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Corona-PandemieRotes Kreuz entwickelt umstrittene Stopp Corona-App weiter

Nutzer können freiwillig digitalen Handshake automatisieren und Symptome prüfen – neue Funktionen nach Freigabe durch App Stores in der App verfügbar.

© APA/ROLAND SCHLAGER
 

Ist einer meiner Kontaktpersonen am Coronavirus erkrankt? Zeige ich bereits typische Symptome einer Coronavirus-Infektion? Die Stopp Corona-App des Roten Kreuzes gibt Antworten auf diese Fragen. Sie hilft mit einem Kontakttagebuch die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Wird man krank oder besteht der Verdacht, dass man sich mit CoVid infiziert hat, werden alle engen Kontaktpersonen über die App informiert und können sich so zuhause isolieren. Damit wird verhindert, dass sie unwissentlich weitere Personen anstecken, so das Rote Kreuz am Donnerstag in einer Aussendung.

Zwei heute umgesetzte Updates sollen helfen, die Infektionskette noch schneller zu unterbrechen: User können den digitalen Handshake automatisch aktivieren und nach einem positiven Symptomcheck andere bereits bei Verdacht einer CoVid-Erkrankung über die App informieren – bislang war das nur nach einer ärztlichen Bestätigung möglich. Wann die beiden Neuerungen in der App verfügbar sind, ist von den jeweiligen App Stores abhängig, die die Updates freigeben. Der Freigabeprozess ist bereits gestartet und kann bis zu einigen Tagen dauern.

„Die Stopp Corona-App ist ein digitales Gegenmittel. Damit sie wirkt, hoffen wir, dass so viele Menschen wie möglich die App nutzen. Um unerwünschte Nebenwirkungen zu verhindern, setzen wir auf einen starken Datenschutz und Freiwilligkeit“, sagt Bundesrettungskommandant Gerry Foitik heute. „Meine Bitte an alle: Laden Sie sich die Stopp Corona-App herunter, so können Sie Ihre Familienmitglieder und Arbeitskollegen schützen.“

Automatisierter Handshake

User können die Aktivierung des automatischen digitalen Handshakes erlauben. Die App speichert dazu anonym alle engeren Kontakte, also solche bei denen laut Experten eine Ansteckungsgefahr besteht. Das betrifft alle Begegnungen, die länger als 15 Minuten und in einem Umkreis von bis zu zwei Metern stattfinden. In diesen Fällen wird über Bluetooth eine durch die App generierte ID - in Form einer mehrstelligen Nummer - automatisch ausgetauscht. Wer möchte, kann den digitalen Handshake weiterhin manuell durchführen. Erkrankt eine Person am Coronavirus zu der man in den vergangenen zwei Tagen Kontakt hatte, wird man in beiden Fällen benachrichtigt und gebeten, sich zu isolieren.

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Danke für Ihr Verständnis.

Peter H.
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Das Rote Kreuz...

...geht den falschen Weg!
Und wenn die Idee noch so gut ist einen Infektionsweg nachzuvollziehen, so ist sie so schlecht wie fast keine zuvor.
Es ist ein winzig kleiner Schritt zur Überwachung, auch wenn das keiner will, jeder bestreitet.
Abstand und Maske sind mehr als ausreichend.

Nein, wirklich nicht!

Im Rahmen dieser Infektionskrise sind schon genügend Beschränkungen und Verbote erlassen worden, welche viele Menschen an den Rand der Belastungsgrenze und schlimmer, an die Existenzgrenze und darüber hinaus, bringen. Wenn man sich das Ganze in diesem schönen Ländle ansieht, bemerkt man abgesperrte Parkplätze zu Seen, Parkanlagen usw.. Als ob sich Menschen dort mehr anstecken würden als in der Stadt selbst. Nirgends ist es einfacher sich aus dem Wege zu gehen, als in der Natur.
Und wenn die Ordnungsbehörden dann kleinere Gruppen mit genügend Abstand zueinander 1,5 - 2,0m sprengt, dann darf man sich langsam an den Kopf greifen.
Manchmal darf man sich fragen, was wirklich dahinter steckt - hinter all diesem Hype um Ausgangsbegrenzungen, Kontrollen und Überwachungen.
Wie gut es ist, dass man Telefone zuhause liegen lassen oder sein altes Nokia Klapphandy aus der Schublade holen kann.
Gibt der gesteigerten Form der Überwachung keine Chance - auch nicht aus einem vermeintlich hehren Grund!!!

EdmundKroboth
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Bezahlte Anzeige?

Schaltet das Rote Kreuz oder die Uniqua Werbung getarnt als Artikel mit der App? Ich habe noch keinen einzigen kritischen Artikel zu den Thema gelesen...
Mich interessiert der zusätzliche Nutzen der App zum Masken tragen und Händewaschen. Wenn alle eine Maske tragen, wird wahrscheinlich nichts über die Luft übertragen.
Ich verstehe den Punkt irgendwie nicht...
Was macht die App sonst? Schießt die Viren aus der Luft? Kann sie alle Oberflächen tracken, die berührt worden sind?
Warum wird statt Werbung für diese App nicht Werbung gemacht, dass man freiwillig Masken beim Arzt oder in der Apotheke trägt?

halelale
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Jedes verantwortungsvolle Unternehmen in Österreich

nutzt keine Clouddienste bei denen Daten ausserhalb der EU gehalten werden. Das aus gutem Grund.
Aber bei hochsensiblen Daten wie denen der Bürger will man sorglos sein. no way

UHBP
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die länger als 15 Minuten und in einem Umkreis von bis zu zwei Metern stattfinden

Also wenn man sich an die Vorgaben der Regierung hält, dann findet man, wenn man sich im Homeoffice befindet, ausschließlich Personen mit denen man Zusammenlebt.
Für mich aus Gesundheitlicher sicht also unnötig!
Oder sehe ich das falsch?

scionescio
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"Das betrifft alle Begegnungen, die länger als 15 Minuten und in einem Umkreis von bis zu zwei Metern stattfinden"

Das würde im Umkehrschluss aber bedeuten, dass ich mich mit jedem Infizierten gefahrlos 14 Minuten unterhalten kann, ohne Gefahr zu laufen, dass ich angesteckt werde - wer immer diese Experten waren: ich vertraue ihnen sicher nicht!
Außerdem können durch den Verzicht auf die ärztliche Bestätigung jetzt Spaßvögel sehr leicht gutgläubige Mitbürger in Quarantäne schicken - da auch alle Daten über die Server von Google laufen (und natürlich dort auch von Google gespeichert werden können, ohne dass die Betreiber der App das überhaupt bemerken würden!) und in Microsoft Azure gespeichert werden, wird die Verwendung dieser App immer fragwürdiger!

lucie24
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Nein zu dieser App

Liebes Rotes Kreuz/liebe Regierung,
Egal wie viele Artikel hier noch zu diesem Thema über die Leute hereinbrechen: Nein zu dieser App. Mich bekommt ihr nicht in eure Schublade!

Viel Spaß beim Weiterentwickeln 👍