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Kritik an Valerie HacklAustro-Control-Aufsichtsratschefin weist "sexistische" Gewerkschaftskritik zurück

Tausz: "Sexistische Aussagen" der Gewerkschaft Vida gegenüber der Austro-Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl sind "inakzeptabel".

Valerie Hackl bei ihrer Angelobung als Infrastrukturministerin
Valerie Hackl bei ihrer Angelobung als Infrastrukturministerin © APA/Herbert Neubauer
 

Die Aufsichtsratsvorsitzende der Austro Control, Karin Tausz, weist die Gewerkschaftskritik an den Sparplänen der Flugsicherungs-Geschäftsführerin Valerie Hackl zurück. Außerdem seien die "sexistische Aussagen" der Gewerkschaft vida gegenüber Hackl "inakzeptabel".

Laut der Austro-Control-Aufsichtsratschefin hat die Gewerkschaft kürzlich einen Text unter den Mitarbeitern der staatlichen Flugsicherung verbreitet, in dem folgender Satz stehen soll: "Von einer Frau in einer Führungsposition, einer ehemaligen Kurzzeitministerin und einer werdenden Mutter hätten wir mehr Sorgfalt im Umgang mit der Sprache erwartet." Die Aussagen der Gewerkschaft bezogen sich auf ein Zeitungsinterview mit Hackl: "Unser Problem ist, dass wir zu viele Altlasten und Altverträge haben", hatte die Austro-Control-Geschäftsführerin im Hinblick auf die dreistelligen Millionenverluste im Jahr 2020 und das geplante Sparpaket gesagt.

"Unlauter, grenzt an Mobbing"

"Die persönliche Lebenssituation einer Geschäftsführerin heranzuziehen ist unlauter. An die Mutterrolle zu appellieren ist nicht nur schlechter Kommunikationsstil, sondern grenzt an Mobbing", kritisierte die Austro-Control-Aufsichtsratsvorsitzende am Freitag in einer Aussendung.

Tausz forderte von der Gewerkschaft sich von "diesem Stil zu distanzieren und "konstruktiv" am geplanten Austro-Control-Sparpaket mitzuwirken. Aufgrund der Coronakrise wird sich heuer der Umsatz der Flugsicherung auf 150 Mio. Euro halbieren und ein Verlust von mindestens 100 Mio. Euro entstehen. Um die Umsatzeinbrüche der Austro Control bis 2022 zu kompensieren, sieht Geschäftsführerin Hackl einen Einsparungsbedarf von insgesamt 260 Mio. Euro.

Kommentare (45)

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Frohsinnig
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Parteifreunde

Barbara Teiber vom ÖGB, Renate Anderl von der AK - sonst sehr aktiv wenn Nicht-Parteifreunde derart frauenfeindliches von sich geben, hier hört man keinen Ton. Offenbar geht Parteizugehörigkeit vor Objektivität und Einstehen für Interessen von Frauen

Herzilein1103
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Unfähige Aufsichtsrats Vorsitzende

Es ist nicht Aufgabe einer Aufsichtsratsvorsitzenden links grüne Feminismus Diskussionen anzuzetteln. Damit punktet Frau Tausz vielleicht in der Grünen Neigungsgruppe „ wir dürfen Aufsichtsrat spielen“, schadet aber dem Unternehmen. Ihre Aufgabe sollte sei - Aufsicht und Rat . Wenn die Regierung der deutschen Lufthansa für die kaputte AUA hunderte Millionen schenkt, wo mit Ausnahme von der Regierung und der Haus und Hof Journalisten jedes Kind weiß, dass sie nicht zu retten ist, wird sie wohl fur die österreichische Flugsicherung für eine Zwischenfinanzierung auch Geld übrig haben. Das sicherzustellen wäre Aufgabe vom Aufsichtsrat.

Mein Graz
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@Herzilein1103

Herzig, deine Wortmeldung.

Womit hat sie mit ihrer Forderung dem Unternehmen geschadet?
Muss man es hinnehmen, wenn man auf das Attribut "Frau" reduziert wird und nicht die Leistung zählt?

