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CoronavirusWiener Taxigutscheine für Senioren findet Nehammer grob fahrlässig

Stadt bietet Senioren Fahrguthaben von 50 Euro an. Innenminister Nehammer: Das ist Grob fahrlässig".

Taxigutscheine sorgen für Disput zwischen Bund und Wien © APA/LUKAS HUTER
 

Dass Wien Seniorinnen und Senioren in der Corona-Krise Taxigutscheine zur Verfügung stellt, sorgt nun - neben dem Thema Bundesgärten - ebenfalls für Kritik aus dem Bund. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) befand gegenüber dem "Kurier", dass damit eine gefährdete Zielgruppe aus dem Haus gelockt werde: "Das ist grob fahrlässig und bringt Menschen in Gefahr."

Die Aktion war als Ergebnis eines Sozialpartnergipfels am 18. März präsentiert worden. Personen über 65 Jahren wurde damals in Aussicht gestellt, einen Taxigutschein in der Höhe von jeweils 50 Euro beziehen zu können. Die Ausgabe der Fahrguthaben läuft inzwischen. Rund 300.000 Wienerinnen und Wiener erhielten ein entsprechendes Info-Schreiben.

Aktion wurde bei Sozialpartnergipfel vereinbart

Damit solle älteren Menschen die Möglichkeit gegeben werden, Besorgungsfahrten zu machen, wurde im Rathaus betont. Auch wurde auf die Möglichkeit verwiesen, dass man sich mit Taxis Waren liefern lassen könne. Zugleich war die Initiative als Unterstützungsaktion für das derzeit ebenfalls stark betroffene Taxigewerbe gedacht. An der Präsentation hatte unter anderem der stellvertretende Wiener Wirtschaftskammerdirektor Alexander Biach - der auch Obmann der ÖVP-Margareten ist - teilgenommen.

"Gerade Personen über 65 Jahre sind besonders schutzbedürftig und sollten nicht mit anderen Personen in Kontakt kommen. Wir bitten diese Personen, unsere Maßnahmen zu befolgen, damit sie sich nicht anstecken können", sagte Nehammer in dem Interview. Seiner Ansicht nach bewirkt die Aktion "das genaue Gegenteil". Er forderte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) auf, sie einzustellen und stattdessen Senioren mit Einkaufsdiensten zu unterstützen.

Die Wiener ÖVP-Landtagsabgeordnete und Präsidentin des ÖVP-Seniorenbundes, Ingrid Korosec, hielt die Ausgabe der Gutscheine am Donnerstag im APA-Gespräch ebenfalls für "nicht die beste Idee". Aber als ganz furchtbar wolle sie die Maßnahme auch nicht bezeichnen, fügte sie hinzu. Senioren sollten zuhause bleiben oder nur kurze Spaziergänge unternehmen. Sie appellierte an Ältere, die Gutscheine vor allem für Lieferfahrten zu verwenden.

Wien und der Bund liegen derzeit auch im Clinch, was die Schließung der Bundesgärten anbelangt. Im Rathaus fordert man, dass diese wieder die Pforten öffnen. Die beiden größten Anlagen des Bundes sind der Augarten und der Schönbrunner Schlosspark.

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Danke für Ihr Verständnis.

georgXV
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bitte NICHT vergessen !!!

demnächst gibt es in Wien Gemeinderatswahlen.
Diese Taxigutscheine sind LEIDER im wesentlichen Wahlgeschenke (= Geld von uns Steuerzahlern) der Wiener SPÖ für ihre Zielgruppe Rentner und Pensionisten.

robert9
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Schnapsidee

Von der Wr.Stadtregierung ist geistreiches Denken und Handeln nicht zu erwarten,es sollen die Bundesgärten geöffnet werden oder Straßen nur für den Fußgängerverkehr frei gegeben werden

tatina80
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Ich finde...

..ja irgendwie auch, dass diese Stunde zwischen 8.00 und 9.00, angeboten von manchen Geschäften, die zum Einkaufen für Risikogruppen (unter anderem Senioren) vorgesehen ist, eine falsche Sicherheit vorgaukelt. Hat es eine Person, kann sie auf einen Schlag gleich mehrere dieser Risikopersonen anstecken. Natürlich gibt's ja jetzt auch die Schutzmasken und die Wahrscheinlichkeit ist dadurch vielleicht nicht so groß, aber der Teufel schläft nicht..

Katschy
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grob fahrlässig

scheint mir eher das Verhalten Schmähammers.
Flughäfen und Grenzbahnhöfe unkontrolliert und auch die Grenzübergänge wochenlang nicht zu kontrollieren.