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Falsche Agrar-Schwerpunkte? Heißhunger nach Fleisch und Lust auf Erdbeeren im März

Greenpeace kritisiert, dass Österreich zu wenig Obst und Gemüse für den eigenen Bedarf produziere. Agrarkammer differenziert und betont Rolle der Steiermark.

Sujetbild
Sujetbild © (c) dpa/dpaweb (Jens Büttner)
 

Ein Agrarland auf einer schiefen Ebene? In Österreich werde weniger Obst und Gemüse angebaut, als insgesamt benötigt wird. Zugleich werde mehr Fleisch produziert, als die Österreicher und Österreicherinnen konsumieren, so Greenpeace im Report "Der Mythos Eigenversorgung". Österreichs Bauern produzieren laut Berechnung der Umweltschützer 58 Prozent des im Land konsumierten Gemüses und 46 Prozent vom benötigten Obst. Ohne Obstsorten, die in Österreich nicht wachsen (etwa Bananen), liege die Eigenversorgung mit Obst bei 71 Prozent.

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melahide
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Jetzt

sagt er „man habe sich spezialisiert“. Ist das die positive Blendung der Monokulturen? Ja, der Handel überschwemmt den Markt mit billigen Importen zu jeder Zeit. Dem Konsumenten ist das egal. Der will schnell seine Sachen erledigen. Er kauft ja auch importierte Aufback-Teiglinge weil es „zu aufwändig“ ist wegen Brot zum Bäcker zu fahren. Obwohl es genug Leute gibt die 10 km zum nächsten Supermarkt fahren, weil dort die Milch 10cent billiger ist als beim Nächsten!

Wer das alles nicht mitmachen will kauft beim Direktvermarkter ein. Dann würde es vermutlich auch wieder mehr Bauern geben, was ja doch auch ein schöner Beruf ist

Plantago
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Die Lösung wird dann wohl sein,

die Supermärkte zuzusperren und die früheren Greißler wieder ihre Geschäfte aufmachen zu lassen. Dann wird gekauft, "was es gibt".

Innofinanz
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Warum nicht einmal Recht geben ?

Ich finde der Bericht zeigt einfach Verbesserungspotential auf - Eine mögliche Selbstversorgung muss das Ziel eines jeden Landes sein - siehe Corona Krise ! Warum sich immer angegriffen fühlen und Verteidigen und nicht einfach einmal verbesserungspotionen eruieren ?

Goofy17
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Danke

Gute Antwort auf diese schwachsinnige Greenpeace Presseaussendung. Wir sollten auch nicht vergessen dass die meisten Rindviecher bei uns auf der Alm heranwachsen. Ohne diese gäbe es keine Almen.

melahide
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Also

"schwachsinnig" finde ich das nicht. Rinder und deren Haltung sind einer der Hauptverursacher des Klimawandels. Warum? Rinder produzieren Metan und Co2, logisch. Rinder werden - damit sie ja schön brav rasch wachsen. Wir wollen ja Gewinn machen und der Kunde will billiges Fleisch: mit Soja gefüttert. Woher kommt Soja? Aus Argentinien, Brasilien... wo riiiiieeeesige Flächen Regenwald abgeholzt werden und das Soja über die halbe Welt verschifft wird. Rinder können sowieso nur 1/3 der Energie von Soja aufnehmen. Der Rest wird zu Gülle. Was machen wir mit der Gülle? Verteilen wir auf den Feldern als "Dünger". Da sind aber lauter Nitrate drin. Was wird damit? Sickert ins Grundwasser, verseucht das Wasser. Es gibt Anbaugebiete in Österreich wo man das Trinkwasser nicht mehr trinken kann. Und von den Haltungsbedingungen ... auf Weiden sind ja nur noch Bio-Kühe.

Fleischkonsum sollte ein bisschen eingeschränkt werden. Und der Konsument sollte sagen: "Wenn dann, nur Bio" ...

Goofy17
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Probieren

Sie mal einer Kuh Soja zu füttern

melahide
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Ja

Hirnrissig, oder nicht?

margret229
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Ökologischer Fußabdruck

Wenn wir nicht rasch anfangen, die Umweltverschmutzung durch Lebensmitteltransporte in den Preis einzurechnen, werden wir ohnehin bald weniger Lebensmittel brauchen. Wer wird denn Kinder in eine Welt setzen, die ständig unwirtlicher wird, wer wird in Zukunft auf einer Erde noch alt werden, die uns krank macht?

