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Corona Österreich und WeltViele Ärzte und Pfleger in Großbritannien tot

Anstieg von Corona-Toten in Italien +++ Erstmals mehr als tausend Tote am Tag in Brasilien +++Russland überschritt 300.000er-Marke bei Infektionen +++ Coronahilfen: Kurz kündigt Gegenentwurf zu Merkel und Macron an +++Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Ticker!

 

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  • Aktuell gibt es in Österreich 16.307 positive Testergebnisse (Stand: Mittwoch, 19 Uhr, Quelle: Gesundheitsministerium). Hierzulande sind 633 Personen an den Folgen des Coronavirus verstorben. 14.882 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 174 Personen aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 37 auf Intensivstationen.
  • Aktuell Erkrankte in den Bundesländern: 838 (Stand: Mittwoch, 9.30 Uhr, Gesundheitsministerium). 
  • Stand nach Bundesländern: Burgenland (13), Kärnten (5), Niederösterreich (137), Oberösterreich (29), Salzburg (17), Steiermark (112), Tirol (38), Vorarlberg (16), Wien (471).
  • Umsätze durch Coronakrise um 67 Prozent eingebrochen
  • EU-Corona-Paket noch nicht komplett, Kurz plant Gegenentwurf
  • Erstmals mehr als tausend Tote am Tag in Brasilien, Anstieg der Toten auch in Italien, Russland überschritt 300.000er-Marke bei Infektionen
  • Infografiken: Das Coronavirus in Österreich und der ganzen Welt.
  • Psychotherapie Helpline 0720 12 00 12 bietet täglich von 8 bis 22 Uhr kostenfreie Hilfe.

Der Vortag zum Nachlesen

Mittwoch, 20. Mai 2020

Viele Ärzte und Pfleger in Großbritannien tot

In Großbritannien sind bisher 181 mit dem Corona-Virus infizierte Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) gestorben. Wie Premierminister Boris Johnson am Mittwoch im Parlament weiter mitteilte, kamen auch 131 infizierte Sozialarbeiter ums Leben.

Zahlreiche Ärzte, Krankenpfleger und Mitarbeiter in Senioreneinrichtungen hatten sich immer wieder beschwert, dass sie nicht genug Schutzausrüstungen wie Masken und Kittel zur Verfügung hätten. Einige von ihnen zogen sich in ihrer Not zum Beispiel große Mistsackerl über, um sich nicht mit dem Erreger anzustecken.

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22.12 Uhr: Auch deutsche Frauen-Bundesliga setzt Saison fort

Die deutsche Frauenfußball-Bundesliga will ihre wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison ab dem 29. Mai fortsetzen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch nach einer Tagung der zwölf Erstligisten mit. Wie bei den Männern nimmt die deutsche Liga in Bezug auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach der Coronapause eine Vorreiterrolle im internationalen Fußball ein.

Sechs Runden stehen noch aus, in der Tabelle führt der noch ungeschlagene VfL Wolfsburg vor dem FC Bayern München (mit ÖFB-Teamspielerin Carina Wenninger) und der TSG 1899 Hoffenheim (u.a. Kapitänin Nicole Billa). Das Saisonfinale ist für den 28. Juni 2020 geplant.

 

21.51 Uhr: WHO meldet neue Rekordzahl weltweiter Neuinfektionen an einem Tag

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine neue weltweite Rekordzahl täglicher Neuinfektionen gemeldet. "In den vergangenen 24 Stunden wurden der WHO 106.000 Fälle gemeldet - die höchste Zahl an einem einzigen Tag seit Beginn der Epidemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch.

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21.39 Uhr: Umstrittener Corona-Notstand in Spanien bis zum 6. Juni verlängert

Im Corona-Hotspot Spanien ist der Lockdown trotz heftigen Widerstands der Opposition und zunehmender Proteste verärgerter Bürger zum fünften Mal verlängert worden. Das Parlament in Madrid nahm einen entsprechenden Antrag der linken Regierung am Mittwochabend mit knapper Mehrheit an.

Der bereits seit Mitte März geltende Alarmzustand samt strenger Ausgangsbeschränkungen wird nach dieser Entscheidung mindestens bis 24.00 Uhr am 6. Juni anhalten. Die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte den "Estado de alarma", die dritthöchste Notstandsstufe des Landes, eigentlich gleich um einen ganzen Monat verlängern lassen. Dafür bekam sie aber nicht genug Unterstützung. Am Dienstag wurde aber mit der liberalen Partei Ciudadanos am Vorabend der Abstimmung ein Kompromiss über eine zweiwöchige Verlängerung erzielt.

 

21.37 Uhr: Jeder fünfte Stockholmer hat Antikörper

Rund ein Fünftel der Bewohner der schwedischen Hauptstadt Stockholm hat Antikörper gegen das Coronavirus gebildet. Das ist das Zwischenergebnis einer noch laufenden Studie der staatlichen Gesundheitsbehörde.

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21.16 Uhr: Trump will G-7-Gipfel in Camp David statt als Videokonferenz

US-Präsident Donald Trump will den G-7-Gipfel kommenden Monat nun womöglich doch nicht per Videoübertragung abhalten, sondern in Form eines persönlichen Treffens auf seinem Landsitz Camp David. Auf Twitter begründete Trump das am Mittwoch damit, dass die USA sich bereits von der Corona-Pandemie erholten. Andere G-7-Staats- und Regierungschefs reagierten zurückhaltend.

"Jetzt, wo unser Land zur Großartigkeit zurückkehrt", ziehe er es in Betracht, den G-7-Gipfel doch in Camp David im Bundesstaat Maryland stattfinden zu lassen - "an dem selben oder einem ähnlichen Datum" wie ursprünglich geplant, sagte Trump. Dabei ließ er es aber offen, ob er außer Gesprächen in Camp David auch Zusammenkünfte der G-7 in der US-Hauptstadt Washington in Betracht zieht.

 

20.53 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich bleibt bisher niedrig

 

20.46 Uhr: Warum Schweden in der Coronakrise alles andere als ein Vorbild ist

Modell Schweden? Eine bei Göteborg lebende Kärntnerin erzählt, was der auch in Österreich von vielen idealisierte Sonderweg des skandinavischen Landes in Wahrheit für sie und ihre Familie bedeutet. Ein Erfahrungsbericht.

 

20.40 Uhr: Merkel warnt vor wirtschaftlicher Abschottung

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat vor wirtschaftlicher Abschottung in der Corona-Krise gewarnt. "Die Antwort auf die Pandemie kann mit Sicherheit nicht sein, alle internationalen Lieferketten jetzt zu renationalisieren", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Berlin. "Dann würden alle einen sehr hohen Preis zahlen."

 

20.12 Uhr: Grenzöffnung - Slowenien bemüht um Lockerung mit Österreich

Slowenien ist offenbar bemüht, die Grenze mit Österreich möglichst bald zu öffnen. Der slowenische Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek zeigte sich optimistisch, im Juni die Beschränkungen lockern zu können. "Ich bin optimistisch, dass es im Juni - sei es Anfang Juni oder etwas später - wichtige Schritte für die Grenzöffnung geben wird", sagte er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

"Slowenien ist sowohl politisch als auch auf dem Expertenniveau offen für den Dialog und eine Vereinbarung mit Österreich", sagte unterdessen der Regierungssprecher für die Bekämpfung des Coronavirus, Jelko Kacin, bei der Pressekonferenz. Ljubljana scheint dafür in eine diplomatische Offensive zu gehen: Pocivalsek kündigte für die nächsten Tagen eine "ziemlich aktive Diplomatie und Gespräche" an, auch Außenminister Anze Logar sprach im Parlament über die Fortsetzung der Gespräche mit der österreichischen Seite.

 

20.03 Uhr: Italien fordert von Österreich Ende der Reisebeschränkungen

Italienische Parteien fordern von Österreich ein Ende der Reisebeschränkungen nach Italien. Die rechte Lega warf Österreich "diskriminierendes Verhalten" vor.

Italien besteht aus 20 Regionen, die meisten weisen einen niedrigeren Reproduktionsfaktor auf als einige österreichische Bundesländer. Italien wie eine einzige Sperrzone zu behandeln, ist diskriminierend

Lega-Abgeordnete Flippo Maturi

19.59 Uhr: Rettung rückt näher: AUA-Personal stimmt Sparpaket zu

Die Rettung der AUA gilt seit Mittwochabend als sicher. Das Personal hat einem umfangreichen Sparpaket mit Gehaltseinbußen zwischen fünf und 15 Prozent zugestimmt. Bis Ende 2022 ist Kurzarbeit geplant. Für drei Jahre gibt es auch keine Gehaltsvorrückungen und Inflationsabgeltungen. Ab 2024 will die AUA die Einbußen wieder zurückzahlen, abhängig von der Ertragslage. Mit der Kurzarbeit sollen möglichst viele der 7000 AUA-Jobs gehalten werden. Allerdings hängen an der geplanten Reduktion um 20 Flugzeuge 1100 Vollzeit-Stellen, tatsächlich wären deutlich mehr Menschen betroffen.

 

19.36 Uhr

 

19.33 Uhr: Weltweit fast fünf Millionen Infizierte 

Die Zahl der weltweit gemeldeten Corona-Infektionen nähert sich der Marke von fünf Millionen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden bis Mittwoch mehr als 4,9 Millionen Infektionsfälle in 196 Ländern registriert, die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg auf über 323.000. In Österreich ist mit 838 hingegen wieder die Grenze von 1.000 Aktiv-Erkrankten unterschritten worden.

Die John-Hopkins-University sammelt auf ihrem Dashboard weltweit alle Fälle. Foto © Screenshot John-Hopkins-University

Zum Dashboard der John-Hopkins-University

 

19.18 Uhr: Stars geben ihre Social-Media-Profile an Experten

In der Corona-Krise übergeben Stars wie Julia Roberts, Sarah Jessica Parker und Hugh Jackman ihre Social-Media-Profile zeitweise an Wissenschafter und Krankenhaus-Mitarbeiter. Mit der Kampagne "PassTheMic" sollen die Experten ab Donnerstag so drei Wochen lang eine größere Reichweite erzielen können, wie die Organisatoren der Wohltätigkeitsorganisation One Campaign am Mittwoch mitteilten.

