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Corona in Kärnten und Osttirol43 Infizierte in Kärnten, mehrere Mitarbeiter in Spitälern erkrankt

++ In Kärnten sind 43 Personen an Corona erkrankt, in Osttirol 24 ++ Mitarbeiter in Spitälern infiziert ++ Friseurbetrieb in Villach trotz Verordnung geöffnet: 600 Euro Strafe ++ Kaserne in Bleiburg geschlossen ++ Alle Entwicklungen hier zum Nachlesen.

Das Coronavirus sorgt auch in Kärnten für Ausnahmezustand © Markus Traussnig
 

Das Coronavirus  sorgt weltweit für einschneidende Maßnahmen. Für Österreich gelten strenge Regeln, unter anderem Ausgangsbeschränkungen, die auch kontrolliert werden. Mittlerweile gibt es österreichweit bereits 1646 bestätigte Coronafälle. Auch in Kärnten herrscht Ausnahmezustand. Wir halten Sie über das Geschehen in Kärnten auf dem Laufenden.

Die aktuellen Ereignisse zum Nachlesen

21.33 Uhr - Vier Krankenhaus-Mitarbeiter infiziert

24 bestätigte Coronafälle gibt es derzeit in Osttirol, die meisten sind in häuslicher Quarantäne. Auch vier Mitarbeiter des Bezirkskrankenhauses Lienz wurden positiv getestet.

20.52 Uhr - Bankmitarbeiter infiziert

Die UniCredit Bank Austria informierte am Mittwochabend, dass ein Mitarbeiter im Bereich Firmenkunden am Standort Klagenfurt positiv auf Covid-19 getestet wurde. Er hatte sich in einem österreichischen Risikogebiet aufgehalten. Die betroffenen Büroräumlichkeiten wurden vorerst geschlossen. Mitarbeiter und Kunden, die mit dem Mann Kontakt hatten, wurden gebeten, sich zwei Wochen in Selbstquarantäne zu begeben und den Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu folgen.

20.37 Uhr - Hochbetrieb im Freien

Trotz Ausgangsbeschränkungen nützen derzeit viele Klagenfurter die milden Temperaturen für einen Spaziergang. Solange man allein unterwegs ist und Abstand hält, ist das kein Problem. Aber manche halten sich auch daran nicht.

20.11 Uhr - "Fliegende" Ärzte unterwegs

Am kommenden Montag soll der Vistendienst für die Betreuung von Corona-Patienten in häuslicher Pflege starten. Ärztekammer und ÖGK suchten dafür Ärzte mit dem ius practicandi und das Echo auf den Aufruf war enorm. 60 Mediziner haben sich für diese Tätigkeit gemeldet. Das Corona-Visitenteam wird von einem Chauffeur durch Kärnten gefahren, ist mit Schutzkleidung ausgerüstet und betreut nach der Infektion mit dem Coronavirus Erkrankte, mit dem Coronavirus Infizierte mit anderen Erkrankungen sowie Patienten in verordneter oder freiwilliger Quarantäne. In der Startphase glaubt man, mit je einem Arzt für Unter- und Oberkärnten das Auslangen zu finden. Mittelfristig rechnet man aber mit einem Arzt pro Bezirk.

19.47 Uhr - Caritas berät per Telefon und Internet

Die Caritas hält ihr Angebot auch in Zeiten der Coronakrise aufrecht. Die Beratungen werden jedoch auf Telefon oder Internet umgestellt. Nähere Details dazu:

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/5787130/CoronaKrise_Caritas-stellt-Beratungen-auf-Telefon-und-Internet-um

19.12 Uhr - Warnung vor Corona-Betrügern

Mit unterschiedlichen Maschen versuchen Betrüger die bestehende Verunsicherung der Bevölkerung auszunutzen. Die Polizei warnt, dass insbesondere ältere Menschen ins Visier geraten und sich Betrüger als Nachbar oder Enkel ausgeben. Mehr lesen Sie hier:

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/5787226/Verunsicherung-wird-ausgenutzt_Polizei-warnt-vor-CoronaBetrugsmaschen

18.40 Uhr - 43 Infizierte in Kärnten

Der Landespressedienst hat am Abend auf Basis der Informationen des Gesundheitsministeriums die Zahl der Krankheitsfälle auf 43 korrigiert. Mittlerweile gibt es in jedem Kärntner Bezirk Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

18.17 Uhr - Unterstützung für das Gesundheitswesen

Personal und Infrastruktur von Kur- und Rehaanstalten sollen bei der Bewältigung der Coronakrise helfen. Dieser Vorschlag von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) wird nun vom Gesundheitsministerium umgesetzt. Per Erlass müssen die Kur- und Rehaanstalten geschlossen werden. Die Bediensteten werden aber aufgrund der aktuellen Lage weiterbeschäftigt und können das Gesundheitswesen im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen.

17.49 Uhr - Produktion bei Liebherr steht still

Immer mehr Unternehmen leiden unter der Coronakrise. Die Anfragen für Kurzarbeit und Arbeitslosen-Meldungen häufen sich. Beim Kühlreisen Liebherr in Lienz wurde die Produktion gänzlich eingestellt.

17.15 Uhr - Von der Isolation überrascht

Eine Familie aus Großkirchheim, die in Heiligenblut arbeitet, wurde von der Isolation des Ortes überrascht. Wie sie emotional damit umgehen, lesen Sie hier.

16.47 Uhr - Mitarbeiter in Gailtal-Klinik erkrankt

In der Gailtal-Klinik in Hermagor ist ein Küchenmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die gesamte Küchenmannschaft befindet sich in Heimquarantäne.

16.28 Uhr - Doppelt in Quarantäne

Kurioser Fall: Nach der Einreise aus Italien musste eine Klagenfurterin in Heimquarantäne. Ein paar Tage später verhängte der Magistrat aus einem anderen Grund wieder eine Quarantäne.

16.16 Uhr - Germ gibt Entwarnung

Entwarnung gibt der Klagenfurter Vizebürgermeister Wolfgang Germ, der sich seit Wochenbeginn in Quarantäne befand. Der Coronatest bei der Kontaktperson seiner Tochter verlief negativ.

15.59 Uhr - United World Games abgesagt

Ein weitere Sportveranstaltung wurde unterdessen abgesagt. Von 25. bis 28. Juni hätten die United World Games in Klagenfurt und Umgebung stattfinden sollen, die jährliche tausende Jugendliche aus aller Welt nach Kärnten bringen. Aus "Verantwortungsbewusstsein" den Teilnehmern gegenüber wurde nun die Absage bekanntgegeben.

15.52 Uhr - Mittlerweile 41 Infizierte in Kärnten

In Kärnten haben sich mittlerweile 41 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit  Dienstagnachmittag sind also 16 weitere Krankheitsfälle dazugekommen. Die Neuerkrankten kommen aus den Bezirken Spittal/Drau, Hermagor, Völkermarkt, St. Veit/Glan bzw. Klagenfurt und Villach. Unter den Infizierten befindet sich auch ein weiterer Mitarbeiter der Privatklinik Villach.

15.39 Uhr - Polizei prüft Einsatz

Die Polizei prüft nun den Fall eines 16-Jährigen, der am Dienstag trotz Ausgangssperre zu einer Schneeschuhwanderung aufbrach und sich dabei verirrte. Er musste von Einsatzkräften aus steilem Gelände gerettet werden.

15.27 Uhr - Ärzte meldeten sich freiwillig

Die Landessanitätsdirektion teilt mit, dass sich bis dato bereits 20 Ärzte als Visiten-Ärzte und 40 Ärzte als Epidemie-Ärzte gemeldet haben - darunter sind auch Schulärzte. Sie unterstützen nun die Gesundheitsämter und die Sanitätsdirektion.

