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BundesheerABC-Experten bereiten derzeit nur NMS-Masken auf

Anzahl bisher aber gering, Wiederaufbereitung in Korneuburger Kaserne wäre auch für FFP-2- und FFP-3-Masken möglich.

© Bundesheer
 

Das österreichische Bundesheer hat im Zuge der Corona-Pandemie vor rund einem Monat den Start der Maskenaufbereitung durch Experten des ABC-Abwehrzentrums in Niederösterreich bekannt gegeben. "Ab sofort gehen die Spezialisten in der Dabsch-Kaserne in Korneuburg damit in Produktion", hieß es Mitte April auf der Online-Präsenz. Bisher blieb es bei einer geringen Anzahl von Nase-Mund-Schutzmasken.

Das berichtete das Bundesheer auf Anfrage der APA. Die rund dreistellige Zahl an "recycelten" Masken ergibt sich aus dem Umstand, dass bisher nur "interne Bedarfsträger infrage gekommen" sind. Hier kommen die beim Heer hauptsächlich zugewiesenen NMS-Masken zum Schutz vor dem Coronavirus zum Einsatz, hieß es in der schriftlichen Beantwortung.

Jedoch wurde im Kompetenzzentrum für atomare, biologische und chemische Bedrohungen mit den vorhandenen Dekontaminationsgeräten auch eine Wiederaufbereitungsmethode für FFP-2- und FFP-3-Masken entwickelt, die ihren Grad an Schutz auch nach der Aufbereitung behalten sollen. Zur Sicherstellung sei aber vorgesehen, dass jeder einzelne Maskentyp separat durch das Amt für Rüstung und Wehrtechnik (ARWT) geprüft und freigegeben werden muss.

Die NMS-Maksen werden bei 100 Grad für 60 Minuten per Trockendampf desinfiziert, dann geprüft und eingeschweißt. Alternativ zum 100-Grad-Verfahren, bei dem es rascher voran geht, wird ein Wasserstoffperoxid-Verfahren verwendet, wenn das Material die Temperatur nicht aushält. Dass die Anzahl der wiederaufbereitenden Masken noch steigen wird, ist durchaus möglich, denn vom Innenministerium, dem Roten Kreuz und von Wiener Krankenhäusern gab es informelle Anfragen.

Einen Monat nach dem Start ist inzwischen der Mangel an Atemschutzmasken, der noch zu Beginn der Pandemie geherrscht hatte, nicht mehr derart akut. Aktuell wird die Aufbereitung daher auch ausschließlich in Korneuburg durchgeführt. Würden die dortigen Kapazitätsgrenzen einmal überschritten, müsste natürlich umgedacht werden, hieß es vonseiten des Bundesheers

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