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Erfolgreiche RückholungenWeniger als 200 Österreicher im Ausland gestrandet

Anzahl der rückkehrwilligen Landsleute mit Hilfe des Außenministeriums deutlich gesunken - Schallenberg stattete Hotline und Bereitschaftsdienst Besuch ab und dankte Mitarbeitern.

CORONAVIRUS: ANKUNFT DES VORERST LETZTEN AUA-RUeCKHOLFLUGES
© APA/HANS PUNZ
 

Die Anzahl der rückkehrwilligen Österreicher, die aufgrund der Coronakrise im Ausland gestrandet sind, ist auf unter 200 gesunken. Das gab das Außenministerium am Freitag bekannt. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatten sich Mitte März zumindest 47.000 Landsleute unfreiwillig in der Ferne befunden. Seither war das Außenministerium bemüht, diese heimzuholen.

In Kooperation mit Austrian Airlines (AUA), Lauda Motion und Level wurden 37 Repatriierungsflüge durchgeführt. Über 7.000 Staatsbürger gelangten auf diesem Weg nach Hause. Weitere 700 konnten mit EU-Kooperationsflügen heimgeholt werden. Zuletzt hatte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) versichert, man werde auf die restlichen, ihre Heimkehr ersehnenden Österreicher nicht vergessen. Es werde "niemand im Stich gelassen", versprach Schallenberg.

Dank an Mitarbeiter

Anlässlich des Tags der Arbeit besuchte Schallenberg am Freitagvormittag die rund um die Uhr besetzte Hotline und den Bereitschaftsdienst des Außenministeriums. Stellvertretend für alle Mitarbeiter in Wien und an den Vertretungsbehörden in aller Welt dankte der Außenminister den Kollegen, die auch am Feiertag im Einsatz waren: "Die globale Covid-19-Pandemie stellt uns nun seit fast zwei Monaten vor ganz besondere Herausforderungen, sei es privat, gesundheitlich oder auch beruflich. Es ist mir daher ein ganz besonderes Anliegen, dem gesamten Team des Außenministeriums ganz herzlich für den herausragenden Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit, sieben Tage pro Woche zu danken."

Infolge der globalen Ausbreitung des Coronavirus hatte das Außenministerium am 12. März ein weltweit hohes Sicherheitsrisiko ausgerufen und alle österreichischen Reisenden aufgefordert, nach Hause zurückzukehren. Dabei wurden die Rückkehrwilligen vom Außenministerium und dessen Vertretungsbehörden tatkräftig unterstützt. Besonders gefordert waren dabei die Mitarbeiter an der rund um die Uhr besetzten Telefonhotline, in die vorübergehend auch Rekruten des Bundesheeres eingebunden waren. Seit Mitte März wurden rund 200.000 Anrufe entgegengenommen, zehntausende schriftliche Anfragen beantwortet.

"In einem gemeinsamen Kraftakt ist es gelungen, den Großteil der gestrandeten Reisenden bei ihrer Rückreise nach Österreich zu unterstützen. Mittlerweile sind es nur noch weniger als 200 rückreisewillige Österreicherinnen und Österreichern in 34 Ländern rund um den Globus", bilanzierte Schallenberg. Auch diesen werde man unterstützend zur Seite stehen, sei es durch die Rückreise mit Flügen unserer europäischen Partner oder durch intensive konsularische Hilfe durch unsere Vertretungen an Ort und Stelle, bekräftigte der Außenminister.

Letzte "Rettungen"

Dank der Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern ist es jüngst gelungen, sieben Staatsbürger auf einem britischen Flug aus Fidschi unterzubringen. Sechs Personen gelangten auf einem spanischen Flug aus Ecuador zurück nach Europa. Drei Personen konnten mit einer lettischen Maschine aus Riga zurückkehren.

"Es ist das persönliche Engagement jeder und jedes Einzelnen, das die Arbeit des Außenministeriums auszeichnet. Ich bin stolz, in so einer fordernden Situation auf so ein einzigartiges Team zählen zu dürfen", bemerkte Schallenberg abschließend.

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