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Stubaier Gletscher Gletscherbahn testet Seilbahnkabinen-Desinfektion

Testphase des Desinfektionssystems für Eisgratbahn am Stubaier Gletscher angelaufen.

 Das technische Know-how dafür habe man grundsätzlich aus der Beschneiung.
Das technische Know-how dafür habe man grundsätzlich aus der Beschneiung. © APA/ZBC3/MARKUS GORFER
 

Das Unternehmen Demaclenko-Schneeerzeuger hat mit der Testphase des sich bereits in anderen Skigebieten im Einsatz befindlichen Desinfektionssystems für Seilbahnkabinen bei der Eisgratbahn am Stubaier Gletscher begonnen. "Dieses System ist das Sahnehäubchen für eine sichere Wintersaison", sagte Abg. Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Österreichischen Seilbahnen, am Freitag bei der Eisgratbahn-Talstation zur APA.

Tatsächliches Fundament für den reibungslosen und sicheren Winterbetrieb sei aber natürlich das dem Gesundheitsministerium vorgelegte Gesundheitskonzept, betonte Hörl. "Die Ein-Meter-Abstandsregeln und Mundnasenschutz stehen dabei im Zentrum", betonte er bei dem Medientermin. Wenn sich die Industrie jetzt zusätzlich zu diesem einbringe, etwa mit dem vorliegenden Desinfektionssystem, dann sei das natürlich "sehr begrüßenswert". Dieses könne jedenfalls dazu beitragen, dass sich "der Gast noch sicherer fühlt", meinte der oberste Seilbahner-Vertreter.

Blick auf weitere Maßnahmen

Einen zusätzlichen Einblick in die ansonsten getroffenen Corona-Schutzmaßnahmen im Winter gewährte Reinhard Klier, Vorstandsvorsitzender der Wintersport Tirol AG & CO Stubaier Bergbahnen KG. "Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig getestet und es gibt zudem auch noch ein ausgeklügeltes Gastro-Leitsystem", erklärte Klier. Das System zur Gondel-Desinfektion nannte er darüber hinaus "überaus vielsprechend". Die derzeitige Testphase ebenjenes System werde wohl zum Einsatz im Winter führen.

Wie dieses System derzeit und dann in der Wintersaison funktioniert erläuterte Andreas Lambacher, CEO der Demaclenko GmbH. "Mit dem Gerät wird Desinfektionsmittel über feine Düsen zerstäubt und mit einem Ventilator verteilt", führte Lambacher aus. Das technische Know-how dafür habe man grundsätzlich aus der Beschneiung. Das Gerät sei aber spezifisch für diese Anwendung entwickelt, weil man dafür einen sehr feinen Nebel benötige, so der CEO.

Die Vorteile der automatischen Kabinendesinfektion liegen laut Lambacher auf der Hand: Sie funktioniere, im Gegensatz zur händischen Desinfektion, gleichmäßig. Dank der Programmierung des Geräts, dessen Sprühzyklus durch einen Positionsschalter ausgelöst wird, müsse man in der Früh "einfach nur einschalten" und alles laufe wie programmiert. Auch die Kosten bewegten sich mit rund 10.000 Euro für das Gesamtpaket für das Skigebiet in einem überschaubaren Rahmen.

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