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TirolDeutsche Reisewarnung für Platter "schwerer Schlag"

Tirols LH Günther Platter (ÖVP) hat die Reisewarnung Deutschlands als einen "schweren Schlag" für den Wirtschaftsstandort Tirol bezeichnet. Dieser Schritt betreffe die Existenzen vieler Tiroler, zumal jeder dritte Euro im Bundesland im Tourismus verdient werde.

© APA (Archiv)
 

"Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken", so der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter. Auch im Mai hätte man nicht gedacht, dass man die Sommersaison meistern könne. Er richtete einen Appell an die Bevölkerung, sich an die Maßnahmen zu halten, um die Infektionszahlen zu senken.

Die Reisewarnung würde aber keine weiteren Maßnahmen zur Folge haben, versicherte Platter. Man müsse sich nun erst anschauen, wie sich die Vorverlegung der Sperrstunde auf 22.00 Uhr in Tirol und die Maßnahmen des Bundes auswirken. Erst dann könne man entscheiden, ob weitere Einschränkungen notwendig werden.

Heftige Kritik kommt von den Oppositionsparteien. Platter habe sich "ohnmächtig vor den türkisen Wien-Wahlkampf-Karren spannen und sich von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Verordnung einer Sperrstunde um 22.00 Uhr einsagen lassen", meinte etwa SPÖ-Chef Georg Dornauer. Diese Maßnahme habe Deutschland "hellhörig gemacht und die Einstufung als Risikogebiet richtiggehend provoziert". Wer dies tue, habe "ganz offensichtlich die Situation nicht mehr im Griff".

"Verantwortlich für die Folgen"

Derselben Meinung war die Tiroler FPÖ: "Die Reisewarnung Deutschlands für das Bundesland Tirol hat er herbeibeschworen, nun muss er auch die Verantwortung für die wirtschaftlichen Folgen übernehmen", sagte Landesparteiobmann Markus Abwerzger. Platter sei "politisch schwer angeschlagen und wohl auch amtsmüde". Die Sperrstunden-Vorverlegung sei "medizinisch nicht geboten" gewesen und habe die Reisewarnung angestoßen.

"Die Lokalschließung um 22.00 Uhr trifft viele Unternehmer hart und geht ganz klar am eigentlichen Ziel vorbei", kritisierte Markus Sint, Landtagsabgeordneter der Liste Fritz. Viele Menschen in Tirol würden sich fragen, ob es sinnvoll sei, alles dem Wintertourismus unterzuordnen. Zudem forderte die Liste Fritz ein Sicherheitskonzept für andere Bereiche im Wintertourismus. "Vor Reisewarnungen zu warnen und beim Apres-Ski die 'Kleine Nachtmusik' laufen zu lassen, ist zu wenig Herr Platter", meinte die Liste Fritz und erneuerte ihren Vorschlag, von einreisenden Gästen einen negativen Corona-Test zu verlangen.

Der Tiroler NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer zeigte sich indes "schockiert über die Reisewarnung". Er sah die Verantwortung beim Kanzler: "Die ÖVP unter Bundeskanzler Kurz haben mit diesen Reisewarnungen innerhalb der Europäischen Union angefangen und über Nacht Grenzen geschlossen. Wohin das führt, sieht man jetzt. Den Virus wird man so sicherlich nicht in Europa besiegen", so Oberhofer. Der "Irrsinn" mit den Reisewarnungen müsse "endlich gestoppt werden".

Die Tiroler ÖVP appellierte indes an die Opposition, "damit aufzuhören, Hygiene- und Schutzmaßnahmen lächerlich zu machen". Ins Visier nahm die Regierungspartei vor allem die FPÖ. "Spätestens jetzt nach der deutschen Reisewarnung muss der FPÖ klar sein, wie hoch der Preis für ihre verantwortungslose Corona-Politik ist", meinte Klubobmann Jakob Wolf. Es sei "geradezu grotesk, dass genau jene politischen Kräfte, die seit Wochen alle Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung ins Lächerliche ziehen und wortwörtlich von Corona-Wahnsinn reden, jetzt die Schuld an der deutschen Reisewarnung auf andere abwälzen wollen", sagte Wolf.

