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Triage: Nach welchen Kriterien Mediziner entscheiden sollen

Tritt die Situation einer Triage ein, müssen Mediziner in der Covid-Krise darüber entscheiden, welche Patienten intensivmedizinisch betreut werden.

++ THEMENBILD ++ ++ HANDOUT ++ CORONAVIRUS: INTENSIVSTATION LKH-UNIV. KLINIKUM GRAZ
Wenn das ganze Geschehen sich in diesem Tempo weiterentwickeln wird, dann würde es in den nächsten Tagen zu einer Triage kommen, warnen Experten © APA/MARIJA KANIZAJ
 

Die Coronavirus-Pandemie überfordert derzeit zahlreiche Krankenhäuser. Ressourcenknappheit kann zu Rationierungen führen. Tritt die Situation einer Triage ein, müssen Mediziner darüber entscheiden, welche Patienten intensivmedizinisch betreut werden und welche eben nicht.

Der Begriff „Triage“ leitet sich von dem französischen Wort „trier“ ab, das „sortieren“ oder auch „aussortieren“ bedeutet. Entwickelt wurde die Triage vom russischen Arzt Nikolai Pirogow, um im Krimkrieg (1853 bis 1856) mit der hohen Zahl verletzter Soldaten umzugehen.

Welche Grundlagen?


Bis heute wird die Triage in außergewöhnlichen Situationen wie Naturkatastrophen, mit zahlreichen Opfern angewendet. Bei einem Mangel an Personal oder Material wie Intensivbetten, sind Beschränkungen erforderlich. Ärzte haben dann unter Zeitdruck Entscheidungen zu treffen.

„Ethisch/rechtliche Grundlagen müssen dabei, gleich wie unter ‘normalen’ Bedingungen, Basis ärztlicher Indikationsstellung bleiben“, hält die ARGE Ethik der Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) fest. Am Beginn einer Intensivtherapie eines Covid-19-Patienen sollten Überlebensaussichten und Begleiterkrankungen berücksichtigt werden. Das Alter eines Patienten ist dabei kein alleiniger Faktor.

Im Rahmen einer Triage ist nur für diejenigen Patienten eine maximale Therapie indiziert, die im Rahmen einer Schaden- und Nutzen-Abwägung durch eine technisch machbare medizinische Behandlung prognostisch eine hohe Überlebenswahrscheinlichkeit haben. „Gleichwertig zum Ziel der Lebenserhaltung muss die Frage nach der künftigen Lebensperspektive und der Vermeidung einer ‘Chronisch kritischen Erkrankung’ sein“, heißt es in den Empfehlungen.

Auch Beendigungen einer Therapie folgen ähnlichen Regeln: Aussichtslosigkeit und Verhältnismäßigkeit sollen berücksichtigt werden. Betont wird aber: Intensivtherapie darf in der Triage-Situation nur nach Ausschöpfung aller möglichen Alternativen vorenthalten oder beendet werden.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

Gerson
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Liebe Politiker sprecht österreichisch mit uns.

Lockdown, Triage, Homeoffice, etc.
Ausgangssperre, aussortieren, von daham schepfen , und so weiter
es macht es zwar um keinen deut´ besser aber es versteht jeder den es geht um unsere Heimat unsere Wirtschaft und um unser aller Gesundheit.

hermannsteinacher
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Wenn man Politikern, Spitzenärzt*innen und Experten-Scharlatanen glauben kann,

so sind seit ca. Weihnachten 2019 bislang fünfhundert Intensivbetten hierzulande
"verloren" gegangen, wie und warum eigentlich?

9956ebjo
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hermannsteinacher

Quellen?

Mein Graz
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@9956ebjo

Wirst nicht erhalten.
Eine Frage von mir wurde innerhalb von 4 Stunden nicht beantwortet - und dann war hermanns Posting weg....

stadtkater
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Die wahre Triage

haben schon vor Jahren unsere Politiker mit ihren Gesundheitsexperten vorgenommen, als sie Betten abgebaut und ganze Krankenhäuser geschlossen haben.

9956ebjo
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@stadtkater

Warte mal, war das nicht der Rechnungshof? SOFORT ALLE ZURÜCKTRETEN....

andy379
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Alleine der Gedanke an Regelungen für Triagen in Österreich

ist Ausdruck des totalen Versagens unserer Regierung im Kampf gegen die zweite Welle der Pandemie.

unfassbar
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Der Kampf

kann nicht von einer kleinen Gruppe Regierender
ausgestanden werden, wenn der große Anteil
der Bevölkerung nicht mitzieht.... s. Einkaufszentren etc. !!!!

derschwarze
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Am Punkt gebracht.

