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Corona-StillstandAutofahrer ersparten sich eine Milliarde Euro

Autofahrer fuhren und tankten dementsprechend weniger. Laut VCÖ verursachte der Verkehr um rund 2,5 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

© (c) APA/ERWIN SCHERIAU
 

Die Coronakrise hat auch bei den Autofahrern starke Auswirkungen. So sind im ersten Halbjahr im Vergleich zur selben Zeit des Vorjahres deutlich weniger Diesel und Benzin in die Tanks ihrer Fahrzeuge geflossen, da deutlich weniger gefahren wurde. Zudem lagen die Spritpreise um etwa ein Zehntel tiefer als vor einem Jahr. So sparten sich die Autofahrer mehr als eine Milliarde Euro, so der VCÖ.

Der Erdölverbrauch des Verkehrs sei aber nach wie vor hoch, kritisiert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Er fordert verstärkte Maßnahmen, um die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Immerhin wurden immer noch rund 4,1 Milliarden Liter verbrannt; 5,1 Milliarden waren es im Vergleichszeitraum gewesen. So habe der Verkehr um rund 2,5 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase verursacht als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

"Der deutliche Rückgang beim Spritverbrauch hat im ersten Halbjahr sowohl die Umwelt, als auch die Geldbörse von Autofahrerinnen und Autofahrern geschont", fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger die aktuelle Analyse zusammen. Es brauche aber unbedingt Lenkungsmaßnahmen, die den Verkehr nachhaltig auf Klimakurs bringen.

"Zum einen sind die klimaverträglichen Mobilitätsangebote zu forcieren, wie ein dichteres Öffi-Netz mit häufigeren Verbindungen und der Ausbau der Rad-Infrastruktur", fordert Schwendinger. Dazu brauche es "stärkere Anreize für ein klimaverträgliches Mobilitätsverhalten, etwa durch die Umsetzung von Mobilitätsmanagement durch Betriebe und durch steuerliche Maßnahmen, die klimaverträgliches Verhalten belohnen und den CO2-Ausstoß höher bepreisen".

Fast 250 Millionen Liter Benzin gespart

Die Autofahrer haben sich jedenfalls heuer viel Geld gespart. So tankten die Autofahrer um fast 250 Millionen Liter weniger Benzin über heimische Zapfsäulen in die Tanks der Pkw. Ausgegeben wurden dafür im ersten Halbjahr rund 880 Millionen Euro - um gut 400 Millionen Euro weniger als im ersten Halbjahr 2019. Dazu war Sprit im Vergleichszeitraum günstiger.

Auch bei Diesel nahm der Verbrauch deutlich ab. Während im ersten Halbjahr 2019 noch 4,1 Milliarden Liter Diesel in Österreich getankt wurden - also so viel wie heuer bei Diesel und Benzin zusammen - waren es im heurigen Halbjahr nur rund 3,3 Milliarden Liter. Davon wurden aber mehr als 40 Prozent von Lkw getankt.

Der VCÖ rechnet darob, dass rund 450 Millionen Liter Diesel weniger in die Tanks der Diesel-Pkw flossen als vor einem Jahr. Zudem war für einen Liter Diesel heuer im Schnitt um 13 Cent weniger zu bezahlen als von Jänner bis inklusive Juni 2019. Der deutlich geringere Verbrauch sowie der niedrigere Preis führte zu einer Gesamtersparnis von mehr als 700 Mio. Euro.

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Mezgolits
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Der Erdölverbrauch des Verkehrs sei aber nach wie vor hoch,

kritisiert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Er fordert verstärkte Maß-
nahmen, um die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu reduzieren. - Vielen
Dank und ich empfehle dem VCÖ zu verstehen, dass eine Mineralölsteuer
von 50 % auf alle Flug- + Schiff-Treibstoffe - die Erdölabhängigkeit des
Verkehrs - wesentlich reduzieren würde. Erfinder Stefan Mezgolits

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Flugtreibstoff (Kerosin) und Schiffstreibstoffe (meist Schweröl) müssen gleich wie jeder andere fossile Treibstoff besteuert werden, .............

da würden sich dann Dumpingpreise für Reisen in Luft auflösen und so mancher zum nachdenken gebracht werden was unbedingt sein oder nicht sein sollte !!

scionescio
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@Geerdeter Steirer: dann dürfte es aber auch keine Förderungen für E-Autos geben ...

... und an der Ladesäule müssten die echten Kosten verrechnet werden - derzeit finanzieren alle Strombezieher eine Handvoll BEV Fahrer.
Zusätzlich müsste auf den Strom noch eine der Mineralölsteuer vergleichbare Steuer kommen, weil die BEV Fahrer ja auch die Straßen benutzen und daher ihren Teil zur Erhaltung und Ausbau beitragen sollten ... aber dann wäre BEV Fahren so teuer, dass sich diesen Luxus noch weniger leisten könnten (obwohl das nur eine Frage der Zeit ist, bis auch die BEV Fahrer zur Kassa gebeten werden)

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Wie du sicher schon weißt bin ich stets für volle Transparenz auch was deine angesprochenen Kosten bei Ladestationen angeht,.....

da herrscht noch viel "Husch-Pfusch" und nicht die korrekte und durchschaubare Lösung bei den Abrechnungen.

Ob sich wer für die eine oder andere Art der Fortbewegung entscheidet muss jeder selbst durchrechnen, evaluieren und entscheiden, es gibt wie immer und überall die obligaten Vor- und Nachteile, es liegt an jedem selbst zu ergründen was und wie es das effizienteste und für ihn selbst das richtigste und wirtschaftlich optimalste ist und wie und wo das ausreizen der Effizienz am idealsten ist, Schadstoffe erzeugen wir im Endeffekt durch die Mobilität alle !!

scionescio
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@GeerdeterSteirer: bis auf eine Kleinigkeit nichts daran auszusetzen - sehe ich auch so!

Zur Kleinigkeit: ich habe noch ein Trauma von meinem Deutschprofessor, der großen Wert auf die richtige Verwendung des Superlativ gelegt hat - "optimal" ist schon der Superlativ und "optimaler" und "optimalst" gibt es daher nicht (ähnlich wie bei "minimal")
Nichts für ungut - und Klugscheiss-Modus wieder OFF ;-)

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Siehst @scionescio......

so sind eben einige von uns Menschen, keiner ohne Fehl und Tadel, stets danach trachtend das optimale erreichen wollend....... ;-)
Schönen Tag noch...... ✌️