Tiere und Pflanzen Natur des Jahres 2021

Knapp zwei Monate vor Frühlingsbeginn wird es Zeit, die ausgewählten Tier- und Pflanzenarten einmal vor den Vorhang zu bitten.

Alien des Jahres

Der Asiatische Harlekin-Marienkäfer erobert die Welt. Weil er enormen Appetit auf Blattläuse hat, wurde er bewusst weiterverbreitet – zur Schädlingsbekämpfung.

Naturschutzbund/Wolfgang Schruf

Tier des Jahres

Nicht nur putzig, sondern in Europa auch gefährdet ist der Siebenschläfer. Sein Lebensraum wird durch Förderung monotoner Fichtenwälder und Siedlungsbau immer kleiner.

Naturschutzbund/Pixabay

Nutztier des Jahres 1

Die Deutsche Pute teilt sich den Platz mit einer weiteren Nutztierart (siehe nächstes Bild). In Österreich sind die drei Farbschläge Blaue, Bronzefarbige und Cröllwitzer Pute hochgefährdet.

Naturschutzbund/Ecker

Nutztier des Jahres 2

Das Krainer Steinschaf ist eine autochthone Rasse der Julischen Alpen im Dreiländereck Kärnten, Slowenien und Friaul. Auch diese Rasse ist hochgefährdet!

Naturschutzbund/Kerstin Reichmann

Blume des Jahres

Seine Bestände sind rückläufig, sein Lebensraum ist bedroht: Mit der Wahl des Großen Wiesenknopf will der Naturschutzbund auf den artenreichen Lebensraum des extensiv genutzten Grünlandes aufmerksam machen.

Finanzfoto - stock.adobe.com

Pilz des Jahres

Auch der Halsband-Ritterling wurde von der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft ausgesucht, weil er vom Aussterben bedroht ist. Der Pilz gedeiht nur in naturbelassenen Föhrenwäldern.

Naturschutzbund/KF Reinwald

Baum des Jahres

Das Kuratorium Wald wählte gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium die Sommer- und die Winterlinde als Baum des Jahres aus.

Kuratorium Wald

Vogel des Jahres

Für die Vogelschutzorganisation „BirdLife“ ist der Vogel des Jahres „ein kleiner Fink mit großen Problemen“. Der Bestand des Girlitz nahm in 20 Jahren um 80 Prozent ab.

Naturschutzbund/Schweighofer

Moos des Jahres

Das Sparrige Kranzmoos ist ein häufiges Moos in feuchten oder frischen Wiesen, meidet aber stark luftverschmutzte Stadtgebiete.

Naturschutzbund/C. Berg

Streuobstsorte des Jahres

Mit der „Streuobstsorte des Jahres“ wird eine Sorte stellvertretend für alle gefährdeten Obstarten ins Rampenlicht gerückt. 2021 ist es die Achatzlbirne.

Naturschutzbund/Bernkopf

Reptil des Jahres

Der Zauneidechse gelang es an zwei Jahren hintereinander Reptil des Jahres zu werden - nach dem "verlorenen" Coronajahr soll sie erneut in den Fokus des Artenschutzes rücken.

Naturschutzbund/DGHT Meyer

Wassertier des Jahres

Die Bestände der Äsche nehmen in Österreich deutlich ab, der einst weit verbreitete Fisch wird inzwischen auf der Roten Liste als gefährdet geführt.

Naturschutzbund/Christa Hochpöchler

Insekt des Jahres

Mit der Dänischen Eintagsfliege wird erstmals ein Vertreter einer Insektengruppe als „Insekt des Jahres“ ausgewählt, die mit rund 140 bekannten Arten in  Mitteleuropa zu den vergleichsweise artenarmen gehört.

Naturschutzbund/Wolfgang Kleinsteuber

Spinne des Jahres

Der Zweihöcker-Spinnenfresser gehört zu einer Spinnenfamilie, die weltweit 154 Arten zählt - in Europa sind zehn Arten bekannt.

Naturschutzbund/Sabine Schmitz

Fledermaus des Jahres

Die Mopsfledermaus wurde zur „Fledermausart des Jahres 2020+2021“ gewählt. In den meisten europäischen Ländern, darunter Österreich, gilt sie als selten und gefährdet.

Naturschutzbund/Josef Limberger
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