Auch dieser zweite Lockdown wird nichts bringen, weil die Kontakeinschränkungen im privaten Bereich nur einen Bruchteil ausmachen. Wieviele Beschäftigte hat Magna in Graz nochmal 6000, und die treffen sich jeden Tag und bringen das Virus nach Hause, so wie bisher. Fakt ist, die lustige Vier haben von April bis im September keine Vorbereitungen getroffen und jetzt ist der Bürger schuld, eh klar billiger schwarzer Humor.

9956ebjo
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@derschwarze

In den Firmen, auch in den großen die ich kenne, werden alle aus dem Bereich Office, R&D, ... in HomeOffice gechickt.
Die, die nicht HO können werden entsprechend unterstützt, und getrennt und dokumentiert, damit Contact-Tracing möglich ist, incl. Schnelltests und reservierte PCR-Tests.
Keine der großen (und auch der kleinen) Firmen wollen einen Cluster.

Nur, im privaten Bereich gab es nie ein funktionierendes Contact-Tracing, das liegt aber nicht am Contact-Tracing selbst.

Ich glaube sogar, dass der Privatbereich (und damit meine ich jetzt nicht die eigenen vier Wände) der HotSpot schlechthin ist, nur von vielen ignoriert wird.

Dickerchen
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Nicht die Regierung hat versagt.....

..... die Bürger dieses Landes haben die klaren Vorgaben nicht umgesetzt. Wir sollten uns alle an die eigene Nase fassen, sei es der Kroatien Urlaub im Sommer, das Wandern letzte Woche in Slowenien oder der Restaurant Besuch in Tarvis und Samstag das Shoppen im Atrio oder den Cityarkaden.

Wir alle sind für diesen Zustand verantwortlich, die die sich nicht an Regeln gehalten haben genau so, wie die, die tatenlos zugeschaut haben und die anderen nicht zur Einhaltung der Regeln aufgefordert haben.

andy379
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Basti, bist du das?

Oder doch wieder nur ein türkiser Troll?
Jene Menschen, die beim Kampf gegen gegen die erste Welle so erfolgreich waren, sollen jetzt für das Versagen verantwortlich gemacht werden?
Jene Menschen, die Einkommensverluste, Bildungsnotstand und Einschnitte in ihre persönlichen Freiheit hingenommen haben, sollen nun Schuld am Regierungedesaster sein?
Diese Regierung hat uns vom Musterschüler zum internationalen Schlusslicht geführt - das ist nicht die Verantwortung der Bevölkerung.

9956ebjo
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andy

Pam, bist du das?

andy379
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😀

.

9956ebjo
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Andy

Es zeigt das die jetzige Generation nicht mehr fähig ist, Verantwortung zu übernehmen.

Alles muss exakt geregelt sein, ansonsten brauchen wir es nicht befolgen, aber auf der anderen Seite wegen Freiheitsentzug rummosern.

Ja, es sind über den Sommer der Regierung Fehler passiert. Da sehe ich zwei momenten:

1) Vernünftige Lösung für Testen und Contact-Tracing über zentrale Datenbank um dieses Thema zu beschleunigen.
Wobei ich hier mir nicht sicher bin, ob das technisch in der kurzen Zeit möglich wäre bzw. was wieder die Opposition und Corona-Leugner gesagt hätten (Stichwort Elga, Corona-App).

2) Meiner Einschätzung nach hätte statt dem "Light Lockdown" gleich ein richtiger Lockdown her sollen, aber wieder:
Ich muss Gott sei Dank nicht entscheiden und der Aufschrei wäre groß gewesen.

logon 1
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Im Sommer..

..gab es im französischen Fernsehen einen Corona-Spot. Ein Student kommt aus der Uni ,begrüßt eine entgegenkommende Kollegin mit Bussi-Bussi, trifft auf dem Weg einen Freund ,herzliche Begrüßung. Danach Familienleben und Geburtstagsfeier bei der Oma. Die letzte Szene zeigt die Oma auf der Intensivstation am Beatmungsgerät.

Stadtkauz
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Ein kurzer Blick

Ein kurzer Blick auf das Facebook - Profil der Patienten könnte bei der Triage helfen. Masken- und Impfungsverweigerer, Verschwörungstheoretiker und andere Covid-Asoziale sollten entsprechend ihrer Überzeugung gereiht werden.

georgXV
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???

die erste Welle haben wir quasi als "Weltmeister" bewältigt und die ganze Welt hat auf uns geschaut.
Und jetzt bei der zweiten Welle sind wir mitten im "Abstiegskampf" und haben einen kompletten "lock down".
WARUM ???
Offensichtlich haben wir vor der ersten Welle sehr schnell und richtig gehandelt und sind jetzt sehr, sehr spät dran.
Sicherlich hat in der Zwischenzeit die Zahl der Ignoranten und Verschwörungstheoretiker zugenommen und jetzt "haben wir den Salat".

future4you
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Gesunder Hausverstand

