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CoronavirusErstmals weniger als 500 aktiv Erkrankte in Österreich

497 Personen sind in Österreich aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

Mountainbiken in Wagrain-Kleinarl
Mountainbiken in Wagrain-Kleinarl © (c) Wagrain-Kleinarl Tourismus (Coen Weesjes)
 

In Österreich hat es am Samstag mit 497 erstmals seit dem Rückgang der Fälle weniger als 500 aktiv an Covid-19 erkrankte Personen gegeben. "Auch die Hospitalisierungen gehen zurück - nur mehr 98 an Corona Erkrankte befinden sich in Spitalsbehandlung, davon nur mehr 23 in intensivmedizinischer Behandlung", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Der Gesundheitsminister betonte, dass es eine gute Chance gibt, eine zweite Welle zu vermeiden. Dafür müssten aber drei Voraussetzungen erfüllt werden. "Erstens konsequent Abstand halten, Hygienemaßnahmen und die speziellen Vorgaben umsetzen, zweitens sofort eingreifen, sobald es spürbare Erhöhungen gibt und drittens ein rasches und umfassendes Containment mit Testungen und Kontaktpersonenmanagement in hohem Tempo und großer Konsequenz", sagte Anschober.

Maskenpflicht fällt in Schulen

Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in den Schulen werden gelockert. So fällt die Maskenpflicht mit der Rückkehr der Schüler aus den Pfingstferien am 3. Juni. "Schichtbetrieb" und Abstandsregeln bleiben aufrecht, Turnunterricht wird auf freiwilliger Basis am Nachmittag möglich. Singen im Unterricht ist wieder erlaubt.

In Skandinavien hätten die zum Teil vor Österreich vorgenommenen Öffnungen der Schulen keine Erhöhung der Corona-Infektionszahlen gebracht, begründete Unterrichtsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Auch an den "großen" Infektionsfällen der vergangenen Wochen wie den Postverteilungszentren in Wien und Niederösterreich oder dem Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt seien keine Schulen beteiligt gewesen. "Kinder können angesteckt sein, aber sie spreaden nicht", so Faßmann.

Besuche wieder erlaubt

Die restriktiven Schutzmaßnahmen gegen SARS-CoV-2 in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe werden ebenfalls leicht gelockert. Das Ziel sei "eine Balance zwischen dem Schutz der Gesundheit und dem Recht auf Unversehrtheit sowie dem Recht auf soziale Kontakte, Familie und persönliche Bewegungsfreiheit", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Samstag.

Aus diesem Grund entwickelt das Gesundheitsministerium Empfehlungen für die schrittweise Öffnung der verschiedenen Teile des Gesundheitssystems für Besucher; jene für die Krankenanstalten und Einrichtungen der Behindertenhilfe liegen nun bereits vor. Da Krankenanstalten, Rehaeinrichtungen und Sanatorien besonders vulnerabel sind, sind Anschober zufolge alle Lockerungsmaßnahmen "mit großer Vorsicht zu setzen". So ist etwa - bis auf Ausnahmen - nur ein Besucher pro Patient erlaubt.

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