Man stelle sich vor, was ein LKW auf dem Weg von Spanien nach Wien an Abgasen rausbläst, den Reifenabrieb, usw.. Sollten diese Schädigungen am Lebensraum der vielen Menschen entlang der Straßen nicht endlich in den Warenpreis eingerechnet werden?

Und da wären noch die vielen Afrikaner, die in Spanien für einen Hungerlohn auf den mit Pestiziden belasteten Gemüsefeldern arbeiten. Auch nicht gerade fair gegenüber ihnen und gegenüber unseren Gemüsebauern.

ego57
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Unlängst im Supermarkt

habe ich eine Mutter mit einem etwa 5-jährigen Kind gesehen, in der Obstabteilung: Mutter:" Na was haben wir denn da? Birnen: aus Südafrika, Chile oder Niederlande. Dann nehmen wir doch lieber die aus Südafrika!"
Entschuldigung, ich frage mich ernsthaft, muss ich um diese Jahreszeit Birnen kaufen? Wir haben momentan in Österreich herrliche, hier gewachsene und gereifte Erdbeeren, Kirschen und auch schon Marillen! Was soll das Kind bitte lernen? Dass es jederzeit alles gibt? Oder dass das, was von so weit herkommt ein Geschmacks- und Vitamindefizit hat, weil es unreif geerntet und viel zu lange unterwegs ist? In meiner Kindheit war die Freude noch groß, wenn die ersten heimischen Früchte reif waren, - wir haben gern darauf gewartet und bis dahin die Äpfel vom Vorjahr gegessen!

lieschenmueller
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Kirschen

Bei dem Preis müssten die eigentlich vergoldet sein! Im Angebot um 7,99 - ansonsten zweistelliger Eurobetrag.

bernham
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Kaiser Josef Platz

Preis für ein Kilo Kirschen: €10!
Wir kauften auch vor Corona regional, tun es auch jetzt, aber gerade am KJP glauben manche, dass sie uns Grazer vera... können, deshalb auch dort nur mehr sehr gezielter Einkauf und sonst... ab in die Umgebung, allerdings mit dem Auto!

lieschenmueller
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10 Euro

Jaja, im "normalen" Supermarkt, also nicht beim Diskonter, spielt es sich auch in dieser Preisklasse ab.

Ich habe keine Ahnung, warum eine im Grunde ganz normale Obstsorte über die Jahre zum Luxusprodukt wurde.

Leid tut es mir um unseren Kirschbaum. 15 Meter hoch, die oberen Früchte erfreuten die Vögel, bei den unteren standen wir auf der Leiter, also ehrlichgesagt mein Mann, und erfreuten uns dieses herrlichen Obstes . Aber mit zunehmender Morschheit - also des Baumes :-) mussten wir uns schweren Herzens vom ihm verabschieden.

melahide
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Das

Können sie nur ändern indem sie Supermärkte meiden!

lisigerti
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Da gibt es doch eine oststeirische Firma

die Tomate u. Paprika im Glashaus anbaut. Der Bau wurde beeinsprucht u. boykottiert von den Grünen (Greenpeace...). Und jetzt groß blubbern, dass zuwenig Made in Austria angebaut wird?

SANDOKAN13
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Genau so ist es

Mein Biobauer bekam auch einen Prügel vor den anderen vor die Füsse.

hbratschi
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@lisigerti

und genau das ist das problem der grünen: sie sind mal grundsätzlich gegen alles. sie wollen gemüse aus österreich, sind aber gegen die von dir angesprochenen glashäuser, sie wollen weg weg von fossilen brennstoffen, demonstrieren aber gegen wind- und wasserkraft, sie wollen zwar strom aber erzeugt werden darf er nicht, sie propagieren e-mobilität, weil der dazu benötigte "treibstoff" eh aus der steckdose kommt. und wenn man ihr derzeitiges verhalten als regierungspartei betrachtet, dann fragt man sich sowieso, was vom grünen gedanken noch übrig geblieben ist...

bernham
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melahide
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So

viel Blödsinn hab ich selten gelesen. Natürlich sind Glashäuser ok. Aber alle Glashäuser werden mit Kokosmatten betrieben. Was bringt das? Wenn ich Gemüse auf Kokosmatten anbaue das aus Sri Lanka kommt, dann kann ich ja gleich das Gemüse aus Sri Lanka importieren!