Wenn ich mit einem klaren, sprich nicht von Parteipolitik, Ideologie oder sonstigen Hirngespinsten getrübten Blick in die Welt schaue, was sich da abspielt, dann braucht es eigentlich nichts mehr als den gesunden Hausverstand, der mir sagt, was ich tun kann/muss, um meine Gesundheit und die meines Mitmenschen zu schützen.

pescador
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"Kurz, Kogler, Anschober und Nehammer versuchen, unsere Republik zu Grabe zu tragen". „totale Versagen im Corona-Management“, „der nun angekündigte Lockdown sei eine Verzweiflungstat“, „Versagen der Verantwortlichen.“


Ein kleiner Auszug von Statements unserer Oppositionspolitiker. Aussagen die wieder nur spalten, Maßnahmenkritiker und Verweigerer in ihrem Tun stärken und dazu beitragen und beigetragen haben, dass wir vor einem zweiten Lockdown stehen.

Das Verhalten der Opposition trägt Mitschuld, ja hat indirekt Menschen sogar dazu aufgerufen, die Maßnahmen der letzten zwei Wochen zu ignorieren und zu torpedieren. Die Rechnung bezahlen wir jetzt. Dieses Verhalten wird von vielen Menschen längst durchschaut. Einige folgen jedoch noch immer diesen hetzerischen Worten.

Mit solchen Politikern bewältigt man keine Krise. Wenn man Feinde in den eigenen Reihen hat, gewinnt man keinen Krieg.

Die Oppositionsparteien müssen endlich aufhören, auf Kosten der Bürger, auf Kosten der Gesundheit und auf Kosten der Wirtschaft, politisches Kleingeld zu wechseln. Dazu ist die Lage zu ernst!

logon 1
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..es geht halt immer darum,..

..den politischen Gegner anzuschwärzen, wo man nur kann.
Ziemlich infantil.

SoundofThunder
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Schuld sind immer nur die anderen

Das Mantra der Regierung

Ifrogmi
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Volle Zustimmung...

Und ein Wunsch:
Türkis-grün möge das neue schwarz-rot werden.
Je mehr oppositionsparteien es gibt, desto mehr querulanten, hacklschmeisser und schlechtreder sind unterwegs.
Von der Sorte gibt es ohnehin innerhalb der Parteien schon mehr als genug.

Mein Graz
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@pescador

Ich habe mich immer für die Rolle der Opposition eingesetzt, da ich diese als wichtiges Instrument in einer Demokratie sehe.

Derzeit ist es allerdings tatsächlich so, dass ich die Einstellung der Opposition nicht verstehe. In einer Zeit, in der alle an einem Strang ziehen MÜSSEN zum Wohl der Menschen wird noch immer von allen Seiten quergeschossen. Das ist unverantwortlich!

Slso Zustimmung zu deinem Statement.

07ran
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Es ist unglaublich

Jeder Verantwortliche mit Hausverstand hätte schon seit dem Frühjahr bis zur Impfung einen SOFTEN Lockdown mit Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr, Sperren der Lokale ab 21 Uhr und Maskenpflicht angeordnet.

Jeder Verantwortliche mit Hausverstand hätte die Schul- und Ferienzeiten seit Mai flexibel an die Höhe der Infektionszahlen angepasst und digital nachgerüstet.

Jeder Verantwortliche mit Hausverstand hätte vor Monaten Intensivbetten und Personal sukzessive aufgestockt, wäre billiger als wochenlanger harter Lockdown.

Jeder Mensch mit Hausverstand hätte diese Maßnahmen verstanden.

Aber die Verantwortlichen haben ihren Hausverstand beim Billa abgegeben und manche Menschen die Eigenverantwortung. Es gilt die Unschuldsvermutung

Stratusin
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Ich sehe dieses mal null Verantwortung bei den Politikern,

jeder einzelne von uns wusste wie Corona wirkt. Jeder Einzelne hätte die Grundregeln einhalten müssen und nichts wäre passiert. Die Ausgangssperren hätte auch jeder umsetzen können ohne Gesetz.
Die Sache ist aber. Man ist in den so wichtigen Urlaub gefahren. Abstand gab es sowieso keinen mehr. Mundschutz wurde belächelt. Corona ist sowieso nicht schlimm. Sterben sowieso nur Schwerkranke dran. Alles was die Regierung gesagt hat wurde als Blödsinn abgetan. Alles nur unnötige Panikmache. Wer jetzt der Regierung schuld gibt, gibt zu selbst weit entfernt von Eigenverantwortung zu sein.
Natürlich schreien jetzt die am lautesten die diese Situation mit herbei geführt haben. Sieht man sehr an der Opposition ( Blaue) deren Politiker bekanntlich Coronapartys feierten. War doch legal. Moralisch aber abstoßend.

 
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