AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Meldestelle warntTelefonbetrüger nutzen derzeit Wein- oder Strom-Schmäh

Aufgrund der gefälschten Rufnummern ist eine Ausforschung der Täter kaum möglich.

© highwaystarz - stock.adobe.com
 

Die RTR-Meldestelle für Rufnummernmissbrauch verzeichnete in den letzten Tagen wieder gehäuft Beschwerden zu Betrugsanrufen. Ziel ist, den Angerufenen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ihre persönlichen Daten zu entlocken. Verwendet werden aktuell die Vorwahlbereiche 0681 und 0650, aber auch ausländische Nummern wie +44 (Großbritannien). Allerdings ändern sich die Nummern laufend.

Betrugsmasche Wein-Vorlieben

Bei den der RTR jüngst gemeldeten Betrugsanrufen werden die Angerufenen nach ihren persönlichen Wein-Vorlieben gefragt.  „Sagen Sie uns, was Sie gerne trinken, und nennen Sie uns Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten, dann erhalten Sie von uns als Belohnung eine Überraschung“, skizziert Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post das Betrugsszenario und ergänzt:“ Gegenwärtig ist man für Betrügereien vielleicht noch anfälliger als sonst, da in Zeiten von Social Distancing das Bedürfnis nach Abwechslung und Interaktionsmöglichkeiten sicherlich ein besonders hohes ist.“

Betrugsmasche Stromanbieter

Die RTR-Meldestelle für Rufnummernmissbrauch verzeichnet weiters Beschwerden zu Anrufen fingierter Energieversorgungsunternehmen. Indem ein attraktives Strom-Angebot in Aussicht gestellt wird, sollen den Angerufenen persönliche Daten abgerungen werden. Auch im Internet tauchen laufend Gewinnspiele und Überraschungen auf, die beispielsweise angeblich von großen Handelsmarken angeboten werden. Auch hier rät die RTR nicht zu reagieren.

RTR empfiehlt: persönliche Daten an unbekannte Personen im Zweifel nicht weitergeben. Bei der Weitergabe von persönlichen Daten, Codes und Ähnlichem über das Telefon, Social Media oder auf Online-Portalen sollte man generell vorsichtig sein.

„Die unüberlegte Weitergabe seiner persönlichen Daten an einen unbekannten und daher nicht vertrauenswürdigen Empfänger kann ziemlich ins Auge gehen. Selbst bei Anrufen von bekannten und vertrauenswürdigen Unternehmen sollte man vorsichtig sein. Man kann sich auch hier nie ganz sicher sein, ob nicht ein Betrüger unter falschem Namen anruft. Es lässt sich absolut nicht einschätzen, ob mit weitergegeben Daten in weiterer Folge nicht Schindluder getrieben wird“, warnt Steinmaurer eindringlich.

Rufnummern machen Ausforschung unmöglich

„Bei Anrufen mit betrügerischer Absicht werden fast immer gefälschte inländische wie ausländische Rufnummern verwendet. Die Urheber lassen sich daher nur in den seltensten Fällen ausfindig machen – ähnlich wie bei einem Brief mit gefälschtem oder ohne Absender“, erläutert Steinmaurer die Hintergründe. „Auf welche Weise die Auswahl der Rufnummern, die angerufen werden, erfolgt, ist uns nicht bekannt. Vermutlich werden gleichzeitig und vollkommen wahllos computerunterstützt generierte Rufnummern angewählt“, so Steinmaurer abschließend.

Rufnummernbereiche, die missbräuchlich verwendet werden, werden unter rufnummernmissbrauch.at gelistet. Dort finden Sie auch ein Formular, mit dem Sie uns verdächtige Nummern melden können. Damit können wir die Liste der betroffenen Vorwahlen immer aktuell halten, rechtzeitig Wellen von belästigenden oder betrügerischen erkennen und die Öffentlichkeit informieren.

Näheres zur RTR

Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) steht zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung des Wettbewerbs im Rundfunk-, Telekommunikations- und Postmarkt sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und ist in die beiden Fachbereiche „Medien“ (Oliver Stribl) sowie „Telekommunikation und Post“ (Klaus M. Steinmaurer) gegliedert.

 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren