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Fünf Polizisten verletztEskalation bei Kindesabnahme: "Nur an Kinder gedacht"

Vorfall in Wien beschäftigt weiter die Ermittler. Vater der Kinder gab an, er hätte bei Tat nur an seine Kinder gedacht.

KINDESABNAHME IN WIEN-DOeBLING ESKALIERT - FUeNF VERLETZTE POLIZISTEN
© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Nach einer völlig eskalierten Kindesabnahme in Wien-Döbling am Freitagnachmittag, hat sich der Vater, der mit seinem Auto mehrfach auf Polizisten losgerast war, in seiner Einvernahme reumütig gezeigt, berichtete Polizeisprecherin Barbara Gass am Samstag. Er habe nur an seine Kinder gedacht, so der Vater.

Erst nach drei Schüssen aus Dienstwaffen - der letzte davon ins Fahrzeug des 31-Jährigen abgefeuert - stoppten den Rasenden, der festgenommen wurde. Fünf Beamte erlitten Verletzungen, glücklicherweise waren keine davon tragisch, so Gass. Zwei Polizisten mussten jedoch ihren Dienst beenden.

Die Polizei war von Mitarbeitern des Magistrats um einen Assistenzdienst bei einer Kindesabnahme ersucht worden. Einem Paar, das in einem Wohnheim in Unterdöbling lebt, sollten die drei Kinder entzogen werden. Weil die Familie einen Hund besitzt, war auch eine Polizeidiensthundeeinheit dabei.

Der Vater, der aus der Dominikanischen Republik stammt, verließ freiwillig die Wohnung und begab sich zu seinem Auto. Als die Kinder aus dem Haus kamen und mit einem Fahrzeug weggebracht wurden, fuhr der 31-Jährige plötzlich los, beschädigte ein abgestelltes Einsatzfahrzeug und verletzte zwei Polizisten.

Dramatische Szenen

Ein Hundeführer postierte sich darauf vor das Fahrzeug des Mannes, um ihn zu stoppen. Dieser aber stieg aufs Gas und fuhr den Beamten an, der mehrere Meter auf der Motorhaube mitgeschleift wurde. Einer der Polizisten gab einen Warnschuss ab. Der 31-Jährige raste über eine rote Ampel davon.

Auf der Währinger Straße erkannten andere Polizisten das Fahrzeug. Drei Beamte wollten ihn auf der Fahrbahn mit gezogener Waffe anhalten. Der 31-Jährige stoppte laut dem Sprecher kurz, beschleunigte dann aber wieder und fuhr die beiden an, die vor seinem Auto gestanden waren. Die Beamten klammerten sich an Motorhaube und Dachfenster fest, um nicht überfahren zu werden.

Der dritte Polizist, der neben dem Auto postiert gewesen war, gab angesichts der Lebensgefahr, in der sich seine Kollegen befanden, einen Schuss auf den Pkw ab. Aber erst, nachdem ein dritter Schuss gefallen war, hielt der Wagen an: Einer der mitgeschleiften Polizisten gab von der Motorhaube des Fluchtwagens aus einen Schuss durch das geöffnete Panoramafenster ab. Der 31-Jährige leistete danach noch vehement Widerstand gegen seine Festnahme.

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