Als erstes werde Hollywood-Star Roberts ihre Social-Media-Kanäle zeitweise an den US-Virologen Anthony Fauci übergeben, der die US-Regierung im Umgang mit der Pandemie berät. Danach sind Stars wie Connie Britton, Shailene Woodley, Penelope Cruz, Millie Bobby Brown Rita Wilson und Robin Wright dran. Neben Wissenschaftern sollen so unter anderem Wirtschafts-Experten, Krankenhaus-Mitarbeiter und andere Menschen in systemrelevanten Berufen zu Wort kommen.

 

19.10 Uhr: Auch in Österreich: Mehr männliche als weibliche Todesopfer

Sozialministerium
57% der österreichischen Todesopfer waren männlich. © Sozialministerium

Gleichzeitig sind nur 49% der jemals positiv Getesteten männlich.

 

19.05 Uhr: Wenn Österreicher nach Österreich einreisen wollen

Wollen Österreicher derzeit aus dem Ausland nach Österreich zurückreisen, gilt wegen der Corona-Pandemie weiterhin die allgemeine Regel: Vorweis eines ärztliches Gesundheitszeugnis, das nicht älter als vier Tage ist und Covid-19-Freiheit bescheinigt, oder 14-tägige Heimquarantäne nach der Einreise. Mit den Nachbarstaaten sind Lockerungen erfolgt, was die Grenzkontrollen betrifft.

 

18.35 Uhr: FPÖ-Demo gegen "Corona-Wahnsinn" ohne Mundschutz

Die FPÖ Wien hat am Mittwochnachmittag auf dem Heldenplatz gegen die Corona-Politik der Bundesregierung demonstriert. Dem Aufruf kamen laut Polizei rund 500 Personen nach. Den Abstand hielten die Besucher dank auf dem Boden fixierten Babyelefanten aus Karton durchaus ein, allerdings trug kaum jemand einen Nasen-Mund-Schutz bzw. eine "Regierungsburka", wie Parteichef Dominik Nepp diesen titulierte.

Etwa 150 friedliche Gegendemonstranten begrüßten die FPÖ mit dem Sommerhit "We're going to Ibiza"

 

18.34 Uhr: 161 Tote in Italien binnen 24 Stunden

Nachdem Italien am Montag mehrere Corona-Beschränkungen gelockert hat, ist die Zahl der Covid-19-Todesopfer am Mittwoch gegenüber dem Vortag leicht gesunken. Die Zahl der Verstorbenen betrug in 24 Stunden 161, am Vortag waren es 162 gewesen, teilte der italienische Zivilschutz mit.

Die Zahl der Verstorbenen seit Beginn der Pandemie in Italien vor genau drei Monaten stieg auf insgesamt 32.330. Die Zahl der aktiv Infizierten fiel in 24 Stunden von 65.129 auf 62.753. Die Zahl der Covid-19-Patienten in Italiens Spitälern sank auf 9.624. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen fiel auf 676. In Heimisolation befinden sich noch 52.452 Personen. Die Zahl der Genesenen stieg auf 132.282.

 

 

18.22 Uhr: Warum das Heer der Post hilft, "Packerl zu schupfen"

 

18.03 Uhr: Salzburger Seniorenwohnheime durchgetestet

Das Land Salzburg hat nun alle 75 Seniorenwohnhäuser auf Covid-19 durchgetestet. Das Ergebnis dieses Screenings ergab insgesamt zehn zusätzliche positive Testungen, davon betroffen sind zwei Mitarbeiter und acht Bewohner, wie das Landes-Medienzentrum am Mittwoch informierte.

"Das zeigt, dass die getroffenen Maßnahmen wichtig und wirksam waren", erklärten LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) und LHStv. Heinrich Schellhorn (Grüne). Von insgesamt 4.685 Mitarbeitern und rund 4.583 Bewohnern wurden Abstriche genommen. In Summe waren in elf Häusern im Bundesland Salzburg 51 Bewohner und 31 Mitarbeiter an dem Virus erkrankt.

In Abstimmung mit dem Bund und nach Vorliegen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen weitere Schwerpunkte in der Teststrategie des Landes gesetzt werden. Geplant sind die Durchtestungen bei allen Patienten, die aus einem Spital in ein Seniorenwohnhaus oder in häusliche Pflege entlassen werden sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und in Asylheimen.

 

18.00 Uhr: Kein Intensivpatient in Oberösterreich

Das Land Oberösterreich hat seit Mittwoch (Stand 17.00 Uhr) keine Covid-19-Intensivpatienten mehr. Auf Normalstationen befanden sich noch 15 Erkrankte. Auch wenn im Bezirk Linz-Land die Zahl der Kranken leicht auf acht und die Anzahl jener Personen in Quarantäne oberösterreichweit auf 248 angestiegen sind, sei "kein neuer Cluster oder Hotspot erkennbar", teilte der Krisenstab mit.

Neue Covid-19-Fälle wurden im Zentrum für Betreuung und Pflege in Traun (Bezirk Linz-Land) gemeldet. Zwei Mitarbeiter sind positiv. Das Kontaktpersonenmanagement sei eingeleitet worden, auch die Testungen aller Bewohner wurde veranlasst, informierte der Krisenstab. Insgesamt sind aktuell sechs Bewohner sowie acht Mitarbeiter in sieben Alten- und Pflegeheimen von dem Coronavirus betroffen.

Auch aus dem Kreis der nach Österreich eingeflogenen Erntehelfer sind Infektionen beim Krisenstab gemeldet worden. Am Montag waren zwei Flieger mit rund 390 Arbeitern aus der Ukraine in Linz gelandet, drei Personen darunter wurden positiv getestet. In einem Flugzeug war ein Paar, das in einem Tiroler Betrieb arbeiten soll, betroffen, im anderen eine Person, die einem oberösterreichischen Betrieb zugeteilt ist, hieß es vom Verband der Obst- und Gemüseproduzenten Oberösterreich, der die Flüge organisiert hatte. Der Krisenstab teilte zudem mit, dass 20 Erntehelfer "behördlich abgesondert wurden".

 

17.50 Uhr: Mehr als 1000 Corona-Tote an einem Tag in Brasilien

 

17.35 Uhr: Corona-App - Neue Schnittstelle kommt laut Rotem Kreuz bis Mitte Juni

Google und Apple arbeiten derzeit an der Finalisierung der gemeinsamen Schnittstelle für Contact-Tracing-Apps. Dadurch soll bald auch die "Stopp Corona"-App des Roten Kreuzes besser funktionieren. Man sei "diesbezüglich in Kontakt mit Apple und Google. Ziel ist es, die Schnittstelle in der ersten Juni-Hälfte in die Stopp-Corona-App zu integrieren", teilte das Rote Kreuz mit.

Bisher gibt es bei der freiwillig genutzten App Schwierigkeiten, die Kontakte der User aufzuzeichnen und somit nachverfolgbar zu machen. Etwa verhinderten Sicherheitsvorkehrungen des Apple-Betriebssystems iOS und im Energiespar-Modus laufende Android-Geräte die Aufzeichnung im Hintergrund. Ziel ist, dass die App auf iOS- und Android-Geräten gleichermaßen funktioniert.

 

17.18 Uhr: Nach Corona-Tod von Priester: Erste Kirchen in den USA müssen wieder schließen

Die katholische Heilig-Geist-Kirche in Houston im US-Staat Texas schloss ihre Pforten bis auf Weiteres, nachdem ein 79-jähriger Priester der Pfarre gestorben war. 

>> Einige sogenannte Superspreader-Ereignisse sind auf Kirchen zurückzuführen. Lesen Sie mehr.

 

17.06 Uhr: AGES kann bisher 268 Cluster nachweisen

In Bezug auf die Covid-19-Erkrankungen in Österreich hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bisher 268 Cluster - Häufungen von Fällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einer bestimmten Region - nachweisen können. Von insgesamt 16.266 Erkrankungen lassen sich mit Stand 19. Mai 4.672 einem Cluster zuordnen, wie die AGES am Mittwoch bekannt gab.

>> In diesen Settings ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch

 

17.01 Uhr: Italien öffnet ab 3. Juni seine Flughäfen

Italien will ab dem 3. Juni seine Flughäfen wieder öffnen. Dies kündigte die italienische Verkehrsministerin Paola De Micheli vor dem Parlament in Rom am Mittwoch an. Ab dem 3. Juni können Ausländer wieder nach Italien reisen, ohne sich danach einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen zu müssen. Damit erhofft sich Italien einen Neustart des Tourismus.

 

17.00 Uhr: Fußball: Mit Schweigeminute gedenkt deutsche Liga Corona-Opfern

Die deutsche Fußball-Bundesliga und die 2. Bundesliga werden an den kommenden beiden Spieltagen mit einer Gedenkminute an die Opfer der derzeitigen Coronavirus-Pandemie erinnern. Die Mannschaften werden an diesem Wochenende und in der kommenden Woche zudem mit einem Trauerflor auflaufen, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Mittwoch mitteilte.

"Die Ausbreitung des Coronavirus hat weltweit bereits viele Menschenleben gefordert. Der deutsche Profifußball möchte an den nächsten beiden Spieltagen geschlossen seine Anteilnahme zum Ausdruck bringen", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

 

16.50 Uhr: Italiens Premier warnt: "Noch keine Zeit für Partys"

Der italienische Premier Giuseppe Conte begrüßt das Ende des Lockdowns in Italien, warnt jedoch, dass die Coronavirus-Epidemie noch nicht bewältigt sei. "Die Zeit für Partys ist noch nicht gekommen, die Gefahr ist ansonsten, dass die Epidemiekurve wieder wächst", sagte der Premier nach Medienangaben.