Kommentare (10)

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Irgendeiner
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Naja,früher gabs halt noch so die implizite Idee vom Gastrecht,das beide band,

noch zur Zeiten unserer Sommerfrische,der Gast war ein Individuum und mußte sich auch anpassen und der Gastgeber war für ihn verantworlich,sehr archaisch, nicht.Heute haben wir die Massentouristenhaltung,wie Nutzvieh und die Kasse muß stimmen,und wenn Gäste an der Gesundheit gefährdet sind tut man nichts wie in Ischgl und der Kanzerdarsteller parliert anstatt was zu unternehmen auch noch mit seinen Spendern,also denen denen am im- Tourismus-verdienen gelegen ist.Und wenn ich das Weichbild als Regierungschef anderswo schonmal gesehen hab,laß ich meine Landsleute dort auch nicht gerne hin,wenn die Sache wieder dräut.Ist aber kein alleiniges Problem der Tiroler.Und der schwarze Wolf hat auch recht, es befördert natürlich die Reiselust auch nicht.wenn die Eingeboreren in einer Pandemie nicht Aufstand gegen ein Virus sondern die Maßnahmen dagegen machen.Überdies,als Tiroler mit diesem kernigen Anspruch des Menschseins würd ich mich fragen,obs klug ist, mich so vom Verkehr der Fremden abhängig zu machen,aber als Kärntner hab ich andere Probleme.

Patriot
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Platter selbst ist eines der Hauptprobleme der Tiroler!

Aber: Die Tiroler wollten es so!

scionescio
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„Tirols LH Günther Platter (ÖVP) hat die Reisewarnung Deutschlands als einen "schweren Schlag" für den Wirtschaftsstandort Tirol bezeichnet. Dieser Schritt betreffe die Existenzen vieler Tiroler, zumal jeder dritte Euro im Bundesland im Tourismus verdient werde.“

Das war natürlich bei den Kroaten ganz anders ... unser kurzsichtiger Kanzlerdarsteller hat anscheinend gedacht, er kann sich aufführen wie die Axt im Walde und die anderen schauen nur zu und sagen Danke!
Nun kommt halt die Retourkutsche für das unsolidarische Verhalten des Studienabbrechers : angefangen von den frugalen Vier, über Reisewarnungen bis zu Moria ... die Leidtragenden sind aber leider die Österreicher!

helmutmayr
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Er hat es ja selbst gesagt:

Das Virus kommt aus dem Ausland und zwar mit dem Auto. Jetzt wo Ihm die Deutschen recht geben scheißen sich seine LHs an.

UHBP
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Es ist doch so einfach!

Testets einfach so wenig wie Salzburg, dann habt ihr kaum positive Tests und schon ist die Reisewarnung wieder weg.

MoritzderKater
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Herr Landeshauptmann,.......

........ ich sage nur *ISCHGL*

mehr müsste es gar nicht sein!
Was haben Sie und Ihr Gesundheitslandesrat Tilg im Winter 2020 ALLES richtig gemacht?

Damals konnte die Saison nicht lange genug dauern, bis auch der letzte Tourist infiziert wurde.
Erinnerungen der Gäste sind noch immer vorhanden.

tannenbaum
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Jetzt

merken die Schwarzen langsam, wie es den Kroaten ergangen ist, nachdem unseres Kanzlers im Alleingang ihr Land verteufelt hat, nur um die Österreicher im Land zu halten!

WASGIBTSNEUES
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Mir tun die Tiroler leid....

mit solch einem Landesvater, mit dieser Adlerrunde kein Wunder.
Aber Hauptsache Kurz schiesst sich auf Wien ein....
EIN GROSSES DANKE SCHÖN DAHER AN BKK, bald wird jeder Denjenigen kennen der Österreich mit Vollgas an die Wand gefahren hat,

crawler
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Du musst

dir anschauen wie die Kopierfunktion funktioniert. Dann brauchst du nicht bei jedem Artikel den ganzen Schmäfu wieder neu schreiben.

Lodengrün
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Er

war schön als Verteidigungsminister eine Größe. Die Draken sind quasi seine Kinder. Unvergessen seine Urlaubsheimflüge mit Heeresgerät.