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Fahrzeuge eingeschlossenÜberflutungen und Muren in Niederösterreich

Überflutete Straßen und Gräben, Vermurungen - und fünf kurzfristig zwischen den Muren eingeschlossene Fahrzeuglenker: In Niederösterreich waren die Einsatzkräfte ob der Starkregens im Dauereinsatz.

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Durch extreme Witterung mit anhaltendem Starkregen ist es am Sonntagabend zu zahlreichen Murenabgängen und Überflutungen in Niederösterreich gekommen. Auf der B33 ereigneten sich acht Murenabgänge. Auf der Westautobahn (A1) wurden im Gemeindegebiet von Schollach, Bezirk Melk, alle Fahrstreifen überflutet, teilte die niederösterreichische Polizei Montagfrüh mit.

Die Fahrbahn auf der B33 wurde zwischen den Ortsgebieten Schönbühel und Aggsbach/Dorf teilweise bis zu ein Meter Höhe verschüttet und unpassierbar. Fünf Fahrzeuglenker waren kurzfristig zwischen den Muren eingeschlossen. Die Aufräumungsarbeiten werden voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Auch im Bezirk Waidhofen an der Thaya führte der enorme Niederschlag zu schweren Überflutungen, wie das Bezirksfeuerwehrkommando Waidhofen mitteilte. Im Stadtgebiet von Waidhofen an der Thaya mussten mehrere Kanaldeckel gesichert werden, nachdem die Wassermassen die Deckel herausdrückten. In der Gemeinde Karlstein an der Thaya standen Keller und Garagen unter Wasser. Schlamm und Geröll wurden auf die Verkehrswege gespült und ganze Straßen standen komplett unter Wasser.

Starkregen verwüstete Teile von Niederösterreich: Vermurungen und Überschwemnungen

Lang anhaltender Starkregen und teils heftige Windböen haben in Niederösterreich den Einsatz von rund 900 Feuerwehrmitgliedern gefordert.

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Am stärksten betroffen waren nach Angaben von Franz Resperger vom Landeskommando die Bezirke Waidhofen a. d. Thaya, Amstetten, Melk und St. Pölten.

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Auf der Westautobahn (A1) wurden im Gemeindegebiet von Schollach, Bezirk Melk, alle Fahrstreifen überflutet, teilte die niederösterreichische Polizei mit.

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Einige Autofahrer wurden auf Zeit in ihren Pkws eingeschlossen - bis die Einsatzkräften zu ihnen vordrangen.

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Begleitet wurden die Wassermassen immer wieder von regelrechten Schlammbergen, viele Felder sind regelrecht abgeschwemmt worden.

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Feuerwehrmitglieder hätten Hunderte Sandsäcke aufgelegt, um weitere Überschwemmungen zu verhindern.

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Die Aufräumungsarbeiten werden voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen.

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Die Unwetter haben zudem in Niederösterreichs Landwirtschaft nach Rechnung der Hagelversicherung einen Schaden von zwei Millionen Euro angerichtet.

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Ackerkulturen wie Getreide, Mais und Kartoffeln, das Grünland sowie Erdbeeren wurden laut einer Aussendung vom Sonntag stellenweise zerstört.

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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Pkw-Lenker eingeschlossen

Die Landesstraße 59 wurde im Bereich des sogenannten "Holzgrabens" überflutet. Auch hier war ein Pkw-Lenker in seinem Fahrzeug eingeschlossen, und wurde von der Feuerwehr befreit. Die B5 stand im Bereich Alt-Waidhofen unter Wasser, ebenso kurzfristig die Landesstraße 60 bei Matzles. In Rafingsberg (Gemeinde Windigsteig) errichteten die Einsatzkräfte einen Hochwasserschutz aus Sandsäcken. Die Landesstraße 8117 zwischen Loibes und Karlstein auf Höhe der Motocross Strecke musste vorübergehend gesperrt werden.

In Kautzen kam es nach nur 24 Stunden erneut zu Unwetterschäden. Gewaltige Wasser- und Schlammmassen vermurten die Landesstraße 8172. Gegen Mitternacht beruhigte sich die Lage im Bezirk Waidhofen an der Thaya wieder. In Summe waren in dem Bezirk am Sonntag 380 Mitglieder von 32 Feuerwehren eingesetzt.

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