15.15 Uhr - Betreuung auch am schulfreien Tag

Bildungsreferent Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair appellieren an die Direktoren, Schüler auch am morgigen Josefitag (eigentlich schulfrei) und am Freitag zu betreuen.

14.57 Uhr - Kaserne musste geschlossen werden

Wegen Corona-Verdachtsfällen ist nun die Goiginger-Kaserne in Bleiburg geschlossen worden. Elf Soldaten aus Tirol waren für eine Ausbildung nach Kärnten gekommen, vier von ihnen hatten bei einem Fiebercheck erhöhte Temperatur. Sie werden nun getestet. 100 Soldaten dürfen vorerst nicht aus der Kaserne abreisen.

14.30 Uhr - Zwischen Panikmache und Katastrophenschutz

Im Livestream der Kleinen Zeitung stand am Nachmittag Anton Podbevsek, der Direktor des Kärntner Zivilschutzverbandes, Rede und Antwort.

14.02 Uhr - Klagenfurter Sozialmärkte vorläufig geschlossen

Wegen des Coronavirus schließen vorläufig auch die Sozialmärkte in Klagenfurt. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren Mitarbeiterschutz und ein Engpass bei abgegebenen Waren.

13.37 Uhr - 148 Kärntner Schüler in Betreuung

Die Zahl jener Pflichtschüler, die in den Kärntner Schulen betreut werden, ist weiter rückläufig. Am Mittwoch waren es laut Bildungsdirektor Robert Klinglmair nur noch 148 Schüler (0,36 Prozent). Zum Vergleich: Am Montag waren es noch rund 750 Sechs- bis 14-Jährige, am Dienstag 250.

13.12 Uhr - Ausgangsbeschränkungen in Kärnten werden gut angenommen

Am Montag wurden zwei betrunkene Männer in einem Park vorübergehend festgenommen. Bis Dienstag wurden 116 Einreisende aus Italien in Thörl-Maglern abgewiesen. Die gegen die Ausbreitung des Coronavirus verhängten Ausgangsbeschränkungen werden laut Polizei in Kärnten von der Bevölkerung weitgehend eingehalten.

12.52 Uhr - Apotheken dürfen Bereitschaftsdienst kurz unterbrechen

Die Klagenfurter Apotheken (außer Noreia-Apotheke und Löwen Apotheke) haben auch während der Mittagszeit einen Bereitschaftsdienst, um die Bevölkerung flächendeckend mit Arzneimitteln zu versorgen – dieser Bereitschaftsdienst ist auch trotz der derzeit stark vermehrten Kundenfrequenz und dem Erfordernis von besonderen Hygienemaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen gewährleistet.

Aufgrund der derzeit veränderten Betriebsabläufe dürfen die Apotheken jedoch - ohne gegen die geltende Apothekenverordnung zu verstoßen - die Kundenversorgung kurzfristig unterbrechen, um z.B. eine geordnete Dienstübergabe durchführen zu können und das Geschäftslokal zu reinigen und zu desinfizieren, die Lagerbestände zu verwalten etc.

12.17 Uhr - BH Feldkirchen prüft Einhaltung der Heimquarantäne

Stadt Feldkirchen und Bezirkshauptmannschaft laufen im Notbetrieb. Nun wird auch die Zentralmatura verschoben. Immer mehr Restaurants bieten einen Lieferservice an.

 

Was am Vormittag in Kärnten passierte:

Belastungsgrenze erreicht: GPA fordert Schutzmaßnahmen

Die Coronakrise führt die ca. 8.000 Kärntner Beschäftigten im Lebensmittelhandel über die Belastungsgrenze. Jutta Brandhuber, Geschäftsführerin der GPA-djp Kärnten: „Wir brauchen jetzt dringend Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten!“

Bergorganisationen appellieren: "Bitte verzichtet auf Ski- und Bergtouren"

Bergrettung, Alpenverein und Naturfreunde mit dringendem Aufruf. Nicht zuletzt weil ein verirrter Schneeschuhwanderer bei Dunkelheit gerettet werden musste. Trotzdem bleibt der Appell bei vielen Bergsportlern ungehört. Das zeigt ein Blick auf den Dobratsch und die Gerlitzen.

