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Noch nicht alle geschult Ersteintreffende Polizisten ohne Sturmgewehr

Noch nicht alle Polizisten wegen Coronakrise darauf geschult - Polizeigewerkschaft: Zwei Langwaffen pro Auto wünschenswert.

ANSCHLAG IN WIEN: POLIZEI VOR BUNDESKANZLERAMT
Wegen der Coronakrise konnten noch nicht alle Beamte auf die Handhabe des Sturmgewehrs eingeschult werden. © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Obwohl der Attentäter des islamistischen Terroranschlags in Wien recht schnell ausgeschaltet werden konnte, waren nicht alle ersteintreffenden Beamte mit der notwendigen Waffe ausgerüstet. Statt eines Sturmgewehrs hatten sie nur Glocks dabei, wie der Chef der Wiener Polizeigewerkschaft, Gerhard Zauner (FCG), gegenüber der APA einen "Kurier"-Bericht bestätigte. Der Grund: Wegen der Coronakrise konnten noch nicht alle Beamte auf die Handhabe des Sturmgewehrs eingeschult werden.

Aufgrund der Pandemie wurden einige Polizeischulungen ausgesetzt und nur die wichtigsten durchgeführt, berichtete Zauner. "Wünschenswert" wäre eine flächendeckende Ausstattung, das bedeutet für den Gewerkschafter "in jedem Streifenwagen zwei". Laut Zauner wäre eine ausreichende Anzahl dieser Präzisionswaffen vorhanden, jedoch erfolgt die Vollausstattung erst, wenn alle geschult worden sind. Dies sollte bis Ende des Jahres abgeschlossen sein und somit die Waffen an die Beamten übergeben werden.

Situation in Wien

In Wien etwa sind nur 14 Stadtpolizeikommandos damit ausgerüstet. Damit sind aber nicht die Sondereinheiten wie Cobra und Wega gemeint. Am Montagabend waren die ersteintreffende Beamte deshalb noch ohne Sturmgewehr unterwegs. Erst Beamte der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) haben den Täter dann ausschalten können. Die Sturmgewehre sind durchschlagskräftiger und viel präziser vor allem auf die Distanz, sagte Zauner. "Und die Reichweite ist bei einem solchen Einsatz ausschlaggebend", sagte der Gewerkschafter. Die Glock ist eher für Kurzdistanzen gedacht.

Kommentare (33)
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Hako2020
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Waren

die nie beim Grundwehrdienst? Dort lernt man den Umgang mit
der Waffe.

Expat
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Und die grüne (ex) Vizebürgermeisterin

wollte tatsächlich die Polizisten entwaffnen.

checker43
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Wollte

sie nicht, nur, dass Streifenpolizisten keine Buffn herumtragen. Spezialeinheiten oder Waffenführung bei Einsätzen waren nie Thema. Ausgeschaltet wurde der Täter dann auch von der Wega mit Langgewehr, ein Streifenpolizist mit der Glock braucht da nichts probieren, das wäre in 99% der Fälle Selbstmord.

Flogerl
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Sind ...

...es nicht die Streifenpolizisten, die meistens als erstes am Tatort sind, da ständig unterwegs ? Lustig, die Bankräuber und Einbrecher lachen sich eh schon schief ! Rufen die dann mit wachelnden Teppichpracker "Halt Polizei" ! Hau mich ab ...........

joektn
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Jeder

Der beim Bundesheer mal mit einer P80 geschossen hat weiß, dass man quasi stehend auf mehr als 15 Meter nur mehr mit viel Glück was trifft und alles was über 20 Meter ist ist mehr ein Zufallstreffer. Die Pistole ist für Distanzen bis 10 Meter super und effektiv, darüber hinaus wird sie unpraktisch und extrem unpräzise.

Horstreinhard
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Jeder, der schiessen kann,

trifft mit der Polizeiversion der Glock auch auf Entfernungen von über 25 m präzise!

bond007
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Nicht ganz

Bei Bewerben wird sehr wohl mit Glock 17 (P80) auf 25 Meter Präzision geschossen. Und die Polizei trainiert auch auf 25 Meter. Dass das im Ernstfall aber sehr weit sein kann, da man ja Deckung suchen muss und sich selbst schützen muss ist wieder eine andere Geschichte.

scionescio
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@bond: ein Bewerb und ein Echteinsatz sind aber zwei paar Schuhe ...