Wasserkraft zerstört Ökosysteme. Man ist halt für KLEINkraftwerke. Solar, kleine Windanlagen, kleine Wasserkraftwerke!

bernham
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Frutura

Kokosmatten? nöö

ichbindermeinung
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Solargewächshäuser in Ö bauen - made in Austria in den Verkaufs-focus

es sollten großflächig in allen Bundesländern solarbetriebene Gewächshäuser fürs Gemüse / Obst / Blumen gebaut werden, damit das Land so weit wie möglich unabhängig wird und nichts mehr aus dem EU-Ausland oder aus Drittländer importiert werden muß. Nachhaltige klimafreundliche Arbeitsplätze im Land in der Landwirtschaft könnten entstehen. Generell die Eigenerzeugnisse in den Supermärkten noch mehr in den Fokus rücken -z.B. noch größer made in Austria draufschreiben....

Cirdan
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Solange der Handel

Salat aus Spanien, Tomaten aus Marokko und Äpfel aus Südafrika billiger einkaufen kann, erübrigt sich jede Diskussion.

bernham
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nehm ich nicht

verzichte ich, allerdings erlaube ich mir, Fleisch zu essen, gibt eh zu viel.

melahide
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JA

deshalb braucht es auch CO2-Steuern. Achso. Basti will keine "neuen" Steuern. CO2-Zölle in Einklang mit den Handelsbedingungen der WHO natürlich. Is aber das gleiche. Die meisten Obst und Gemüsesorten aus dem Supermarkt kommen wie erwähnt aus Italien, Spanien usw. Jo. Liegt halt auch daran, dass in Österreich nicht alles zu jeder Jahreszeit wächst. Der Konsument von heute will ja alles immer haben. Die österreichischen Gemüse und Obst-Sorten im Supermarkt kommen aber auch nicht immer vom "Bauern ums Eck". ca. 50 % des Gemüses im Supermarkt wird von der LGV hergestellt. Auf Kokosmatten. Jetzt haben wir Kokos nicht direkt vor der Haustüre. Wird aus Sri Lanka und was weiß ich woher importiert. Bringt sich also auch nix. Weil wenn die Tomaten nur nach Wasser und nach sonst gar nichts schmecken. Vergiss es. Wenn man vom Direktvermarkter kauft, passt das schon. Meistens bekommt man dann auch einen Überblick was wann wächst. Vor allem wenn man auf einem kleinen Bauernmarkt einkauft. Tomaten gibt es nicht. Jetzt ist halt keine Tomaten Zeit. In März bekommt man schon Salat, bald darauf Radieschen, dann kommen e schon die Erdbeeren, Kohl usw. im Herbst ist dann Kürbis und Trauben-Zeit. Und Kartoffeln, Pastinaken, Sellerie usw. kann man von Herbst bis in den März gut lagern, bis wieder alles beginnt. Der Handel macht das, was gewünscht wird. Wer es anders will ist schlauer und kauft beim Bauer!

derhannes
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Keinesfalls

Diese Diskussion erübrigt sich keinesfalls, denn Salat aus Spanien, Tomaten aus Marokko und Äpfel aus Südafrika schmecken nicht und haben längst nicht so einen Nährgehalt wie frisch geerntetes Obst und Gemüse.

Mein Graz
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@derhannes

Du hast völlig recht, trotzdem muss ich auch @Cirdan recht geben.
Denn viele Konsumenten kaufen einfach lieber "billig" als "geschmackvoll und nährstoffreich".
Und so regelt die Nachfrage das Angebot.

Cirdan
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@derhannes @Mein Graz

Und genau da beisst sich die Katze in den Schwanz: Der Konsument möchte heimische Bio-Qualität zum Preis der Billigstprodukte aus eben genannten Ländern. Preis und Optik sieht der Konsument vor Ort im Supermarkt und unser Hirn ist nunmal so programmiert wie es eben programmiert ist.
Zuhause wird dann über geschmackloses Essen kurz gemeckert, irgendwelche "Gewürzmischungen" lösen das Problem kurzzeitig und die Geschichte geht von vorne los...

 
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