1245 Kärntner Berufsschüler arbeiten in Betrieben

Diese Schüler sind von der Schulfrei-Erklärung des Bundes betroffen, daher arbeiten sie ab Mittwoch in Betrieben, um Mitarbeiter zu unterstützen.

Acht der bisher infizierten Kärntner waren in Ischgl oder St. Anton

Die beiden Corona-Brennpunkte innerhalb Österreichs bereiten auch in Kärnten zunehmend Probleme. Die meisten der bisher positiv Getesteten kommen aus der Stadt Klagenfurt. Mehr Frauen als Männer betroffen.

Risikogruppen können von 8 bis 9 Uhr "exklusiv" einkaufen (Video)

Bei Billa und Lidl können Risikogruppen jetzt von acht bis neun Uhr "exklusiv" einkaufen. Der Einkauf soll dadurch sicherer werden und die Zahl der Corona-Ansteckung minimiert werden. Auch wenn die Mehrheit auf Distanz geht, die auch nötig ist. Die Angst bestimmt (noch) nicht den Alltag.

Frisörbetrieb trotz Verordnung geöffnet: 3000 Euro Strafe

Weiterer Verstoß in Villach gegen die Verordnung der Bundesregierung: Eine Frisörin bot weiterhin ihre Dienste an. Stadt Villach verschärft Kontrollen.

Zweimal nicht zu Hause: Betroffener hat Zweitwohnsitz

Ein Villacher, der unter behördlich angeordneter Heimquarantäne steht, wurde zweimal nicht zu Hause angetroffen. Der Mann hat einen Zweitwohnsitz, wo er sich aufgehalten haben soll.

Psychologische Unterstützung per (Video-)Telefonie bereitstellen

Die aktuellen Bedrohungen, die von der Verbreitung des Coronavirus ausgehen, sind nicht nur für unsere körperliche, sondern auch für unsere seelische Gesundheit belastend. Das Psychotherapeutische Forschungs- und Lehrzentrum (PFLZ) der Universität Klagenfurt kann in dieser Situation noch einige Behandlungsplätze anbieten. Interessierte können unter +43 463 2700 1619 bzw. pflz@aau.at Kontakt aufnehmen. Wir haben mit der wissenschaftlichen Leiterin des Zentrums Sylke Andreas über die Herausforderungen der Krise für die Psyche gesprochen.

Gemeinde Finkenstein erlässt Wohnungsmieten

Die Gemeinde Finkenstein im Bezirk Villach-Land erlässt allen Bürgern für April die Mieten für öffentliche Wohnungen. Die Mieten für alle Gemeindewohnungen werden für einen Monat erlassen. In Summe handelt es sich um 240 geförderte Wohnungen und einen Betrag von etwa 50.000 Euro für den Monat April.

Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Klagenfurter Seniorenhilfstelefon wird ausgebaut

Service der Landeshauptstadt für Senioren wird gut angenommen. Auch am Wochenende werden wichtige Medikamente von Apotheken geholt. Von diesem Service machen bereits sehr viele ältere Klagenfurte bzw. ihre Angehörigen Gebrauch.

In Osttirol sind die Corona-Infizierten angestiegen

Moderate Steigerung: Zahl der nachgewiesenen Infizierten sind auf 24 gestiegen. Eine Zunahme gab es im Lienzer Talboden. Im Iseltal keine neuen Fälle.

