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Widerspricht AnschoberExperte Allerberger: Impfstoff nicht vor Juli 2021

Die Vakzine wird auf sich warten lassen, so AGES-Experte Franz Allerberger. Den eigentlichen Gipfel der Corona-Infektionen sieht er "im Dezember oder Jänner".

AGES-Experte Franz Allerberger
AGES-Experte Franz Allerberger © (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Franz Allerberger, Leiter der Abteilung für "Öffentliche Gesundheit" der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), ist bezüglich eines Impfstoffes gegen das Coronavirus weniger optimistisch als Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Er erwarte eine Vakzine gegen SARS-CoV-2 frühestens im Juli 2021, sagte er in der ORF-Ö3-Sendung "Frühstück bei mir" am Sonntag. Allerberger glaubt auch nicht, dass ein spezifisches Medikament kommt.

Grund zur Beunruhigung sieht der AGES-Experte aber nicht: "Es ist eine viel harmlosere Krankheit, als wir vor zehn Monaten gefürchtet haben, da dachten wir noch, die Sterblichkeit liegt bei 30 Prozent der Infizierten." Allerberger bestätigte eine neue Studie der Universität Stanford, die eine Corona-Sterblichkeit von 0,23 Prozent ausweist. "Der Wert passt haarscharf zu unseren Daten."

Es ist eine viel harmlosere Krankheit, als wir vor zehn Monaten gefürchtet haben, da dachten wir noch, die Sterblichkeit liegt bei 30 Prozent der Infizierten.

AGES-Experte Franz Allerberger

Schwieriger sah Allerberger die Entwicklung bei den Infektionen: "90 Prozent der Österreicher sind voll empfänglich und der Anteil älterer Menschen über 65 sollte nicht unterschätzt werden, weil dort der Anteil der Sterblichkeit deutlich höher ist als bei der saisonalen Grippe." Vor allem dem kommenden Winter sieht der Infektiologe besorgt entgegen: "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht unser blaues Wunder erleben." Er ging davon aus, dass "die Fallzahlen sich verdoppeln oder noch höher gehen werden. Wenn wir einmal 4.000 oder 5.000 Neuinfektionen am Tag haben, müssen wir damit rechnen, dass die medizinische Versorgung auf Engpässe trifft, dass wir Todesfälle in Altersheimen sehen werden und die Politiker dann massiv unter Druck kommen."

Man könne im Prinzip die einzelnen Todesfälle nicht verhindern, sondern nur den Ablauf ein bisschen nach hinten schieben – "'flatten the curve', wie es heißt", konstatierte Allerberger. Den eigentlichen Gipfel der Corona-Infektionen sieht der Experte "im Dezember oder Jänner".

Wenn wir einmal 4.000 oder 5.000 Neuinfektionen am Tag haben, müssen wir damit rechnen, dass die medizinische Versorgung auf Engpässe trifft, dass wir Todesfälle in Altersheimen sehen werden und die Politiker dann massiv unter Druck kommen.

AGES-Experte Franz Allerberger

Die Verschärfung der Einschränkungen bewertete der AGES-Vertreter differenziert: "Es ist nicht so, dass bei jeder Maßnahme hundertprozentig belegt ist, dass sie die richtige Wirkung hat. Die Sperrstunde vorverlegen ist ein gutes Beispiel. Viele sagen, das ist ein Fehler, weil die Leute dann privat feiern. Aber es ist eine von vielen Maßnahmen. Es signalisiert, dass wir eben soziale Kontakte reduzieren müssen. Es geht darum, das Problembewusstsein zu unterstreichen." Einen zweiten Lockdown hält Allerberger derzeit nicht für notwendig: "Ich glaube, dass man mit Maßnahmen, die gelinder sind, das gleiche Ziel erreichen kann."

Kommentare (41)
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logon 1
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Gestern vom Informationsdienstleister Bloomberg..

