicht als unglücklich und unsensibel betrachtete Vorgangsweise." Er und die Heimleitung würden mit dem aktuellen Wissensstand anders handeln.

Keinesfalls seien bewusst zu viele Impfdosen bestellt worden. Weil sich die Vorgabe geändert hat, aus einer Ampulle auch sechs statt fünf Dosen verimpfen zu können, habe man an jenem Tag mehr als die bestellten 125 Dosen zur Verfügung gehabt. Die Heimleitung habe sich dann mit dem Impfkoordinator des Landes in Verbindung gesetzt. "Dieser gab die klare Anweisung, dass keine Impfdosis weggeworfen werden darf. Man ist daher dazu übergegangen, vor Ort anwesende Angehörige und ältere Menschen zu impfen", erklärte Mitterer.

Als dann noch Impfdosen übrig waren, sei man der Anweisung gefolgt, zu impfen, wen man rasch erreichen könne. "Da hat der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle gespielt. Wir sind schon an das Ende der tolerierbaren Haltbarkeit gekommen.

Kommentare (12)
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Immerkritisch
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Hettegger

hat niemanden gekannt und weiß nicht, wie er zu seinem Glück gekommen ist.
Anhand der vielen Fallbeispiele in Österreich erkennt man, dass man mit den Heimverantwortlichen die Grundrechnungsarten üben sollte.
Wie kann es sonst sein, dass so viele Heime zuviel Impfstoff gehabt haben???
Ein Schelm, wer böses denkt!

Saufnix
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Xxx

A so a Lauser, hat einen übrig gebliebenen Impfstoff geimpft bekommen. Schämen Sie sich, Sie hätten den Impfstoff wegwerfen, pardon, fachgerecht entsorgen müssen... weil die arme Alte Dame , trotz Zusage, sich dann doch nicht zur Impfung durchgerungen hat. Ein Skandal...

UHBP
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@sauf..

"Sie hätten den Impfstoff wegwerfen, .."
Solche Schlüsse ziehen, in aller Regel, Menschen die wohl nicht ganz zurechnungsfähig oder in irgend einem Blauton eingefärbt, sind.

Rot-Weiss-Rot
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@Saufnix, oder man könnte es auch so machen wie ein anderer Bürgermeister

der sich aus dem Gemeinderegister alle Personen die impfberechtigt sind ausgedruckt hat und die Impfstoffe in kurzer Zeit verimpft werden konnten. - Und zwar an jene die berechtigt sind und das auch dringend benötigen.
Bist deinem Nickname heute untreu geworden?

Eagle67
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Die Kleine Zeitung als Motor der Neiddebatte!

Es ist schon bemerkenswert, dass die KLZ bei dieser Hexenjagd auf die sogenannten „Impfvordrängler“ an vorderster Front mitmischt und mit damit unter dem Mantel der politischen Korrektheit die Neiddebatte in unserem Land anheizt!

regiro
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Ist es nicht wirklich wurscht,

an wen Restdosen verimpft werden?
Es ist einfach zu schade, das Vakzin wegzuschmeißen.
Kann man nicht den Neid mal stecken lassen?

Rot-Weiss-Rot
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@regiro, oder man könnte es auch so machen wie ein anderer Bürgermeister

der sich aus dem Gemeinderegister alle Personen die impfberechtigt sind ausgedruckt hat und die Impfstoffe in kurzer Zeit verimpft werden konnten. - Und zwar an jene die berechtigt sind und das auch dringend benötigen.

Nein, dass ist nicht NEID sondern GERECHTIGKEIT !!!

akiko
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Vordrängler

Es ist nur mehr zum Schämen.,.und wieder kein Risikopatient oder Hausarzt zu finden,...., und versehentlich zu viele Dosen bestellt???

himmel17
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Impfmafiosis

Und das Land Salzburg (Namen bitte!) stellt sich hinter die Impf-Diebe mit deren faulen Ausreden. Rein zufällig war die Hautevolee aus örtlicher Politik und Wirtschaft vor Ort, damit die Impfdosen nicht weggeworfen werden mussten. Für wie blöd halten die das Volk!. Einen nassen Fetzen für die, die bei diesem Raub mitspielen. Die Staatsanwaltschaft müsste ermitteln.

Pelikan22
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Versteh ich nicht!

Die gabs doch schon immer - die sich alles richten konnten! Der Neid is a Schwein! Nur Geduld! Es kommt jeder dran! Hoffentlich vor dem STERBEN!

Rot-Weiss-Rot
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@Pelikan22. überhaupt wenn sie von der ÖVP waren und sind!

Der Neid is a Schwein? Das ist kein Neid, das ist Gerechtigkeitssinn! und sich impfen zu lassen, wo es noch viele gibt die zu dieser Impfung weitaus berechtigter wären, ist einfach Unrecht!
Jeder Gemeinde hat ein Register über ihre Bewohner. Einige Klicks am PC und man kann sich diese ausdrucken. Der Herr BM muss das nicht einmal selbst machen. Macht eh die Vorzimmertante, auch gleich mit Telefonnummer dazu. Nur wollen muss man, das ist der Punkt!
Es ist einfach ungerecht und das nervt!

vanhelsing
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Bürgermeister...

Bla bla bla .......