 

16.30 Uhr: Die FPÖ hat zu einer Demonstration gegen "den Corona-Wahnsinn" um 16.30 in Wien aufgerufen. Die ersten Gegendemonstranten sind schon da

Mit lauten "ganz Wien hasst die FPÖ"-Rufen, begrüßten Gegendemonstranten die Freiheitlichen:

 

16.22 Uhr: Gemeindefinanzen - Corona-Hilfspaket liegt wohl nächste Woche vor

Das von der Bundesregierung angekündigte Corona-Hilfspaket für Städte und Gemeinden dürfte Anfang kommender Woche finalisiert werden. Am Mittwoch gab es im Kanzleramt dazu eine weitere Gesprächsrunde auf Beamtenebene. In den nächsten Tagen sollen laut APA-Informationen weitere Verhandlungsrunden folgen, auch auf politischer Ebene. Vorliegen wird das Paket voraussichtlich erst nach dem Wochenende.

Inhaltlich drangen aus den Verhandlungen vorerst keine Details nach außen. Weiterhin unbestätigt blieb das medial kolportierte Volumen von einer Mrd. Euro. Geplant ist grundsätzlich, den Kommunen Mittel zum Ausgleich der durch die Coronakrise bedingten Ausfälle bei den kommunalen Steuern zu gewähren. Ziel dabei ist es, Investitionen auf kommunaler Ebene sicherzustellen. Darüber hinaus steht im Raum, den Kommunen Zugang zu günstigen Finanzierungsmöglichkeiten über die Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) zu ermöglichen (zu Konditionen des Bundes).

 

16.19 Uhr: 24-Stunden-Betreuerinnen werden in Tirol erneut getestet

Alle 24-Stunden-Betreuerinnen, die in Tirol arbeiten, sollen nach ihrer Ankunft in Österreich zwei Mal getestet werden. Am Freitag kommen 40 Betreuerinnen aus Rumänien am Flughafen Wien-Schwechat nach einer von Agenturen koordinierten Reise an, wo sie auf das Coronavirus getestet werden. Fünf Tage nach ihrer Ankunft in Tirol wird ein erneuter PCR-Test durchgeführt, teilte das Land am Dienstag mit.

Die Vorgehensweise wurde gewählt, "um einen möglichst lückenlosen Infektionsschutz beim Turnuswechsel der Betreuungskräfte zu gewährleisten", sagte der zuständige Landesrat Bernhard Tilg (ÖVP). Die zweite Testung am Arbeitsplatz werde von mobilen Screeningteams durchgeführt.

 

16.07 Uhr: Corona-Cluster: Mikl-Leitner lobt "gute Zusammenarbeit" Niederösterreichs mit Wien

Die Niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat am Mittwoch angesichts der Debatte um den Wiener Coronavirus-Cluster rund um die Post-Verteilzentren Hagenbrunn und in Inzersdorf die "gute Zusammenarbeit" zwischen dem Bundesland und Wien gelobt. Der Kampf gegen das Virus könne nur gemeinsam gelingen, sagte sie in einer Pressekonferenz.

 

16.05 Uhr: Starökonom Roubini warnt vor Kollaps der Eurozone wegen Coronakrise

Der US-Starökonom Nouriel Roubini hat vor einem Kollaps der Eurozone infolge der Coronakrise gewarnt. "Die Gefahr geht von Italien aus", sagte Roubini am Mittwoch der "Wirtschaftswoche". Bei einer Staatsverschuldung von 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2021 sei das Land "praktisch insolvent" und zugleich zu groß, um pleite zu gehen und um gerettet zu werden.

Der 62-Jährige Wirtschaftswissenschaftler erwartet der Zeitung zufolge ein neuerliches Ringen um das Überleben des Euro, wie zu Zeiten der Griechenland-Krise. Allerdings sei Italien dabei "ein zehnmal größeres Problem als Griechenland". Damit die Eurozone überleben könne, sei ein Auffangmechanismus nötig.

Nouriel Roubini
Nouriel Roubini Foto © (c) AP (Mark Lennihan)

 

16.01 Uhr: UN: Ernährung von zehn Millionen Kindern in Gefahr

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen WFP warnt davor, dass durch die Corona-Krise weltweit die Ernährung von zehn Millionen Kindern in Gefahr gerät. Die Bewegungssperren und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Viruskrankheit könnten zu einer akuten Mangelernährung besonders bei kleineren Kindern führen, erläuterten die Experten am Mittwoch.

Sie befürchten, dass die lebensbedrohliche Form von Unterernährung als Folge der Covid-19-Pandemie um 20 Prozent zunehmen könnte - zumeist in ärmeren Ländern. Die Corona-Ausbreitung gefährde gerade die Familien, die auf Tageslöhne oder Überweisungen von Verwandten aus dem Ausland angewiesen seien.

 

15.57 Uhr: Hunderte Fälle auf kasachischem Ölfeld

Nach hunderten Coronavirus-Fällen unter Arbeitern muss das wichtigste Ölfeld in Kasachstan womöglich geschlossen werden. Wenn ein Gesundheitsplan der Behörden zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus nicht umgesetzt werde, dann könne dies "die Schließung des Unternehmens" zur Folge haben, sagte die Chefin der kasachischen Gesundheitsbehörde, Aizhan Esmagambetowa, am Mittwoch.

Von dem Ölfeld von Tengiz wurden bisher 935 Corona-Fälle gemeldet, die Zahl hatte sich seit Freitag mehr als verdoppelt. In Kasachstan gibt es nach offiziellen Angaben bisher insgesamt rund 7.000 Fälle. Der Corona-Hotspot von Tengiz in der westlichen Region Atyrau ist damit der größte in dem ölreichen Land. Tausende Arbeiter wurden bereits sicherheitshalber von dem Ölfeld fortgebracht, das ein Drittel zur kasachischen Ölfördermenge beisteuert und zu 50 Prozent in den Händen des US-Konzerns Chevron ist.

 

15.35 Uhr: Wien setzt Cluster-Spurensuche rund um Leiharbeit fort

Im großen Corona-Cluster in Wien und Niederösterreich mit verschiedenen betroffenen Einrichtungen und Standorten stehen Beschäftigte von Leiharbeitsfirmen im Zentrum der Infektionskette. Die Bundeshauptstadt setzt deshalb ihre Spurensuche in diesem Umfeld fort. Anschauen will man sich u.a., wo die ausgeliehenen infizierten Post-Mitarbeiter sonst noch beschäftigt waren.

Im Zentrum des Clusters stehen zwei Postzentren in Wien-Inzersdorf und Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg), bei denen Dutzende Beschäftigte infiziert waren bzw. sind. Die Belegschaft beider Standorte ist inzwischen in Quarantäne. Das Bundesheer hat im Logistikzentrum Hagenbrunn bereits die Arbeit übernommen, am morgigen Donnerstag passiert dies auch im Verteilzentrum Inzersdorf. Die Ansteckungskette der von Leiharbeitsfirmen gestellten Post-Mitarbeiter reicht auch in ein Asylheim in Erdberg, einen Kindergarten in Liesing, eine Möbelhaus-Logistikzentrale in Floridsdorf und ein Wohnhaus in Simmering.

 

15.30 Uhr: Steiermark und Kärnten die beliebtesten Reiseziele der Österreicher

 

15.20 Uhr: Haslauer für Aufklärung, Schützenhöfer im Zweifel dafür

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) hält nicht viel von einer Impfpflicht gegen das Coronavirus.

Eine Impfpflicht beurteile ich generell eher kritisch. Daher sollten Maßnahmen zur Aufklärung und zur Sensibilisierung der Eigenverantwortung forciert werden.

Das erklärte Haslauer am Mittwoch auf Anfrage der APA.

Der steirische LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP) ist im Zweifelsfall für eine Impfpflicht. Denn "die Gesundheit hat immer Vorrang und wie schnell sich dieses Virus wieder ausbreiten kann, sollte jedem bewusst sein", sagte er. Zuvor hatte Oberösterreichs LH Thomas Stelzer (ÖVP) mit der Befürwortung einer Impfpflicht gegen das Coronavirus aufhorchen lassen.

 

15.17 Uhr: Wiener Arbeiterkammer schüttet zehn Mio. Euro an Mitglieder aus

Die Wiener Arbeiterkammer hat ein zehn Mio. Euro schweres Hilfspaket für ihre Mitglieder geschnürt, das am heutigen Mittwoch vom Vorstand beschlossen wurde. Damit sollen Betroffene rasch Überbrückungskredite in Höhe ausstehender Entgelte erhalten, hieß es in einer Aussendung. Das weitere Prozedere und die Kriterien, die festlegen, wie man zur Unterstützung kommt, sollen "sehr rasch" feststehen.

Bisher gestaltete sich die Situation für Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber Löhner und Gehälter nicht bezahlt haben, als schwierig: Sie mussten monatelang, in manchen Fällen auch jahrelang auf ihr Geld warten - bis es ein Urteil gab, wurde in der Aussendung die Problematik geschildert. "Der Einkommensverlust muss in diesen Fällen durch Ersparnisse falls vorhanden, oder Kredite ausgeglichen werden."

 

14.53 Uhr: Deutsche Regierung kippte geplanten Zwang zu Reisegutscheinen

Wer wegen der Coronakrise eine Pauschalreise nicht antreten kann, kann in Deutschland sein Geld zurückverlangen. Eine zuerst von der deutschen Regierung geplante Gutscheinlösung soll es nur noch als freiwillige Möglichkeit für Verbraucher geben. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen.

Deutschlands Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) appellierte gleichwohl an Betroffene, einen Gutschein zu akzeptieren:

Wer sich für einen Gutschein entscheidet, leistet auch einen wichtigen Beitrag dazu, die Vielfalt der Angebote und Dienstleistungen im Reisesektor zu erhalten.

 

14.50 Uhr: Rendi-Wagner gegen Maskenpflicht im Freien für Gastro-Personal

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hält angesichts der aktuell niedrigen Covid-19-Neuinfektionen nichts von einer Mund-Nasen-Schutz-Pflicht im Freien für Beschäftigte in der Gastronomie. "Die Dringlichkeit zum Tragen von Masken draußen, sehe ich nicht gegeben", sagte Rendi-Wagner am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien auf Journalistennachfrage.

