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Cold CaseJuwelier-Überfall in Wien nach acht Jahren mittels DNA-Spur geklärt

Treffer in England - Mann in Deutschland festgenommen - Damaliger Komplize bereits wegen versuchten Juwelierraubs verurteilt.

Sujetbild © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Acht Jahre nach einem Überfall auf einen Juwelier in Wien haben DNA-Spuren zu den Tätern geführt. Ein 30-jähriger Rumäne wurde in Deutschland festgenommen und nach Österreich ausgeliefert. Er verriet seinen Komplizen. Dieser wurde bereits vor sechs Jahren wegen eines anderen Raubversuchs verurteilt und verbüßt derzeit seine Strafhaft in Rumänien, berichtete die Polizei am Sonntag.

Das Duo hatte am 30. Dezember 2011 als Frauen verkleidet einen Juwelier in Wien-Brigittenau brutal überfallen. Sie trugen Perücken und Frauenkleider. Sofort nach Betreten des Schmuckgeschäfts am Wallensteinplatz sprühten sie den damals 24-jährigen Angestellten Pfefferspray ins Gesicht und schlugen mit einem Maurerfäustel auf ihn ein. Das Opfer wehrte sich und konnte einem der Täter die Perücke und Kleidungsstücke entreißen. Das Duo griff unter anderem Ringe, Halsketten und Armbänder aus den Vitrinen und flüchtete, der Angestellte blieb verletzt zurück.

DNA-Spuren führten zum Täter

Bei der zurückgelassenen Verkleidung stellten Ermittler DNA-Spuren sicher. Ein Abgleich in der Datenbank ergab jedoch vorerst keinen Treffer. Der Fall wurde damals ruhend gelegt.

Exakt acht Jahre und 43 Tage nach dem Überfall kam schließlich eine Treffermeldung aus Großbritannien. Eine britische Polizeibehörde konnte das damals gesicherte DNA-Profil einem 30-jährigen Mann zuordnen. Das Landeskriminalamt Wien nahm die Ermittlungen gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt wieder auf.

So wurden mehrere Fotos des 30-Jährigen Tatverdächtigen gesichert. Diese wurden in die umstrittene digitale Gesichtserkennungssoftware des Innenministeriums eingespeist. Dabei werden vom Bundeskriminalamt Bilder mit einer Fotodatenbank des Innenministeriums abgeglichen, die Tatverdächtige enthält. Nach dem erfolgreichen Abgleich erwirkten die Ermittler einen europäischen Haftbefehl gegen den Mann.

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dieRealität2020
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Die Mühlen der Justiz mahlen langsam aber fallweise auch sicher

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die Forensik mit der DNA und den Fingerprints sind eine erfolgreiche Hilfe bei der Aufbringung von Täter. Wird für beide Täter eine ziemlich lange Haftzeit. Vor allem für den Komplizen in Rumämien, wenn keine gesetzliche Zusatzstrafe greift, gibts nur ein normales Urteil.
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Ich hoffe. dass es ein "dementsprechendes Urteil" unter Bezug auf die Generalprävention gibt. Trotz Geständnis muss man schreiben, es gilt die Unschuldsvermutung.

Alfa166
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Fürs langsame kann die Justiz aber rein gar nichts

Wenn der Täter in den letzten 8 Jahren nicht geschnappt wurde.

mejer
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Brutale Verbrecher.

Man kann vom Glück sprechen, dass diese Täter doch noch in die Hände der Justiz gekommen sind. Ein Vorteil wäre es auch, wenn die Täter ihre Haftstrafen, in Rumänien absitzen konnten. Erfreulich, dass es doch noch zur Festnahme dieser Verbrecher kam.

dieRealität2020
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das tut es auch,

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"Ein Vorteil wäre es auch, wenn die Täter ihre Haftstrafen, in Rumänien absitzen konnten."
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es gibt mittlerweilen seit Jahren europäische internationale und bilaterale Abkommen für die restliche Strafverbüßung im Heimatland. wird auch schon wenn die Voraussetzungen gegeben sind vollzogen.

tenke
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Kommissar Zufall,

der Freund und Helfer der Behörden.