..eine Meldung bekommen(übersetzt):

Ein von der Universität Oxford mit AstraZeneca entwickelter Covid-19-Impfstoffkandidat hat bei älteren Erwachsenen eine robuste Immunantwort hervorgerufen.

Seppkeindepp
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Natürliche Auslese

Naturgesetze kann man nicht ändern,auch nicht mit
"koste es was es wolle"

Mein Graz
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@Seppkeindepp

Was meinst du mit "natürliche Auslese"?
Dass die Alten und Kranken halt sterben und man nichts dagegen unternehmen soll?

Ich verstehe unter "natürliche Auslese", dass Menschen mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten ohne die Unterstützung der Gesellschaft nicht überlebensfähig sind.

duMont
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Warum haben die Ärzte

nicht sofort nach dem Bekanntwerden der Corona Infektionen die österreichische Regierung vor der Gefährlichkeit der Krankheit eindringlich gewarnt ?

retepgolf
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Das sagt Franz Allerberger ja eh:

"Es ist eine viel harmlosere Krankheit, als wir vor zehn Monaten gefürchtet haben, da dachten wir noch, die Sterblichkeit liegt bei 30 Prozent der Infizierten."

Im Gegensatz zu unsererseits so tollen Regierung kann er ja Fehler und Fehleinschätzungen zugeben und sie berichtigen.

Das Zweigestirn Anschober/Kurz kann nur Zahlen vorlesen, interpretieren (meist falsch dazu), zweideutige Anordnungen treffen und Angst und Panik schüren!

duMont
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42 Millionen Infizierte und 1,2 Millionen Tote weltweit

Das ist keine viel harmlosere Krankheit als was?

Hako2020
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Wie

kann man nur diesen Herrn widersprechen?
Oberarzt Leiter Abtlg.Infektologie
u.Virologie Mag.Dr.R.ANSCHOBER

Kirby
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Und solange es keine Langzeitstudien gibt,

Wird in meiner Familie niemand geimpft. Contergan sollte uns eine Warnung sein. Und ich bin kein Versuchskaninchen

retepgolf
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Im Prinzip richtig

aber einwahrlich entbehrlicher Vergleich...

Estarte
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TOHUWABOHU Durch Testungen gibt es jeden Tag mehr bekannte "Coronafälle"

Die Experten selbst sind sich uneinig, die Politiker benötigen Berater, jeden Tag gibt es eine neue=andere Verordnung, der wir folgen müssen.
Die Experten widersprechen den Politikern, die Politiker widersprechen sich selbst, oder wissen gar nicht mehr was sie gesagt haben.
Die Sinnhaftigkeit diverser Maßnahmen wird nicht mehr hinterfragt...
Es wir nur mehr gezählt und gerechnet, dabei vergisst man auf die Kollateralschäden, die bereits höher sind, als die Coronafälle, aber man kann sie nicht zählen.
Vor lauter Kontrolle verlieren wir die Kontrolle.
Zusätzlich wird Angst und Panik verbreitet...
Was haben wir aus dem ersten Lockdown in 8 Monaten gelernt ? Was wird jetzt besser gemacht ?
Wir steuern auf einen zweiten Lockdown zu, weil wir möglicherweise sogar nicht wahr haben wollen, dass es auch andere Krankheiten gibt Pro Jahr sterben in Österreich 6000 Menschen an Grippe, 5000 an Krankenhauskeimen, jetzt gibt es Kollateralschäden, viele Kranke trauen sich nicht zum Arzt oder bekommen keinen Termin und es wird getestet und getestet und vor lauter Testungen gibt es klarer weise mehr bekannte Corona Fälle......
Mit Corona starben etwa 1000 Menschen pro Jahr sterben in Österreich etwa : 84.000 Menschen an verschiedensten Krankheiten

Natur56
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@estarte

Vollkommen richtig das Volk weiß es warum die Regierung nicht. Virologen und Ärzte bestätigen das..........man darf Österreich nicht mitFrankreich oder Italien oder oder vergleichen unser Gesundheitssystem funktioniert. Lose ja auch genug.

