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Coronavirus-PandemieTirol-Heimkehrer sollen sich 14 Tage isolieren

Somit müssen sich nicht nur Heimkehrer aus Risikoländern wie Italien, Iran etc. oder aus den unter Quarantäne gestellten Gebieten in Tirol, Vorarlberg und Kärnten für 14 Tage isolieren, sondern alle, die in den letzten zwei Wochen irgendwo in Tirol waren.

© APA
 

Das ganze Bundesland Tirol wird jetzt offenbar als Corona-Risikogebiet erachtet. Somit müssen sich nicht nur Heimkehrer aus Risikoländern wie Italien, Iran etc. oder aus den unter Quarantäne gestellten Gebieten in Tirol, Vorarlberg und Kärnten für 14 Tage isolieren, sondern alle, die in den letzten zwei Wochen irgendwo in Tirol waren. Dies sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) auf "Puls 4".

Kogler erwägt auch eine Verordnung über die Heimquarantäne für alle Tirol-Heimkehrer - darunter auch jene, die auf Anweisung des Landesregierung in ihr Heimatbundesland gereist sind. Dass das Bundesland Tirol als Risikogebiet erachtet wird, bestätigte auch Florian Thalhammer von der Abteilung für Infektionen MedUni Wien/AKH. Er berichtete in der "ZiB2", dass nicht nur Menschen mit Symptomen, die in den Risikostaaten Italien, Iran und China waren, einem SARS-CoV-2-Test unterzogen werden, sondern derzeit auch Tirol zu diesen Risikogebieten zählt.

Tirol hat am Dienstagabend zwei weitere Gemeinden - Sölden im Ötztal sowie St. Christoph am Arlberg - unter Quarantäne gestellt. Bereits in der Vorwoche waren St. Anton am Arlberg und die Paznauner Gemeinden Galtür, Ischgl, Kappl und See gesperrt worden.

Tests auf SARS-CoV-2 können jetzt wesentlich schneller durchgeführt werden: Das Wiener Allgemeine Krankenhaus hat mittlerweile Tests, die nur mehr 90 Minuten dauern, berichtete Florian Thalhammer von der Abteilung für Infektionen MedUni Wien/AKH Dienstag in der "ZiB2". Bisher dauerte es mehr als vier Stunden an reiner Laborzeit, bis nach einem Abstrich ein Ergebnis vorlag. Mit 90 Minuten Dauer können wesentlich mehr Verdachtsfälle überprüft werden. Dennoch bleibt es laut Thalhammer dabei, dass neben entsprechenden Symptomen auch ein Aufenthalt in eine Risikogebiet samt Risikokontakten gegeben sein muss, damit getestet wird.

Kritik, dass es zu wenig Tests gebe oder man zu lange warten müsse, hielt er entgegen, dass die Testkapazitäten generell hochgefahren worden seien. Mittlerweile gebe es viele Anbieter und so stünden ausreichend Tests zur Verfügung.

Kommentare (3)

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juliakirchi
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Testung nur bei Aufenthalt in Risikogebiet nicht aber bei Kontakt zu positiv getesteten Personen

Liebes Kleine-Zeitung-Team, ich wende mich in diesem Kommentar in erster Linie an Sie als Medien, da ich nicht weiß, an wen ich mich sonst melden soll (vielleicht können die Medien dieses Thema ja aufgreifen) - und zwar mit folgender Frage/Fragen: Wieso gelten nur Risikogebiete als relevantes Kriterium, um eine Testung durchzuführen? In Graz werden keine Tests durchgeführt bei Personen, die Symptome haben und denen es sehr schlecht geht, obwohl sie Kontakt zu Personen hatten, die positiv getestet wurden (weil sie in keinem der Risikogebiete waren) Wie kann es sein, dass man bei Kontakt zu positiv getesteten Personen nicht getestet wird? Und in weiterer Folge bei Verschlechterung des Zustands bis hin zu dem Punkt, wo man die Rettung verständigt, die Rettung jedoch nicht kommt, solange man keine Atemnot hat?! Einem Menschen, der die Rettung ruft, geht es nach meinem Verständnis offensichtlich sehr sehr schlecht! (in diesem konkreten Fall ist diese Person tatsächlich schwer erkrankt) Sind die Kapazitäten wirklich bereits dermaßen ausgelastet bzw. erschöpft, dass die Rettung so gravierend selektieren muss und einen derartigen Ressourcenengpass hat oder passiert hier Unverständliches? Sollten Sie in der Lage sein, dieses Thema medial aufzugreifen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, damit sich daran etwas ändern kann! Herzlichen Dank!

KleineZeitung
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Testung

Danke für ihren Kommentar, ich habe ihn an die Redaktion weitergeleitet und darf Ihnen mitteilen, dass wir dieser Sache nachgehen werden!

juliakirchi
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Testung

Liebes KleineZeitung-Team,
vielen herzlichen Dank für die Rückmeldung und Weiterleitung! Vielleicht bewirkt es ja etwas!
Beste Grüße und danke für den tollen Einsatz für Information aber auch Kritik in diesen Tagen!!