"Aufgrund der positiven infektiologischen Entwicklung in Österreich, muss man das neu bewerten", so die SPÖ-Chefin. Rendi-Wagner ist ausgebildete Fachärztin für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin. Es sei aktuell "nicht sehr dringend", dass das Personal im Schanigarten Maske trägt. Auch bei Kindern zwischen sechs und zehn Jahren kann sich Rendi-Wagner eine Lockerung der Maskenpflicht in der Schule vorstellen. "Das Maskentragen bei Kindern sollte man sich fachlich genauer anschauen." Man sollte die Sinnhaftigkeit und die wissenschaftliche Evidenz analysieren.

 

14.36 Uhr: Deutsche Regierung verbietet Werkverträge in der Fleischindustrie

Die deutsche Regierung verbietet nach den jüngsten Coronaausbrüchen Werkverträge und Arbeitnehmerüberlassungen in den Fleischfabriken.

Es ist kein Hexenwerk, Beschäftigte anzustellen.

Das sagte Arbeitsminister Hubertus Heil nach der Kabinettssitzung am Mittwoch in Berlin.

Für ein Geschäftsmodell, das die Ausbeutung der Arbeiter und die Ausbreitung von Pandemien in Kauf nehme, könne es keine Toleranz geben. Ab Jänner dürften daher nur noch Mitarbeiter des eigenen Betriebs Tiere schlachten und das Fleisch verarbeiten. Die Regelung beschränke sich auf die industrielle Fleischverarbeitung. Das Fleischerhandwerk und die kleine Schlachterei auf dem Land blieben davon ausgenommen. Die Fleischindustrie sprach von willkürlicher Diskriminierung und kündigte Widerstand an.

 

14.25 Uhr: Kritik in Italien an Kurz ́ Gegenvorschlag

Italien übt scharfe Kritik an dem von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigten Gegenvorschlag zum deutsch-französischen Entwurf für einen EU-Wiederaufbauplan. "Kanzler Kurz ist jeder Tag recht, um Italien zu beschimpfen und das europäische Projekt zu untergraben", kritisierte die EU-Parlamentarierin der in Italien regierenden Fünf Sterne-Bewegung, Rosa D'Amato in einer Presseaussendung.

 

13.53 Uhr: Blümel: "Intensive Gespräche", noch kein Ergebnis

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hat am Mittwoch zu dem von der Regierung angekündigten Corona-Hilfspaket für Städte und Gemeinden erklärt, derzeit liege noch kein Ergebnis vor, es würden aber "intensive Gespräche" geführt. Man wolle damit verhindern, dass wichtige Investitionen in den Regionen zurückgestellt werden, sagte er nach der Ministerratsitzung.

Denn gerade die Gemeinden hätten Auftragsvolumina, die direkt in die regionale Wirtschaft fließen, so der Finanzminister. Man wolle ein Paket aufsetzen, damit Betriebe Einnahmen haben und Arbeitsplätze gesichert sind. Die medial kolportierte Summe von 1 Mrd. Euro kommentierte der Finanzminister nicht, auch zum möglichen Abschluss-Zeitpunkt der Verhandlungen äußerte er sich nicht.

 

13.51 Uhr: Kogler sieht beim Containment "keine schlimmen Dinge"

Die Alarmrufe der ÖVP-Ministerriege über das Corona-Containment in Wien werden vom grünen Koalitionspartner nicht geteilt. Vizekanzler Werner Kogler meinte im Pressefoyer nach dem Ministerrat: "Ich sehe da jetzt keine Besonderheiten oder schlimme Dinge." Bei der ÖVP sah man das erneut anders.

Kogler betonte, dass Wien als Ballungsraum von vornherein eine andere Situation habe, als andere Bundesländer. Aus dem Gesundheitsministerium wisse er, dass man dort davon ausgehe, dass in allen Ländern die bestmögliche Variante des Containment verfolgt werde.

 

13.47 Uhr: Spanien: Sánchez beantragte Verlängerung des Notstands

In Spanien hat die linksgerichtete Regierung beim Parlament eine neue Verlängerung des immer umstritteneren Notstandes um weitere zwei Wochen bis zum 7. Juni beantragt. Ministerpräsident Pedro Sánchez wies am Mittwoch in seiner Rechtfertigungsrede die Kritik der konservativen Opposition und einiger Regionalparteien zurück.

"Niemand hat das Recht, das, was wir erreicht haben, leichtfertig zu verspielen", sagte Sanchez. Den Notstand aufzuheben wäre "grob unverantwortlich".

 

13.45 Uhr: Autohandel Historischer Einbruch, hohe Rabatte, holprige Erholung

Es ist der stärkste monatliche Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen: Im April wurden in der EU exakt 270.682 Neuwagen neu zum Verkehr zugelassen – ein Minus von 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Sowohl Autoproduktion als auch Autohandel standen im April in vielen Teilen Europas komplett still. Die Frage ist nun, wie sich die Lockerungen auf den Autoabsatz auswirken. Für Österreich berichtet der Bundesobmann des Fahrzeughandels, Klaus Edelsbrunner, von einer „langsamen Normalisierung auf niedrigem Niveau“. Die Kundenfrequenz sei zwar nicht hoch, „aber die Kunden, die derzeit zu uns kommen, die kaufen auch, und zwar tendenziell eher höherpreisige Autos“. Umgekehrt seien viele Menschen vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise verunsichert und halten sich zurück. Daran können auch die Rabatte – vom Lager- bis zum Startbonus – wenig ändern.

 
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13.43 Uhr: Italien hat gegen die Krise keine Antikörper

Italien ist das größte wirtschaftliche Sorgenkind in der EU. Das ist angesichts der enormen Staatsschulden in Höhe von rund 2,3 Billionen Euro (134 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) keine Neuigkeit. Die Corona-Pandemie hat die Situation massiv verschärft. Das weiß man auch in Berlin, Paris und Brüssel. Italien als drittgrößte Volkswirtschaft der EU mit seiner Wirtschaftsleistung, die rund 20 Prozent der europäischen Wirtschaftskraft ausmacht, ist für die Eurozone systemrelevant, heute mehr als je zuvor.

>> Analyse zur wirtschaftlichen Lage in Italien

 

13.39 Uhr: Anschober für Beibehaltung der Maskenpflicht

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat sich am Mittwoch bei einer Pressekonferenz für die Beibehaltung der derzeit gültigen Maskenpflicht ausgesprochen. Mund-Nasenschutz muss unter anderem in Geschäften und in Öffentlichen Verkehrsmittel getragen werden. "In der jetzigen Situation erfüllt die Maske eine wesentliche Funktion."

Allerdings könne er sich sehr wohl vorstellen, dass es "irgendwann eine gewisse Flexibilität geben könnte". Bereits mehrfach angekündigt hat der Gesundheitsminister eine große Detailevaluierung aller Maßnahmen in der ersten Junihälfte. "Da werden wir uns solche Fragen dann ansehen", kündigte Anschober an. Allerdings könne er definitiv keinen Zeitpunkt sagen, "wann wir einzelne Maßnahmen reduzieren können". Weiterhin müsse Vorsicht das primäre Ziel sein. Ihm sei es lieber, zwei Wochen später zu reagieren mit Lockerungsmaßnahmen. Die WHO habe zuletzt geraten, dass sich Europa auf eine zweite Welle vorbereiten müsse. Auch das "soll uns animieren, auf der vorsichtigen Seite zu bleiben".

 

13.37 Uhr: Integrationsministerin Raab will Wien "unterstützen"

Im Politstreit zwischen der ÖVP und der Stadt Wien um Maßnahmen zur Coronavirusbekämpfung hat Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) am Mittwoch nachgelegt. Vor dem Ministerrat ortete sie "signifikant viele Fälle in Flüchtlingsheimen der Stadt Wien" und bot an, die Stadt mit Angeboten des Integrationsfonds zu unterstützen. Repräsentanten Wiens hatten die Kritik zuvor zurückgewiesen.

 

13.26 Uhr: Strenge Isolation für Helfer in Postzentren bei Wien

Wenn am Christi-Himmelfahrt-Feiertag das Bundesheer die Arbeit im Postverteilzentrum Inzersdorf übernimmt, werden die rund 300 Berufssoldaten, Grundwehrdiener und Zivilbedienstete streng isoliert. Das gleiche gilt auch für jene Postmitarbeiter, die die Bundesheer-Helfer einschulen und unterstützen werden. Für zwei Wochen gibt es keinen Kontakt nach außen, wie Post und Bundesheer berichteten.

Das System wurde bereits bei der Unterstützung des Logistikzentrums der Post in Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) angewandt. Dort verrichten seit einigen Tagen 297 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst, so Heeressprecher Oberst Michael Bauer. 90 Soldaten sind pro Schicht eingeteilt. Für die Einschulung und den regulären Ablauf wurde ihnen 20 Mitarbeiter der Post zur Seite gestellt.

 

13.24 Uhr: Teils Rückzahlung, aber kein Erlass zu Besuchs-Strafen

Das Gesundheitsministerium wird keinen Erlass herausgeben, wie die Bundesländer mit den Strafen für Privatbesuche umgehen sollen - nachdem das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich eine solche aufgehoben hat, weil "Aufenthalt in privaten Räumen" nie untersagt gewesen sei. Wien und Niederösterreich erwägen die Rückzahlung im Kulanzweg.

"Wir beobachten und schauen uns das Urteil in Niederösterreich an", sagte Anschober bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Die Juristen im Ministerium werden die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts prüfen.

>> Verwirrung um Erlass

 

13.10 Uhr: Schüler in Südkorea gehen nach Corona-Pause wieder in die Schule

Nach wochenlanger Verschiebung des Unterrichtsbeginns wegen der Coronavirus-Krise drücken in Südkorea landesweit die ersten Schüler wieder die Schulbank. Hunderttausende Schüler der Oberstufe waren am Mittwoch die ersten, die wieder die Klassenzimmer betreten haben, wie südkoreanische Sender berichteten.

