Rechtsextremes NetzwerkPolizist soll Munition an Neonazis verkauft haben

5000 Schuss Munition für schwere Kaliber soll ein Polizist des Landeskriminalamtes Niederösterreich einer Neonazi-Bande verkauft haben. Der Verdächtige wurde angezeigt und vom Dienst suspendiert.

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Ein Teil der Mitte Dezember sichergestellten Schusswaffen
Ein Teil der Mitte Dezember sichergestellten Schusswaffen © APA/Georg Hochmuth
 

Brisante Details gibt es zu den Ermittlungen um ein rechtsextremes Netzwerk, das für den möglichen Aufbau einer rechtsgerichteten Miliz in Deutschland Waffen gesammelt haben soll. Laut Bericht der Kronen Zeitung soll ein Beamter des Landeskriminalamtes Niederösterreich der Bande rund um eine heimische Neonazi-Größe 5000 Schuss Munition für schwere Kaliber wie Maschinengewehre verkauft haben. Der verdächtige Polizist - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - ist ein ausgebildeter Waffenmeister.

Laut Geständnis eines verhafteten Mittäters der Neonazi-Bande soll der verdächtige Beamte bei sogenannten Military-Messen, bei denen er oft als Sachverständiger für den Staatsschutz war, Kontakt zum rechten Milieu geknüpft haben. Als Kopf der Gruppe gilt ein 53-jähriger Mann, der schon in den 1990er-Jahren bei den Briefbomben-Ermittlungen in den Fokus der Behörden geraten war.

Bei drei Treffen soll der Polizist der rechten Hand des Bandenbosses 5000 Schuss Munition für Maschinenwaffen um 850 Euro verkauft haben. Durch Verlassenschaften, über die ihn Bezirksbehörden beruflich informierten, hatte er leichten und billigen Zugang.

Anzeige und Suspendierung

Die Leitung des Landeskriminalamtes Niederösterreich reagierte sofort: Der Polizist wurde unter anderem wegen Amtsmissbrauchs angezeigt und vom Dienst suspendiert. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, droht dem Verdächtigen der komplette Verlust der Beamtenpension. 

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