Und zur Arbeit des Aufsichtsrats darf ich dir nur den 1. Punkt einer Liste mit 15 Punkten anführen:
"Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats
1. Wozu ist der Aufsichtsrat einer GmbH verpflichtet?
Er ist dazu verpflichtet die Geschäftsführung zu überwachen und mindestens viermal im Jahr eine Aufsichtsratssitzung abzuhalten." Quelle: kommunalnet

halelale
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Es ist auch

nicht ihre Aufgabe sich über Dinge den Kopf zu zerbrechen von denen sie keinen Schimmer haben. Also gehens untertauchen.

Herzilein1103
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Unbedarft

In einer aktuellen Fassung sieht der Corporate Governance Kodex in der neuen C Regel 52a vor, dass sich jedes neue Mitglied des Aufsichtsrat angemessen über den Aufbau und Aktivitäten des Unternehmens zu informieren hat. Sollte auch für mit der fachlichen und rechtlichen Materie unbedarfte Grüne gelten.

Mein Graz
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@Herzilein1103

Aha.
Und was ist dann mit: "Ihre Aufgabe sollte sei - Aufsicht und Rat ."?

Du widersprichst dir selbst.

dude
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Bei den "Altlasten" handelt es sich um Menschen!

Und Menschen als "Altlasten" zu bezeichnen ist wirklich kein "sorgsamer Umgang mit der Sprache"! Ich gehe davon aus, dass es der Gewerkschaft genau darum ging. Den zynischen Seitenhieb "ehem. Kurzzeitministerin" hätte sich die Gewerkschaft allerdings sparen können! Aber "werdende Mutter" und "Frau in Führungsposition" als sexistisch und frauenfeindlich hinzustellen ist mE Themenverfehlung!

Seit Jahrzehnten schon besteht die mehr als berechtigte Forderung von mehr Frauen in Führungspositionen von Politik und Wirtschaft, um mehr Sensibilität und Empathie in die Gesellschaft zu bringen. Und gerade diese beiden Eigenschaften haben in der Aussage von Fr. Hackl definitiv gefehlt! Genau dies hat die Gewerkschaft reklamiert. Nicht mehr und nicht weniger!

Der Sentinel
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Genauso ist es!

Die genannten Sätze haben genauso so wenig mit Sexismus zu tun, wie Frau Hackl sich mit Flugsicherung auskennt. Dass hier jetzt die Sexismus-Keule ausgepackt wird, schadet der Sache einfach nur!

Mein Graz
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@dude

Einerseits wird darum gerungen, dass mehr Frauen in Führungspositionen tätig sind.
Andererseits sehen dann genau diejenigen, die das fordern, dann bei Frauen in Führungspositionen nicht die Person sondern "nur" mehr dei Frau, und plötzlich wird das Geschlecht wichtig.

Bei welchem Mann wäre die Aussage "werdender Vater" gekommen ? Bei KEINEM!

Und genau deshalb ist es sexistisch.

Mein Graz
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"Unser Problem ist, dass wir zu viele Altlasten und Altverträge haben"

Um diesen Satz geht es.
Mal überlegen: hätte genau diesen Satz ein Mann gesagt, wie hätte die Gewerkschaft den Satz formuliert?
"Von einem Mann in einer Führungsposition, einem ehemaligen Kurzzeitminister und einem werdenden Vater hätten wir mehr Sorgfalt im Umgang mit der Sprache erwartet."

Nein. So ein Statement wäre niemals gefallen.

Deshalb: ja, es ist sexistisch. Denn die Gewerkschaft nimmt sie nicht als Aufsichtsratsvorsitzende(n) sondern ausschließlich als Frau wahr.

Der Sentinel
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Da haben Sie in Ihrer Echaufferiung was verwechselt!

Denn die Gewerkschaft meinte nicht die Aufsichtsratvorsitzende, sondern die Geschäftsführerin. Erstere meint nun mit der Sexismuskeule schwingend, zweitere verteidigen zu müssen. Nur erweist sie ihr dabei eher einen Bärendienst.

Shiba1
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Ach mein Graz

Und jetzt erklärenden Sie mir noch ganz genau, welche Qualifikationen die Frau Dr. Hackl für einen Chefposten in der AUSTROCONTROL qualifizieren. Ihre rhythmische Gymnastik vielleicht oder was sonst..

Mein Graz
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@Shiba1

Jetzt samma plötzlich bei der Qualifikation?
Keine Seite hat diese ins Spiel gebracht, wohl wissend, dass es bei solchen Posten fast nie um Qualifikation geht.