Die Lehrer empfingen die Schüler, die Schutzmasken tragen mussten, am Eingang mit Fieberthermometern und Handdesinfektionsmitteln. In einigen Schulen waren die Tische in den Klassenräumen mit Plexiglasscheiben voneinander getrennt.

 

13.03 Uhr: Viertel der Familien kam mit Fernlehre sehr gut zurecht

Ein Viertel der Familien mit Sechs- bis 14-jährigen Schülern ist mit dem Heimunterricht während der Schulschließung sehr gut zurechtgekommen, zeigt eine Umfrage des Dachverband der Pflichtschulelternvereine unter Eltern von 12.000 Schülern. Konkret haben 28 Prozent (AHS-Unterstufe, Neue Mittelschule) bzw. 22 Prozent (Volksschule) angegeben, dass das Lernen besser als zu Schulzeiten funktioniere.

Sechs von zehn Eltern haben in der ersten Maihälfte bei der Umfrage angegeben, dass das Lernen halbwegs funktioniere, sie sich aber schon auf die Wiederöffnung der Schulen freuten. Jeder Zehnte meinte "Es ist für uns schwierig, meine Kinder und ich brauchen dringend wieder normalen Schulbetrieb" und einige wenige (ein Prozent bei AHS/NMS und vier Prozent bei Volksschulen) haben ihre Kinder bereits während des Notbetriebs in die Schule geschickt. Beim Dachverband räumt man allerdings ein, dass der Anteil der Familien mit Schwierigkeiten beim Homeschooling zu gering erscheinen könnte, da in der Umfrage vermutlich in Elternvereinen engagierte Eltern überrepräsentiert sind.

>> Details finden Sie hier!

 

12.58 Uhr: Migrant sprang von Quarantäneschiff ins Meer und starb

Ein tunesischer Migrant ist in der Nacht auf Mittwoch vom Quarantäneschiff "Moby Zazà" gesprungen, das vor der sizilianischen Hafenstadt Porto Empedocle vor Anker liegt, und ist ertrunken. Die Leiche wurde auf einem Strand unweit von Agrigent gefunden, berichteten lokale Medien.

An Bord des Schiffes befinden sich circa 120 Migranten, die in den vergangenen Tagen auf Lampedusa eingetroffen waren, sowie 35 Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Am Dienstag war eine 32-jährige Frau in prekärem Gesundheitszustand vom Schiff nach Sizilien evakuiert worden. Zwei Quarantäneschiffe für Migranten wurden vor Sizilien organisiert, um Hotspots zu entlasten. An Bord der Schiffes sollen die Flüchtlinge eine zweiwöchige Quarantäne verbringen. Italien und Malta hatten zuletzt erklärt, dass sie während der Coronavirus-Pandemie keine Migranten an Land lassen, weil diese nicht gesundheitlich versorgt werden könnten.

 

12.47 Uhr: Situation auf Intensivstationen laut Anschober stabil

Die Situation auf den Intensivstationen ist weiter stabil: Aktuell befinden sich 37 Menschen österreichweit in intensivmedizinischer Behandlung, den Höchststand gab es am 8. April mit 267 Patienten, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. "Erstmals haben wir mit 838 Aktiv-Erkrankten wieder die Grenze von 1.000 unterschritten."

Auch die Prognose bis nächste Woche lasse "keine großen Veränderungen" erwarten. Er verwies aber darauf, dass Covid-19-Patienten eine "überdurchschnittliche Belagsdauer von rund 20 Tagen" auf den Intensivstationen benötigen. 

>> Mehr zur Situation auf den Intensivstationen

 

12.40 Uhr: Neuseeland erwägt wegen Coronakrise Vier-Tage-Woche

In Neuseeland rückt die Idee einer viertägigen Arbeitswoche zur Ankurbelung der durch die Coronakrise schwer gebeutelten Wirtschaft in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatte. Auch Regierungschefin Jacinda Ardern findet die Idee gut und ermunterte die Arbeitgeber im Land, über die Einführung einer Vier-Tage-Woche und andere flexible Arbeitsmodelle nachzudenken.

Viele Neuseeländer hätten ihr erzählt, dass sie mehr im eigenen Land reisen würden, wenn sie flexiblere Arbeitszeiten hätten, sagte Ardern nach einem Besuch in der Touristen-Hochburg Rotorua. "Ich höre viele Menschen, die vorschlagen, dass wir eine Vier-Tage-Arbeitswoche haben sollten", sagte Ardern in einem informellen Live-Video auf Facebook.

 

12.34 Uhr: SPÖ fordert größtes Konjunkturpaket seit 1945

Die SPÖ fordert angesichts der coronabedingten Rekordarbeitslosigkeit das größte Investitions- und Beschäftigungspaket seit 1945. "Wir müssen uns aus der Krise herausinvestieren", sagte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner am Mittwoch in Wien. Ohne größere Konjunkturmaßnahmen werde man die "explodierende Arbeitslosigkeit" nicht stoppen können. Gefordert wird zudem eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes.

 

12.30 Uhr: Venetien wirbt um österreichische Urlauber

Die norditalienische Region Venetien buhlt um österreichische Touristen in Hinblick auf die bevorstehende Sommersaison. "Unsere Strände sind die Heimstrände der Österreicher. In Badeortschaften wie Caorle, Bibione, Jesolo und Sottomarina sind Österreicher zu Hause", betonte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, im Gespräch.

"In Venetien spricht man Italienisch und Deutsch. Wenn Venetien im touristischen Bereich groß geworden ist, verdanken wir das den österreichischen und deutschen Touristen, die uns als ihre Heimat betrachten", sagte Zaia. Der Neustart des Tourismus nach der Aufhebung der Reisebeschränkungen am 3. Juni sei für Venetien von wesentlicher Bedeutung. "Die Coronavirus-Krise droht, uns 50.000 Jobs zu kosten, 35.000 davon allein in der Tourismusbranche", warnte Zaia, Spitzenpolitiker der rechten Lega.

 

12.02 Uhr: Gastro-Öffnung: FPÖ OÖ fordert Ende des Rauchverbots

Die FPÖ Oberösterreich hat am Mittwoch in Linz ein Ende des Rauchverbots in Lokalen gefordert. Die Gastronomie sei durch die Corona bedingten Einschränkungen einmal mehr "Opfer" von Umsatz bremsenden Maßnahmen geworden. Daher will der blaue Landesparteichef LHStv. Manfred Haimbuchner eine "Wiedereinführung der Entscheidungsfreiheit für Wirte" im Bezug auf das Rauchen.

Umsatzeinbußen von zehn bis 15 Prozent hätte das generelle Rauchverbot für die Gastronomie bedeutet. Haimbuchner ist der Ansicht, dass die Wirte wieder die Wahlfreiheit erhalten sollen, ob und wo er Rauchen gestattet. Darin sehe er "die einzige Möglichkeit, die Gastronomie wirklich zu beleben".

 

11.57 Uhr:  Wiener Gäste-Nächtigungen im April um 98,2 Prozent eingebrochen

Die Coronakrise hat den Wiener Tourismus im April mit voller Härte erwischt: Die Gäste-Nächtigungen brachen um ganze 98,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ein. Nur 29.000 Übernachtungen wurden in den Beherbergungsbetrieben gezählt - knapp die Hälfte davon aus Österreich, wie der Wien-Tourismus am Mittwoch per Aussendung mitteilte.

Durch die strikten Reisebeschränkungen und die weitgehende Sperre der Hotellerie gab es aus allen Hauptmärkten - Deutschland, USA, Italien, Großbritannien, Spanien, China, Frankreich, Russland und Schweiz - ein Minus von jeweils mehr als 99 Prozent. Die Nächtigungszahlen österreichischer Gäste verringerte sich um 95 Prozent. Insgesamt waren im April 17.100 Hotelbetten in der Bundeshauptstadt verfügbar, um rund drei Viertel weniger als im Vorjahr.

 

11.50 Uhr: Volksanwaltschaft rechnet mit Flut an Corona-Beschwerden

Die zahlreichen Corona-Schutzmaßnahmen sorgen auch bei der Volksanwaltschaft für ein erhöhtes Beschwerdeaufkommen. Obwohl die Volksanwälte während des Lockdowns nur eingeschränkt Beschwerden entgegennehmen durften, sind bisher 281 Fälle eingelangt und man rechnet mit einem "erheblichen Anstieg", wie Volksanwalt Werner Amon bei der Präsentation des Jahresberichts am Mittwoch sagte.

Die Beschwerden betrafen alle Bereiche: Strafen und Anzeigen, den Härtefonds, die Quarantänebestimmungen, die Ein- und Ausreisen und vieles mehr. Die drei Volksanwälte Werner Amon, Bernhard Achitz und Walter Rosenkranz haben in der Coronakrise "auch unter besonderen Bedingungen gearbeitet". Es habe keine Sprechtage gegeben, Besuche im Haus in der Wiener Innenstadt waren nicht erlaubt, schilderte Amon. Gleichzeitig durften auch sie keine Alten- und Pflegeheime, Jugend- und Kindereinrichtungen sowie Justizanstalten und Polizeianhaltezentren besuchen, ergänzte Achitz und kritisierte, dass das Gesundheitsministerium bis heute keine Richtlinien vorgegeben habe, unter denen man wieder Kontrollen in diesen Einrichtungen durchführen dürfe.

 

11.46 Uhr: Coronakrise ließ Umsatze im Durchschnitt um 67 Prozent einbrechen

Die Coronakrise trifft die heimische Wirtschaft mit voller Wucht. Das zeigt jetzt auch eine vom ÖVP-Wirtschaftsbund beim IMAS-Institut beauftragte Studie. Demnach hatten im März und April nur 17 Prozent der Unternehmer keinen Umsatzrückgang. Für mehr als ein Fünftel (22 Prozent) brach das Geschäft zur Gänze ein. Der durchschnittliche Umsatzeinbruch liegt bei mehr als zwei Drittel (67 Prozent).