... und der Adrenalinpegel steigert die Präzision mit Sicherheit nicht.
In meiner EF Zeit hat man - ziemlich erfolglos - versucht, einen Jagdkämpfer aus mir zu machen - beim Schießtraining in einer Combat Situation, meinte der Ausbilder, dass der sicherste Platz direkt vor unseren Läufen sei ... die Querschläger wären viel gefährlicher!

marobeda
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@joektn

Die Clock 17 ist um einiges effektiver als die P80, aber trotzdem ein untaugliches Mittel gegen die Feuerkraft einer Kalashnikov.

manfred130366
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@marobeda

das ist dieselbe Waffe, die Glock 17 wird beim Heer als Pi80 bezeichnet.

Horstreinhard
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Die Militärversion hat einen wesentlich größeren

Abzugswiderstand, wodurch die Präzision leidet

tomtitan
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Jeder der beim Militär war,

weiß wie man mit einem Sturmgewehr umgeht.

Trieblhe
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@tomtitan

Es liegt ein erheblicher Unterschied in der Taktik der Polizei und des Militärs. Die Polizeieinheiten müssen jeglichen Kollateralschaden vermeiden. Beim Bundesheer haben’s wahrscheinlich auch nur liegend auf die Scheibe geschossen und keine taktischen Übungen in der Innenstadt gemacht, oder?

tomtitan
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Mit dem Unterschied in der Taktik haben Sie recht -

mit dem anderen nicht...

bond007
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Unterschied

Es ist aber ein Unterschied, ob ich auf Scheiben schieße oder das StG Taktisch im Häsuerkampf führe.

manfred130366
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Das war

auch mein erster Gedanke.

marobeda
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Ich verstehe den Einsatzleiter nicht,

der soll doch wissen, dass er einen unterbewaffneten Beamten nicht in das Feuer einer Kalashnikov schicken kann. Das kommt einer Anstiftung zum Selbstmord des Beamten gleich. Dieser hat noch Glück gehabt, so glimpflich davongekommen zu sein. Bei diesem Einsatz, ist einiges schief gelaufen.

bitteichweisswas
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@marobeda

1. War das kein Planspiel oder eine Feuerwehrübung, wo jedes kleinste Detail im Vorfeld geplant wurde, sondern ein extremer Real-Einsatz.
2. Es gab Minuten nach den ersten Notrufen sicher noch keinen Einsatzleiter.
3. Sagt Ihnen der Begriff "Überlastungsphase" etwas?
4. Wie hätte der Einsatz - mit den vorhandenen Informationen zum jeweiligen Zeitpunkt - Ihrer Meinung nach ablaufen sollen?

logon 1
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.." ein unvorstellbarer Schwachsinn kurbelt..

..an dem Staatsgetriebe." (Thomas Bernhard-1931-1989)

Wir lernen daraus dass sich Attentäter nicht an Polizeischulungen halten.

Ärger67
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Die Grünen: keine Schusswaffen notwendig

Die Wiener Grünen: „Glücklicherweise ist Wien so sicher, dass die Wiener Polizei nur äußerst selten von der Schußwaffe (sic!) Gebrauch machen muss. Ein Mitführen einer Schußwaffe außerhalb von Spezialeinheiten scheint daher nicht notwendig.“
https://wien.orf.at/stories/3064779/

logon 1
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,,die Polizei sollte mit dem Attentäter..

..das Gespräch suchen und ihn ermuntern, die Waffe abzulegen.
Mehrere Dolmetscher sind immer im Streifenwagen mitzunehmen.
Je nach Nationalität des Täters.

ASchwammerlin
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Oder war da die Hebein dahinter

die wollte ja, dass alle Polizisten im Streifendienst künftig ohne Waffe Dienst tun sollen (Cobra, WEGA ausgenommen). Anlässlich des traurigen Vorfalles vom Montag zeigt sich nun die völlige Absurdität dieses Vorschlags!

100Hallo
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freie Meinung

Ich bin mir sicher daß jeder Polizist der Autofahrer kontrolliert eine Waffe bei sich hat,weil die Autofahrer so gefährlich sind.

einmischer
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ASchwammerlin

Von diesen Träumern gibt es auch hier in den Foren mehr als erträglich.

schadstoffarm
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Und in großbritannien

Gibt's 67 Mio davon.

ferdinandmuecke
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Nicht Feldverwendungsfähig

Da schickt man junge Polizisten völlig unterbewaffnet in einen lebensgefährlichen Einsatz, weil sie noch keine Einweisung in ihre Polizeiwaffen besitzen? Ich hoffe, daß sie wenigstens eine "Einweisung" in ihren Einsatzwagen haben, wenn sie mit über 100 KmH durch die Stadt jagen. Herr Innenminister,ich glaub wir brauchen schon wieder eine Untersuchungskommission!!

 
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