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Bei allen GlaubensgemeinschaftenÖffentliche Gottesdienste werden bis auf Weiteres ausgesetzt

Gemeinsame Regelung aller 16 Kirchen und Religionsgesellschaften: Keine öffentlichen Gottesdienste, aber Gotteshäuser sind für persönliche Gebete weiterhin geöffnet.

© APA/DPA/FELIX KÄSTLE
 

Die Zahl der täglich neuen Corona-Infektionen hat zuletzt einen neuen Höchststand erreicht. Parallel zu den neuen Verschärfungen der Bundesregierung haben sich die 16 Kirchen und Religionsgesellschaften heute auf eine neue Regelung zur Eindämmung der Pandemie geeinigt:

Öffentliche Gottesdienste werden ausgesetzt, jedoch stehen die Gotteshäuser beispielsweise für persönliche Gebete weiterhin offen. Diese Regelung gilt ab Dienstag, 0 Uhr bis vorerst 6. Dezember 2020. Dazu gab es am Montag auch eine Videokonferenz von Kultusministerin Susanne Raab mit Vertretern der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften.

Kultusministerin Susanne Raab betont: „Unser oberstes Ziel muss es jetzt sein, die Infektionszahlen zu senken, um unser Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten. Ich danke allen Kirchen und Religionsgesellschaften, dass sie die öffentlichen Gottesdienste aussetzen. Mir ist bewusst, dass das gemeinsame Feiern der Gottesdienste für viele Menschen eine enorme Bedeutung hat. Mir ist auch bewusst, dass gerade für Christinnen und Christen dieser Verzicht zu Beginn der Adventszeit ein großes Opfer bedeutet. Aber derzeit sind diese Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit erforderlich. Deshalb danke ich allen Kirchen und Religionsgesellschaften für die gemeinsame Kraftanstrengung, um das Virus einzudämmen.“

Messfeiern im kleinsten Kreis

"Die Kirchen stehen tagsüber weiterhin für das persönliche Gebet offen", hält das Regelwerk der Bischofskonferenz fest. Darüber hinaus ist die Feier nicht öffentlich zugänglicher Gottesdienste im kleinsten Kreis an Sonn- und Wochentagen unter bestimmten Bedingungen zulässig.

Weiters legen die Bischöfe fest, dass Taufen und Trauungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben sind. Zur Feier des Begräbnisses sind bis zu 50 Personen zugelassen. Dies gilt auch für Gottesdienste - also die Messfeier oder Wort-Gottes-Feier - unmittelbar vor oder nach der Bestattung. Weiterhin kann die "Beichte nur außerhalb des Beichtstuhles" stattfinden, bevorzugt in einem ausreichend großen und gut durchlüfteten Raum, in dem ein Mindestabstand von zwei Metern gewahrt wird, so die Rahmenordnung. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und eine die Personen trennende Plexiglasscheibe auf einem Tisch werden empfohlen.

Für Kranke und Sterbende bleibt die Möglichkeit der seelsorglichen Begleitung unter Einhaltung strenger Hygieneregeln nach Maßgabe der jeweiligen Einrichtung gewährleistet. Bei der Krankenkommunion und beim Viaticum (Wegzehrung) außerhalb von Krankenhäusern und Pflegeheimen muss im Vorfeld der Besuch mit den Angehörigen gut besprochen und vorbereitet werden, um die Hygieneregeln einhalten zu können.

Kommentare (7)
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HansWurst
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Servus TV

Gottesdienst:
Jeden Sonntag ab 9 Uhr!

cathesianus
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Die Kirchen schaffen sich selbst ab...

... mit ihrem zaghaften, ängstlichen Gehaben! Niemand kann mir weismachen, dass 10 (an Werktagen) oder 30 - 50 Personen (an Sonntagen), unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln verteilt in den großen Kirchenräumen mehr Risiko sind als jene, die in den (oft viel kleineren)Geschäften herumlaufen. Gerade jetzt würden die Menschen die Unterstützung der Religionen mehr denn je brauchen! Leider haben wir keine Persönlichkeiten mehr vom Format eines Kardinal König oder Bischof Stecher....

redbull
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Wenn

eine Stunde lang gemeinsam gesungen wird, kann das sehr wohl ein Problem sein.

cathesianus
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Gesungen

wurde schon seit 3 Wochen nicht mehr...

hermannsteinacher
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Was ist mit der Adventkranzweihe

am Vorabend des ersten Adventsonntags?

redbull
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Dürfen Sie

selbst durchführen, so wie die Palmweihe und Speisensegnung vor Ostern. Segnen darf jeder, dazu muss man kein Pfarrer sein.

Veit1
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Aufruf zum Gebet

Es fehlt etwas ganz Wichtiges bei den Bischöfen: Der Glaube an die Wirkung des Gebetes! Schon längst überfällig ist der Aufruf der Bischöfe zum österreichweiten Rosenkranzgebet. Das kann man in den Familien ohne Gefahr der Ansteckung tun. Da es die Bischöfe verabsäumt haben, tu ich es jetzt: Beten wir jeden Freitag um 21 Uhr in den Familien den Rosenkranz um Hilfe in der Pandemie! Ein anderer Zeitpunkt ist natürlich auch möglich!