Hinterfragt wurde auch, was die Unternehmer zu den bisher gesetzten Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung sagt. Auf Social-Media-Kanälen gibt es zum Teil ja herbe Kritik an den Maßnahmen. Laut der IMAS-Untersuchung sind aber nur 15 Prozent eher oder überhaupt nicht zufrieden und 84 Prozent sehr oder einigermaßen zufrieden mit dem Krisenmanagement der Politik (1 Prozent keine Angabe). Neun von zehn Unternehmern halten die strengen Maßnahmen der Bundesregierung für richtig.

 

11.42 Uhr: Landungen russischer Jets fielen unter Ausnahmeregel

Zwei Privatjets aus Russland, die Medien mit den Putin-Vertrauten Igor Setschin und Igor Schuwalow in Verbindung bringen, sind trotz eines Verbots im Mai in Österreich gelandet. In beiden Fällen sei dies durch Ausnahmeregeln beim derzeit bis 22. Mai geltenden Landeverbot für Luftfahrzeuge aus Coronavirus-Risikogebieten möglich gewesen, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Eine Sprecherin des für die Landeverbotsverordnung zuständigen österreichischen Gesundheitsministeriums bestätigte am Dienstagabend die beiden Landungen, die durch eine Ausnahmeregelung für Überstellungsflüge ohne Passagiere möglich gewesen seien. M-YOIL sei aus Moskau nach Wien gekommen, um hier gewartet zu werden, berichtete sie. Aber auch bei LX-MOW nach Salzburg habe es bei An- und Abflug jeweils keine Passagiere gegeben. "Es wurden Koffer und andere Sachen von Zweitwohnbesitzern in Österreich abgeholt", erläuterte sie.

>>Laut Ministerium rechtens

 

11.31 Uhr: EU-Kommission: "Wirtschaft wie von Asteroid getroffen"

Mit Investitionen ins Gesundheitssystem und der Schulung von Arbeitskräften sollen die EU-Staaten aus der Coronakrise wachsen. Die EU-Kommission riet den 27 EU-Staaten am Mittwoch in ihren wirtschaftspolitischen Empfehlungen zudem zu strikten Maßnahmen gegen Steuervermeidung und Geldwäsche.

Die Brüsseler Behörde selbst will zwar die Defizite in Staatshaushalten im Auge behalten, vorerst aber keine Strafmaßnahmen in die Wege leiten. "Das Coronavirus hat uns getroffen wie ein Asteroid und hat ein kraterförmiges Loch in der europäischen Wirtschaft hinterlassen", erklärte der für Wirtschaft zuständige Vizepräsident Valdis Dombrovskis. Die wirtschaftspolitischen Empfehlungen sollten den EU-Staaten helfen, diesen Sturm zu überstehen.

 

11.25 Uhr: Diakonie kritisiert Umgang mit 24-Stunden-Pflegern

Scharfe Kritik am Umgang mit den 24-Stunden-Betreuerinnen in der Coronakrise übt die Diakonie Österreich. Vielen ist der Zugang zum Härtefallfonds immer noch verschlossen, weil der ÖVP-Finanzminister auf ein inländisches Konto beharrt. Und viele derer, die wegen drohenden Notstands trotz Grenzsperren ins Land geholt wurden, müssen Reisekosten oder Quarantäneunterkunft selbst bezahlen.

Derzeit werde "einmal mehr deutlich, dass die Konstruktion der 24-Stunden-Betreuung als selbstständige Beschäftigung die Betreuerinnen in prekäre Situationen" am Rand der Ausbeutung bringe. Sie liefen Gefahr, "die größten Opfer in der Coronakrise bringen zu müssen", stellte Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser Mittwoch in einer Aussendung fest - und forderte mit der anstehenden Pflegereform auch "faire und sichere Arbeitsbedingungen" für die 24-Stunden-Pflegerinnen zu schaffen.

 

10.53 Uhr Russland überschritt 300.000er-Marke bei Infektionen

Russland hat bei der Zahl der registrierten Corona-Infizierten die Marke von 300.000 überschritten. Am Mittwoch kamen innerhalb eines Tages mehr als 8.700 neue Fälle hinzu, wie die Behörden in Moskau mitteilten. Das sei der niedrigste Wert seit Anfang Mai. 2.972 Menschen starben demnach mit dem Virus. Mit 135 Todesfällen pro Tag habe es nun einen neuen Höchststand gegeben.

Nach Erhebungen der US-Universität Johns Hopkins liegt das flächenmäßig größte Land der Erde bei der Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen auf Platz zwei hinter den USA. Insgesamt haben sich in Russland rund 308.700 Menschen angesteckt.

 

10.51 Uhr: Schönborn feiert erstmals wieder öffentliche Messe im Dom

Nach den Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie feiert Kardinal Christoph Schönborn zu Christi Himmelfahrt morgen, Donnerstag, erstmals wieder einen öffentlichen Gottesdienst im Wiener Stephansdom. Palmsonntag, die Kartage und Ostern konnte der Kardinal nur im kleinsten Kreis im Dom zelebrieren.

Öffentliche Gottesdienst sind seit vergangenem Freitag unter bestimmten von der Bischofskonferenz festgelegten Schutzbestimmungen wieder möglich. Der Stephansdom bietet unter diesen Bedingungen derzeit für 300 Mitfeiernde Platz, berichtete "Kathpress".

 

10.41 Uhr: UNO und Weltbank: Starke Zunahme extremer Armut 

Die Vereinten Nationen und die Weltbank haben vor einer starken Zunahme der extremen Armut rund um den Globus als Folge der Coronavirus-Pandemie gewarnt. UN-Generalsekretär António Guterres erklärte am Mittwoch, in Afrika drohten Millionen von Menschen in die bitterste Not abzurutschen. Er rief zur "globalen Solidarität" mit dem Kontinent auf.

Nach Schätzung der Weltbank könnten weltweit bis zu 60 Millionen weitere Menschen in extreme Armut geraten. Guterres warnte, die Pandemie bedrohe die Fortschritte bei der Armutsbekämpfung in Afrika. Sie werde die dort seit langem bestehenden Ungleichheiten sowie den Hunger, die Fehlernährung und die Anfälligkeit für Krankheiten steigern.

 

10.23 Uhr: SPÖ will datenschutzrechtliche Prüfung einleiten

Der Datenschutzrat soll überprüfen, ob bei den gesetzlichen und rechtlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus die datenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten wurden. Dafür muss das - beim Justizministerium eingerichtete - Beratungsgremium endlich einmal zusammentreten, fordert SPÖ-Datenschutzsprecher Christian Drobits.

 

10.09 Uhr: Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Stand Mittwoch, 20. Mai 2020, 08.00 Uhr, sind in Wien 3.020 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt weiterhin unverändert 144. 2.405 Personen sind genesen.

 

9.59 Uhr: Kultur-Stillstand in Italien kostet 400.000 Jobs

Italiens Kultur zahlt einen hohen Preis für den epidemiebedingten Stillstand. 400.000 Menschen haben wegen des Coronavirus-Stopps im Kulturbereich ihren Job verloren. Wegen des Aus für Theater, Kinos und Konzerte drohen Verluste in der Größenordnung von 1,5 Milliarden Euro, schätzt die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

Erst am 15. Juni können Theater und Kinos wiederöffnen. Bei größeren Veranstaltungen werden maximal 1.000 Zuschauer zugelassen, allerdings bei Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen. Über 100 Konzerte großer Namen der italienischen Pop-Szene, für die bereits drei Millionen Karten verkauft wurden, mussten auf 2021 verschoben werden.

 

9.51 Uhr: Weiterer Grenzübergang zu Ungarn offen

Zwischen Ungarn und Österreich ist ein weiterer Grenzübergang eröffnet worden. Das gab Ungarns Außenminister Peter Szijjarto am Mittwoch auf Facebook bekannt. Es handle sich um den Übergang Lutzmannsburg - Zsira, hieß es.

Demnach ist der Grenzübergang im burgenländischen Bezirk Oberpullendorf täglich zwischen 5.00 und 21.00 Uhr geöffnet. Die Grenze überfahren dürfen Pendler sowie Personen, die auf der anderen Seite Grundbesitz haben, hieß es auf der Facebook-Seite des Ministers. Damit sind nach Angaben der ungarischen Polizeihomepage vom Mittwoch nur mehr die Grenzübergänge Rechnitz - Bozsok und Strem - Pinkamindszent für den Verkehr gesperrt.

 

9.48 Uhr: Edtstadler: Geld muss zurückgezahlt werden

Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) hat die harte Haltung der österreichischen Bundesregierung im Streit um den EU-Wiederaufbauplan bekräftigt. Sie forderte in einem Interview mit den "Salzburger Nachrichten" vom Mittwoch erneut, dass Krisengelder in Form von rückzahlbaren Krediten - und nicht als Zuschüsse - vergeben werden.

"Es soll jenen, die am härtesten getroffen sind, am meisten geholfen werden. Aber klar ist auch: Geld, das jetzt nach Italien, Spanien oder Frankreich fließt, muss dafür verwendet werden, um aus der Krise herauszukommen. Und es muss zurückgezahlt werden", sagte Edtstadler in dem Interview.

 

9.35 Uhr:  Umfrage: 36 Prozent haben fixe Urlaubspläne

Die Coronavirus-Pandemie hat auch enorme Auswirkungen auf das Urlaubsverhalten der Österreicher. Nach einer Umfrage des Österreichischen Gallup Instituts haben derzeit 36 Prozent der Österreicher fixe Urlaubspläne für den Sommer. Weitere 31 Prozent tragen sich mit dem Gedanken, im Urlaub zu verreisen, warten aber noch ab. Jeder Vierte muss sich vom Budget her einschränken.

 

9.27 Uhr: Zwei weitere Corona-Infizierte in Tirol

In Tirol sind von Dienstagabend bis Mittwochfrüh zwei mit dem Coronavirus infizierte Personen hinzugekommen. Damit waren im Bundesland noch 38 Personen erkrankt. Bereits 3.393 galten wieder als genesen. DIe Zahl der Todesfälle lag weiter bei 107, teilte das Land mit.

In Tirols Krankenhäusern wurden mit Stand Mittwochfrüh weiter 18 Covid-19-Patienten behandelt. Fünf Infizierte lagen auf Intensivstationen.

