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Debatte um PrivatordinationenArzt ging während OP - Linzer Sanitäre Aufsicht prüft

Die Sanitäre Aufsicht der Stadt Linz prüft im Fall eines Oberarztes, der am Kepler Klinikum während einer Operation das Spital verlassen hat, um in seine Privatordination zu gehen. Der Patient starb bei dem Eingriff.

© APA
 

Für Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) steht auch die Frage der Privatpraxen von Spitalsärzten im Fokus. Die Patientenanwaltschaft kritisierte das Verhalten des Oberarztes scharf. Er werde die beim Magistrat Linz angesiedelte Sanitäre Aufsicht mit einer Untersuchung beauftragen, kündigte Luger am Montag in einer Aussendung an.

Neben einer restlosen Aufklärung ist mir vor allem wichtig, dass die richtigen Lehren für die Zukunft gezogen werden. Denn dieser Fall hat das Vertrauen der Bevölkerung in das Kepler-Uni-Klinikum erschüttert.

Daher werde man besonderes Augenmerk auf den "kolportierten Zusammenhang mit der Privatordination des Arztes" legen. "Es macht Sinn, transparent offen zu legen, in welchem Ausmaß wie viele Privatpraxen von Spitalsärzten insgesamt betrieben werden", stellen sich für Luger auch generelle Systemfragen. Die Sanitäre Aufsicht erstelle bereits den Prüfkatalog.

Der Sprecher der Patientenanwälte, Gerald Bachinger, kritisierte ebenfalls einen saloppen Umgang mit Privatordinationen von Spitalsärzten: Er nannte es in der "ZiB2" am Sonntag eine "Todsünde in einem öffentlich-rechtlichen solidarischen Gesundheitswesen", wenn man "seine Verpflichtung, die man für einen bestimmten Patienten hat, zur Seite schiebt und das Krankenhaus verlässt, um im privaten Bereich weiterzuarbeiten". Die Patientenanwälte würden es mit großer Sorge sehen, "wenn hier die Kontrolle nicht sehr dicht ist und es manchen Oberärzten mit einem Augenzwinkern ermöglicht wird, solche privaten Tätigkeiten durchzuführen", so Bachinger.

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