Allerdings scheinen dir tatsächlich Argumente zu fehlen, wenn du etwas anschneidest, wovon in der ganzen Sache nie die Rede war.

Und wenn ma schon dabei sind: welche Qualifikation haben denn unsere führenden Politiker?

Shiba1
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Leider spielt in dem Fall die Qualifikation

eine entscheidende Rolle!
Deshalb plaudert die Frau Dr. Hackl von Altlasten etc. Es hat ja einen Grund, weshalb die Leute so und nicht anders eingestuft sind. Vielleicht können Sie sich auch noch vorstellen, dass die Angestellten sich das nicht selber so gegönnt haben. Wie oft habe ich diese Argumentation gehört und dummerweise war es in allen Fällen so, dass diejenigen, die sich dieser Wortwahl bedient haben, von der Materie keinen Tau hatten. Wer von "seinem" Personal als Altlast spricht, darf sich nicht wundern, wenn er entsprechend angegangen wird. Übrigens kommen die Wehleidigkeiten ja nicht von Dr. Hackl selber, sondern von einer Aufsichtsrätin, die selber auf diskussionswürdige Weise zu ihrem Geschäft gekommen ist. Diese Personalpolitik hat in der Austrocontrol und in nahezu allen staatsnahen Einrichtungen eine bejammernswerte Tradition, weil sie von der Politik als Versorgungseinrichtung für diverse anderweitig nicht verwendbare Leute missbraucht werden. So schauts leider aus.

Der Sentinel
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Leider wahr!

Frau Hackl hat - wie viele ihrer Vorgänger - von der Materie keinerlei Ahnung, weil sie eine politische Besetzung ist! Das ist aber halt auch keine Entschuldigung, von Angestellten als Altlasten zu sprechen!

Shiba1
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In einer Firma wie der Austrocontrol

sollten Fachleute sitzen und keine Parteigünstlinge, wurscht von welcher Partei.

gberghofer
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Ich muss einem Kommentar recht geben.

Fällt einem nichts mehr ein, kommt eine Frauenfeindlich auf den Tisch. Damit kann man jedes Argument abwürgen. Das ist Wortklauberei. Das Wort Mutter zu verwenden soll frauenfeindlich sein.?

halelale
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Sie sind der Beweis,

daß Sexismus in unsere Gesellschaft noch ganz tief verankert ist.

Der Sentinel
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Das mag vielleicht sein...

... nur hat dieser Fall mit Sexismus genau nix zu tun! Und es hilft dem Kampf gegen Sexismus genauso wenig, wenn jedes Mal die Sexismus-Keule ausgepackt wird!

erstdenkendannsprechen
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eigentlich ganz und gar nicht.

sie wurde nämlich als frau und mutter kritisiert. und zwar ausdrücklich und genau mit dieser wortwahl.

Lasone
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Mann vs. Frau

"Unser Problem ist, dass wir zu viele Altlasten und Altverträge haben" ... darf natürlich nur ein Geschäftsführer sagen.

Die Antwort "Von einer Frau in einer Führungsposition, einer ehemaligen Kurzzeitministerin und einer werdenden Mutter hätten wir mehr Sorgfalt im Umgang mit der Sprache erwartet." ist in Wirklichkeit eine Frechheit.

Der Sentinel
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Falsch!

Die erste Aussage ist eine Frechheit. Und zwar egal ob von einer Frau oder einem Mann!!!

beneathome
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Arme Frauen!

Wenns ungemütlich wird verstecken sie sich doch sofort in diese Schutzklischees. Einfach aber doch oft feige. Wobei sie bei ihrer Sacharbeit an sich ok wäre.

erstdenkendannsprechen
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haben sie das gelesen?

sie wurde ausdrücklich als frau und mutter kritisiert.
eine FRAU und werdende MUTTER darf so etwas nicht sagen.

SIE hat dieses Klischee nicht bemüht. man hätte sie einfach sachlich wie jeden anderen kritisieren können, aber sie wurde als privatperson kritisiert.

Ifrogmi
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Ist wie schreien.

Wenn sonst kein Argument mehr da ist.
Besser ist es mit den "Damen" nicht geworden. Von wegen einfühlsamer und menschlicher. Eher das Gegenteil ist eingetreten.

PiJo
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Besser ist es mit den "Damen"

Österreichisch " Es bleibt alles besser"

 
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