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Geologe zu Erdbeben"Die Adriatische Platte ist verantwortlich"

Der Grazer Wissenschaftler Walter Kurz erklärt, warum bei uns gelegentlich die Erde wackelt. "Schuld" sind letztlich Geschehnisse weit draußen im Atlantik.

Die Ausschläge der Erdbebenstationen in der Steiermark und Kärnten. Soboth, Hochobir, Arzberg, Seetaler Alpe, Bleiberg © ZAMG
 

"Also das war schon wirklich ein ordentlicher Erdstoß" - so reagierte der Grazer Geologe vom Institut für Erdwissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz, Professor Walter Kurz. Er verspürte es in seinem Büro in der Heinrichstraße, das Gebäude aus den 1960-er-Jahren wackelte ganz massiv. Er befasst sich mit Plattentektonik und Strukturgeologie, also faktisch mit den Folgen von seismischen Aktivitäten.

Kommentare (6)
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pescador
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Wir dürfen nicht vergessen....



.....das Atomkraftwerk Krsko in Slowenien ist nur 20 Kilometer von der Kroatischen und einige Kilometer mehr von der Österreichischen Grenze entfernt. Das Kraftwerk ist ein Altbau aus den 1970er Jahren und steht in einem erdbebengefährdeten Gebiet! Es gibt eine Studie, wonach das Kraftwerk einem starken Erdbeben nicht standhalten würde.

calcit
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Interessanterweise hält das KKW aber den derzeitigen Erdbeben stand...

...die Probleme gibt es ja offensichtlich bei den „normalen“ Bauten. Due stürzen eine und dort gibt es ja Tote und Verletzte...

Edmario
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Krsko in Slowenien

Die Belastbarkeit im Atomkraftwerk Krsko ist mit 8,5 gegeben...soviel hat ja nicht gefehlt.
Ich habe mit meiner Familie Tschernobil erlebt...wir wissen, was damals auch auf Kärnten zugekommen ist.

pescador
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In Krsko

war nicht das Epizentrum.

duesenwerni
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Die Forderung nach einer Abschaltung mag ja Sinn machen, aber

lt. Wikipedia lieferte das AKW Krsko Ende der 1980er Jahre 20 % des Stromverbrauchs der SR Slowenien und 18 % des Stromverbrauchs der SR Kroatien.
Auch wenn der Stromverbrauch in den ca. 30 Jahren danach deutlich gestiegen ist, dürfte Krsko immer noch für einen wesentlichen Anteil der kroatischen und slowenischen Stromversorgung sorgen.
Dieser Anteil fällt im Falle einer Abschaltung natürlich aus und müsste von den Unterstützern der Forderung nach einer Abschaltung des AKW auch erklärt werden, wie Slowenien und Kroatien dieser Ausfall an Energie anderweitig kompensieren können.

pescador
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Slowenien und Kroatien

hätten schon längst auf die Abschaltung hinarbeiten müssen. Das wurde aber ignoriert.