 

9.13 Uhr: Österreicher lösen private Ausgabenbremse etwas

Die Österreicher gehen bei privaten Ausgaben und Investitionen zaghaft, aber doch von der Bremse. Das zeigt eine aktuelle market-Umfrage, für die am Montag und am Dienstag rund 1.000 Personen online befragt wurden. Auch die Zufriedenheit mit den Maßnahmen und dem Lockerungsfahrplan ist weiterhin hoch.

Laut Meinungsforschern ist deutlich zu sehen, dass die wirtschaftliche ebenso wie die gesundheitliche Bedrohung nicht mehr als so stark empfunden wird wie noch in den vergangenen Wochen. Das zeigt sich auch im privaten Ungang mit Geld: Lag der Prozentsatz jener Befragten, die weniger ausgeben wollen als im Vorjahr, in den vergangenen Wochen bei deutlich über 30 Prozent, so waren es diese Woche nur mehr 28 Prozent. 58 Prozent wollen den privaten Konsum auf Vorjahresniveau belassen, 14 Prozent sogar mehr ausgeben. Auch bei den privaten Investitionen sitzt das Geld wieder lockerer: Nach 47 Prozent in der Vorwoche wollen mittlerweile nur mehr 40 Prozent geplante größere Anschaffungen auf später verschieben oder gar streichen.

 

8.55 Uhr: Kindergarten: Besuchspflicht lebt wieder auf und doch nicht

Die Aufhebung der Besuchspflicht im letzten Kindergartenjahr ist mit Ende letzter Woche ausgelaufen. Damit müssten die Kinder im entsprechenden Alter eigentlich wieder den Kindergarten besuchen - analog der Regelung für Schulen können sie aber entschuldigt werden, etwa mit Verweis auf eine Angst vor einer Covid-19-Ansteckung, hieß es aus dem Bildungsministerium bzw. der Stadt Wien.

Groß kommuniziert wurde das Wiederaufleben nicht - in den vergangenen Tagen haben aber manche Kindergartenbetreiber die Eltern in Informationen darauf hingewiesen. Grundlage ist das Auslaufen diverser Verordnungen: Das Gesundheitsministerium hatte per Erlass unter Verweis auf das Epidemiegesetz mehrmals die Landeshauptleute angewiesen, de facto die Besuchspflicht durch eine ledigliche Öffnung der Kindergärten zu ersetzen. Die (für die Kindergärten zuständigen) Länder haben dies dann in Verordnungen gegossen, die mehrfach verlängert wurden. Die letzte Verlängerung ist allerdings mit 15. Mai ausgelaufen.

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8.43 Uhr: Tokio: Zunehmend Beschwerden über Lärmbelästigung

Der in Japans Hauptstadt Tokio noch andauernde Notstand wegen der Corona-Pandemie hat zu einer Häufung von Beschwerden wegen Lärmbelästigung unter Nachbarn geführt. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch berichtete, gingen bei der Polizei im März und April mehr als 24.000 Telefonanrufe ein, bei denen sich die Anrufer wegen Lärmbelästigung beschwerten.

Das sei ein Anstieg um 28,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In einem extremen Fall war ein Bauarbeiter von einem Nachbarn erstochen worden. Japans Wohnhäuser sind bekannt für dünne Wände.

 

8.30 Uhr: 176.007 Infizierte in Deutschland 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch mit 176.007 angegeben - ein Plus von 797 seit dem Vortag. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 177.778 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt, registrierte bisher 8.090 Todesfälle, die JHU 8.081. Die Zahl der Genesenen betrug etwa 156.900.

 

8.10 Uhr: Italiener stürmen Ikea-Filialen

Die wiedererrungene Freiheit nach zwei Monaten Lockdown treibt die Italiener verstärkt in Lokale und Geschäfte. Für Aufsehen sorgten die Bilder langer Schlangen vor den Filialen des Möbelherstellers Ikea, die seit Montag wieder geöffnet sind. 15.000 Kunden stellten sich am Dienstag vor dem Eingang des schwedischen Möbelhauses in Collegno bei Turin an.

Auch vor den Filialen in Mailand bildeten sich lange Schlagen. "Es ist als würden wir eine neue Einweihung unserer Stores feiern. Es beginnt eine neue Phase", betonte Asunta Enrile, CEO von Ikea für Italien. Die Filialen würden strenge Vorsichtsmaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter berücksichtigen, versicherte die Managerin.

>> Mehr zur Lage in Italien

 

7.53 Uhr: Triest verzichtet auf Quarantäneschiff

Angesichts der sinkenden Zahl von Covid-19-Kranken in den friaulischen Seniorenheimen haben die Behörden der Region Friaul Julisch Venetien beschlossen, auf das Projekt eines Quarantäneschiffes im Hafen von Triest zu verzichten. Das Schiff "GNV Azzurra" hätte in den vergangenen Tagen in Triest eintreffen sollen.

In einer ersten Phase hätten 50 Patienten aus Seniorenheimen im Schiff untergebracht werden sollen. Angesichts der sinkenden Zahl von Fällen in den Altersheimen der Region beschlossen die friaulischen Gesundheitsbehörden, dass das Quarantäneschiff nicht mehr notwendig sei.

 

7.43 Uhr: Weltärztepräsident spricht sich für Impfpflicht aus

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat eine allgemeine Impfpflicht zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus gefordert. Wenn künftig ein Serum gegen das Virus zur Verfügung stehe und sich manche Bürger dann der Impfung verweigerten, stellten sie ein hohes Risiko für ihre Mitbürger dar, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden könnten, warnte Montgomery.

"Wir müssen deshalb möglichst viele Menschen impfen", sagte der Präsident des Weltärztebundes den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

 

7.23 Uhr: Bisher höchster Anstieg an Todesfällen in Chile

Chile ist innerhalb von 24 Stunden die höchste Zahl an Corona-Todesfällen und Neuinfektionen seit Ausbreitung des Virus in das Land registriert worden. 3.520 Menschen hätten sich neu angesteckt, 31 Erkrankte seien gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Seit dem ersten Auftreten des neuartigen Virus in dem südamerikanischen Land Anfang März gab es damit laut den offiziellen Statistiken fast 50.000 Infektionen und mehr als 500 Todesfälle.

In der Hauptstadt Santiago de Chile gilt seit Freitag eine strikte Ausgangssperre, um die rasante Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Dagegen gibt es zunehmend Proteste: "Wir haben Hunger" oder "Wir müssen arbeiten, wir brauchen Unterstützung" waren einige der Protestrufe, die in den ärmsten Vierteln von Santiago zu hören waren. Zudem gab es Plünderungen. Angesichts der Lage wurde am Dienstag die Armee in die betroffenen Armenviertel geschickt.

 

7.19 Uhr: Coronavirus: Weltbank warnt vor deutlicher Zunahme von extremer Armut

Die Weltbank hat vor einer deutlichen Zunahme der extremen Armut rund um den Globus als Folge der Corona-Pandemie gewarnt. Nach Schätzung der Weltbank könnten durch die Pandemie bis zu 60 Millionen Menschen in bitterste Not abrutschen, wie der Direktor der auf Entwicklungsmaßnahmen spezialisierten Finanzinstitution, David Malpass, am Dienstag in einer Telefonkonferenz sagte.

Die in den vergangenen drei Jahre erzielten Fortschritte in der weltweiten Armutsbekämpfung würden durch die Coronakrise zunichtegemacht, beklagte Malpass. Die Weltbank geht nach seinen Angaben davon aus, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr um fünf Prozent schrumpft. Dies treffe die ärmsten Länder besonders hart.

 

7.15 Uhr: Britischer Corona-Held "Captain Tom" soll Ritterwürde bekommen

Der durch seine Spenden-Sammelaktion für das britische Gesundheitspersonal zum Corona-Helden aufgestiegene Weltkriegsveteran Tom Moore soll in den Ritterstand erhoben werden. Premierminister Boris Johnson nominierte den 100-jährigen "Captain Tom" für den Ehrentitel, wie die Regierung in London am Dienstag mitteilte.

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7.13 Uhr: Erstmals mehr als tausend Tote am Tag in Brasilien

In Brasilien sind erstmals mehr als tausend Todesopfer der Corona-Pandemie innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurden seit dem Vortag 1.179 Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der offiziell gezählten Todesfälle in Brasilien stieg damit auf 17.971. Die Zahl der verzeichneten Infektionen stieg auf 271.628. Bei den Infektionszahlen liegt Brasilien weltweit inzwischen auf dem dritten Rang hinter den USA und Russland. Das Land hatte sich am Montag in der Statistik vor Großbritannien gesetzt.

 

7.11 Uhr: Trump: Hohe Coronavirus-Fallzahl ist Auszeichnung für gute Tests

US-Präsident Donald Trump kann der Vielzahl an nachgewiesenen Corona-Infektionen in den USA - mehr als 1,5 Millionen - etwas positives abgewinnen. Er betrachte es nicht als "schlechte Sache", dass es so viele nachgewiesene Infektionen im Land gibt. "Ich betrachte es in gewisser Hinsicht als gute Sache, weil es bedeutet, dass unsere Tests viel besser sind", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus. Wenn man wie in den USA fast 14 Millionen Menschen teste, finde man auch mehr Fälle, sagte er.

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7.08 Uhr: Nehammer bleibt bei seinem Hilfs-"Angebot" an Wien

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hat am Dienstagabend noch einmal sein "Angebot" an die Stadt Wien erneuert, Contact Tracing mit Hilfe der Polizei durchzuführen, um Infektionsketten zu durchbrechen. "Mein Angebot steht", sagte er in der ORF-"ZiB2". Vorwürfe, er hätte während der Coronakrise zu den Ausgangsregeln die Unwahrheit gesagt, wies er zurück.