Lilly1000
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Corona Hotline anrufen,,, haha

Meine Freundin, von Spanien, Risikogebiet heimgekommen, hohes Fieber, Husten, Hotline angerufen, ihr wurde gesagt, Computer hat ausgerechnet, sie haben nicht Corona,,, Bezirk Leoben, dann ich in Wien, Fieber, etc, angerufen, 4 mal weierverbunden worden, nein sie haben nicht Corona und wir werden sie nicht testen... Alles Lügen was ihr uns in den Medien erzählt, Corona gibts,, aber ihr.. Regierung... habt nur lasche, wirkungslose massnahmen erfunden, keine Strategie und Logistik dahinter, nur bla bla

cockpit
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Meine Tochter in Wien-

möglicher Kontakt, keine Symptome, Anruf bei 1450, am selben Tag Test, Information innerhalb 48 Stunden, negativ! Nix mit lasch oder wirkungslos!

Lilly1000
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Gratuliere

Dann wären sie glückliche Gewinner der Hotline Lottery, meine Freundin, ihre Familie und ich wissen bis heute nicht ob wir corona hatten.

beneathome
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Wieso AGES?

Der Beamtenhaufen ist unfähig eine verantwortungsvolle Funktionen zu übernehmen. Aber als Beamte hat man keine Konsequenzen zu befürchten, auch wenn man in den Medien Stuss verzapft. Leider sind die Herrschaften auch bei der Lebensmittelkontrolle Jahrzehnte hintern aktuellen Stand der Möglichkeiten. Manchmal richtig peinlich. Und trotzdem verläßt sich die Regierung auf diese rückschrittliche Beamtenpartie. Das ist bezeichnend.

herwag
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:-(((

wenn es die "beamtenpartie"nicht geben würde hättest du keinen führerschein, reisepass, sozialreferat in der bh staatsbürgerschaft etc.

VH7F
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Das Virus mutiert,

die Anpassung der noch nicht einmal am Markt befindlichen Impfung dauert dann auch und die hilft auch nur einem Teil. Darum wird die Herdenimmunität weitgehend kommen müssen. Das Gesundheitswesen sollte dabei halt nicht kollabieren und die Alten sind soweit möglich zu schützen, aber die machen sowieso was sie wollen.

checker43
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Das

Virus mutiert etwas, aber nicht in dem Ausmaß, dass die Impfung wirkungslos würde. Es ist im Vergleich zum Grippevirus da sehr stabil. Herdenimmunität kann man vergessen, weil die Antikörper bei vielen rasch verschwinden.

VH7F
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Warum sollen die Antikörper von einer Impfung länger bleiben,

als jene einer überstandene Infektion?

Plantago
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Und bis dahin

werden uns Regierung und Medien weiterhin mit 10 Monaten lang Geisterbahn unterhalten?!

checker43
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Sie

müssen halt lernen, mit dem Virus zu leben.

samro
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bestens

;)))))))))))))))

samro
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bin ich froh dass

der anschober unser gesundheitsminister ist und nicht allenberger.

Natur56
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@samro

Komplett vernagelt wie kann man einem Lehrer mehr Kompetenz zusprechen als Virologen und Universitäten. Und Allenberger steht nicht allein da mit seiner Expertise. Anschober orientiert sich an der Meinung eines Veterinärmediziners der noch vor einigen Monaten im Fernsehen Einwegmasken als 3 Wochen tragbar hinstellte. Und Haslauer bezeichnet im Fernsehen alle die anderer Meinung sind als Verschwörer .

retepgolf
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Samro

Selten so einen Schwachsinn gelesen....

Stemocell
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Klar,

warum auch einen Mediziner als Gesundheitsminister einsetzen, wenn man auch einen Volksschullehrer haben kann? Denken Sie eigentlich manchmal über das nach, was Sie von sich geben?

 
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