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7.04 Uhr: EU-Corona-Paket noch nicht komplett, Kurz plant Gegenentwurf

Nach der deutsch-französischen Initiative für ein 500-Milliarden-Euro-Programm zur wirtschaftlichen Erholung in der EU rühren beide Länder nun die Werbetrommel - denn es regt sich Widerstand. Österreich, die Niederlande, Dänemark und Schweden pochen darauf, dass die EU nur rückzahlbare Kredite und keine Zuschüsse ausgibt. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte einen Gegenentwurf an. Knapp zwei Wochen vor dem Start ist indes das erste Paket mit EU-Corona-Krisenhilfen immer noch nicht endgültig geschnürt.

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Die wichtigsten Ereignisse des gestrigen Abends

20.52 Uhr: Aschbacher: Es wird Kinderbetreuung in Ferien geben

Familienministerin Christine Aschbacher (ÖVP) hat im Familien- und Jugendausschuss am Dienstagnachmittag erklärt, es werde im Sommer jedenfalls Kinderbetreuungsangebote geben. Es gelte aber, noch die Entwicklung der Corona-Fallzahlen zu beobachten, bevor im Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium konkrete Schritte gesetzt würden, bat sie laut Aussendung der Parlamentskorrespondenz um Geduld.

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20.37 Uhr: Guterres schlägt UNO-Vollversammlung mit Videobotschaften vor

UN-Generalsekretär António Guterres hat wegen der Corona-Pandemie für die anstehende Vollversammlung vorher aufgenommene Videobotschaften der Staats- und Regierungschefs vorgeschlagen. Gleichzeitig solle jedes Land im großen Versammlungssaal in New York mit jeweils nur einer einköpfigen Delegation vertreten sein, um den nötigen Abstand gewährleisten zu können,.

Das schrieb Guterres an den Präsidenten der UN-Generalversammlung, Tijjani Mohammed-Bande. Der Brief, datiert vom Montag, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

 

20.25 Uhr: Rumänien kritisiert Arbeitsbedingungen in Westeuropa

Die Coronakrise sollte zu einem Umdenken bei den Arbeitsbedingungen von Arbeitskräften aus Osteuropa in der westeuropäischen Landwirtschaft und Ernährungsindustrie führen. Das forderte die rumänische Arbeitsministerin Violeta Alexandru nach mehreren Corona-Ausbrüchen in deutschen Schlachthöfen.

Sie sehe "zahlreiche systemische Probleme, die wir in den letzten Jahren nicht richtig angegangen sind", erklärte Alexandru der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin, wohin sie für eine Fact-finding-Mission gefahren war. Trotz geschlossener Grenzen in Europa arbeiten rund 30.000 Rumänen in der Lebensmittelindustrie in Deutschland. Sie werden mit gecharterten Maschinen eingeflogen.

 

20.14 Uhr: Zuordnungsfehler bei Testergebnissen aus Hagenbrunn

Bei Ergebnissen von Tests auf Coronavirus-Infektionen im Logistikzentrum der Post in Hagenbrunn ist ein Zuordnungsfehler passiert. Einem Labor in Wiener Neustadt zufolge geht es konkret um zwei Fälle, die ursprünglich negativ gemeldet und nunmehr auf positiv korrigiert worden seien. Zwei zunächst positiv zugeordnete Fälle seien auf negativ gestellt worden.

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20.04 Uhr: Russland plant keine Militärübungen an NATO-Grenze

Russland plant während der Corona-Krise keine Militärmanöver an der Grenze zu NATO-Ländern. Das Militär werde zudem auch andere Übungen reduzieren, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Moskau der Agentur Tass zufolge. Russland habe dem Militärbündnis schon früher derartige Vorschläge gemacht, um das Vertrauen zu stärken. Diese seien jedoch unbeantwortet geblieben.

Bei den großangelegten Militärübungen setzt die Atommacht regelmäßig seine neuen Hyperschallraketen ein, etwa im Schwarzen Meer oder an der Ostsee. Auch mit China und Ländern wie Serbien hält Moskau immer wieder solche gemeinsamen Übungen ab. Zahlreiche westliche Länder und auch die NATO hatten Russland dabei mangelnde Transparenz vorgeworfen.

 

19.48 Uhr: Vereinte Nationen vermeiden direkte Reaktion auf Trump-Brief

Die UN haben eine direkte Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump zum endgültigen Zahlungsstopp an die Weltgesundheitsorganisation WHO vermieden. "Alle Antworten auf die aufgeworfenen Fragen sind in den Bemerkungen des Generalsekretärs gestern bei der WHO-Jahresversammlung zu finden und ich habe wirklich nichts hinzuzufügen", sagte Sprecher Stéphane Dujarric am Dienstag in New York.

 

19.42 Uhr: Dänemark lässt keinen Urlaubertransit von und nach Sylt mehr zu

Die dänische Polizei lässt keine deutschen Urlauber mehr zu Transitzwecken über die Grenze. Betroffen davon sind Syltgäste, die mit der SyltFähre von Havneby auf der dänischen Insel Rømø nach List oder in die andere Richtung fahren wollen, wie die dänische Polizei am Dienstagabend mitteilte.

Die dänischen Behörden hätten in Havneby bereits Campingfahrzeuge auf die Fähre zurück nach Sylt geschickt, sagte Tim Kunstmann, Geschäftsführer der Rømø-Sylt Linie, der Deutschen Presse-Agentur. Anders als in den vergangenen Wochen, seitdem Sylt wieder für Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper geöffnet ist und auch Camper die Grenze passieren konnten, können Kunstmanns Angaben zufolge ab sofort nur noch Versorgungsfahrzeuge etwa für die Supermärkte auf Sylt mitgenommen werden.

 

19.21 Uhr: Renault bekommt Staatshilfe über 5 Mrd. Euro

Der französische Autobauer hat zur Bewältigung der Coronaviruskrise Insidern zufolge ein staatlich garantiertes Darlehen über 5 Mrd. Euro mit Banken ausgehandelt. Der vom Staat verbürgte Kredit, an dem Renault seit etwa einem Monat gearbeitet habe, solle in Kürze dem Management vorgelegt werden, sagten am Dienstag zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

 

18.28 Uhr: Trudeau: Grenze zwischen USA und Kanada bleibt zu

Wegen der Coronavirus-Pandemie bleibt die Grenze zwischen den USA und Kanada vorerst bis zum 21. Juni geschlossen. Die in Abstimmung mit den USA beschlossene Verlängerung der Grenzschließung sei wichtig für die "Sicherheit der Menschen auf beiden Seiten der Grenze", kündigte der kanadische Regierungschef Justin Trudeau am Dienstag an.

Die Grenze war am 21. März erstmals abgeriegelt worden. Sie blieb lediglich für den Warenverkehr geöffnet. Vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus überquerten täglich etwa 400.000 Menschen die Grenze. Die Landgrenze zwischen beiden Staaten ist mit 8900 Kilometern die längste der Welt.

 

18.22 Uhr: Wieder Anstieg von Coronavirus-Toten in Italien

Nachdem Italien am Montag mehrere Corona-Beschränkungen gelockert hat, ist die Zahl der Covid-19-Todesopfer am Dienstag wieder gestiegen. Die Zahl der Verstorbenen kletterte in 24 Stunden auf 162, am Montag waren noch 99 Todesopfer gemeldet worden, teilte der italienische Zivilschutz mit. Die Zahl der Verstorbenen seit Beginn der Pandemie in Italien am 20. Februar stieg auf insgesamt 32.169.

Die Zahl der aktiv Infizierten fiel in 24 Stunden von 66.553 auf 65.129. Die Zahl der Covid-19-Patienten in Italiens Spitälern sank unter die 10.000-Schwelle auf 9.991. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen fiel auf 716, das sind 33 weniger als am Vortag. In Heimisolation befinden sich noch 54.422 Personen. Die Zahl der Genesenen stieg auf 129.401.

 

18.15 Uhr: Sechs positive Corona-Tests in der Premier League

Gestern wurden 748 Menschen rund um die Premier League auf das Coronavirus getestet, nun wurden sechs positive Fälle kommuniziert. Unklar ist, ob es sich bei den positiven Fällen um Spieler, Trainer oder andere Vereinsmitarbeiter handelt.

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18.04 Uhr: Air France erhöht bis Ende Juni schrittweise Zahl der Flüge

Die französische Fluggesellschaft Air France will bis Ende Juni schrittweise wieder mehr Flüge anbieten. Dies gelte vorbehaltlich der Aufhebung der Reisebeschränkungen, teilte die Airline mit. Dabei sollen die Zahl der Frequenzen und Ziele, insbesondere nach Frankreich, in die französischen Überseegebiete und innerhalb Europas schrittweise erhöht werden.

Von Paris aus sollen demnach auch Ziele in Deutschland angeflogen werden - das sind Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und München. London, Wien, Madrid oder Mailand sind ebenfalls im Flugplan, der täglich aktualisiert werden soll.

 

17.59 Uhr: Hilfspaket für Gemeinden könnte eine Milliarde Euro schwer werden

Das von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am vergangenen Freitag angekündigte Hilfspaket für Städte und Gemeinden in der Coronakrise könnte insgesamt etwa eine Mrd. Euro schwer sein. Das berichteten die Tiroler Tageszeitung und die Oberösterreichischen Nachrichten (Mittwoch-Ausgaben). Offizielle Bestätigung dafür gab es vorerst keine. Das Paket soll "in wenigen Tagen" geschnürt sein, sagte Kurz.

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Kommentare (30)

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Mezgolits
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1
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Anschober informiert:

So geht es Patienten auf Intensivstationen -
und ich informiere: Bald werden wahlberech-
tigte Personen SELBST entscheiden können:
Intensivstation oder eine Indirekte Sterbehilfe:
So steht es geschrieben - so wird es geschehen.
Stefan Mezgolits, selbst finanzierter Erfinder.

michael787
1
4
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Wo ist die heutige Zahlengrafik mit den Corona-Fällen??

??

selbstdenker70
1
6
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...

Warum gibt es die Übersicht der aktuellen Zahlen nicht mehr, weder hier noch in anderen Zeitungen????

selbstdenker70
2
1
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..

Gefunden... Gut versteckt...

GordonKelz
2
35
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Was sind wir doch froh.....

....in Österreich zu leben! Trotz Unzulänglichkeiten und Bürokratie, sind wir sicherer als anderswo!
Gordon

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