Auch so war es eine schöne Feier

Hier wird der 81. Geburtstag von Burghilde Sternig (Faaker See) gefeiert. In Zeiten von Corona halten Großeltern mit ihren Kindern und Enkelkindern den angemessenem Abstand:

Foto © KK/Privat

Kärnten rüstet sich mit weiteren Maßnahmen

Gesundheitsreferentin LHStv.in Prettner: „Um mögliche an COVID-19 erkrankte Patienten getrennt von den restlichen Patienten behandeln zu können, werden in den KABEG Spitälern weitere Kapazitäten freigehalten“, teilte heute, Mittwoch, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner mit. Die Zugangsmöglichkeiten wurden generell begrenzt. Die Bereiche sind entsprechend markiert und den Anweisungen des Sicherheitspersonals ist Folge zu leisten. „Es gilt ein generelles Besuchsverbot, Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen und nach vorheriger Rücksprache mit dem Personal möglich“, so Prettner.

Poggersdorfer Arzt muss in Quarantäne

Allgemeinmediziner Gerhard Kubelka musste seine Kassen-Ordination in Poggersdorf aus Sicherheitsgründen schließen. Sein Rachenabstrich ist negativ, trotzdem muss er und sein Team in Quarantäne.

29 Infizierte in Kärnten

Laut aktueller Zahlen des Bundeministeriums für Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz ist die Zahl der Infizierten in Kärnten seit gestern wieder um zwei gestiegen. Damit sind es nun 29 Infizierte. Damit steht Kärnten am unteren Ende der Skala - verglichen mit anderen Bundesländern. Weniger gibt es nur im Burgenland (13), am meisten Coronafälle gibt es in Tirol (352), Oberösterreich (285) und Niederösterreich (237).

Heiligenblut: Ein Ort in Isolation hält zamm

Das Dorf am Fuße des Großglockners ist unter Quarantäne. Man freut sich über die kleinen Dinge, und viele bemühen sich, diese Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten.

Kurzarbeit bei Mahle und Infineon im Raum

„Hochdynamisch“ ist die Lage bei Kärntens größten Betrieben. Infineon baut neues Werk weiter, Kurzarbeit wird geprüft, bei Mahle für über 1000 Leute. Die Produktionen laufen vorerst weiter.

Hausärzteappell an die Patienten, die Zahnärzte im Notbetrieb

Dringender Appell von Hausärzte-Sprecherin Maria Korak-Leiter: „Wenn ein Patient mit Fieber und ungeklärten Symptomen kommt: Bitte im Auto sitzen bleiben und uns anrufen!“ Es soll unter keinen Umständen zu Kontakten mit anderen Patienten und ein vermutlicher Corona-Infizierter gar nicht erst in die Ordination eintreten.

Noch gravierender ist dieses Problem bei den Zahnärzten, die wegen des Fehlens von Schutzanzügen überwiegend nur noch im Notbetrieb agieren. Ihre besondere Gefährdung entsteht durch die beim Bohren in die Luft gewirbelten Aerosole, weshalb vielfach auf den Einsatz dieses zentralen Geräts verzichtet wird.

24-Stunden-Pflegerinnen setzen sich ab

Die 24-Stunden-Versorgung in Kärnten ist auf dem Prüfstand, weil aus dem Ausland bald keine Pflegekräfte mehr einreisen werden. Manche haben aufgrund der Grenzschließungen ihren Einsatz bereits in den vergangenen Tagen abgebrochen.

Zwei Personen festgenommen

Im Zeuge von Corona-Kontrollen wurden am Dienstag zwei Männer vorübergehend festgenommen. Sie waren im Kiki-Kogelnik-Park in Klagenfurt unterwegs und konnten der Polizei keinen Grund für ihren Aufenthalt liefern. "Sie wollten auch nicht nach Hause gehen und sind dann aggressiv gegenüber den Beamten geworden", sagt Polizeisprecher Rainer Dionisio. Sie werden wegen Nichteinhaltung der Vorgaben der Regierung angezeigt. Die Strafe kann bis zu 3600 Euro hoch sein. Zudem gibt es eine zweite Anzeige wegen Ordnungsstörung.

Polizei warnt vor Betrügern

Vor Kurzem wurde von der Landespolizeidirektion eine Warnung veröffentlich: Achtung, derzeit gibt es mehrere Anzeigen, dass unbekannte Personen im Stadtgebiet von Klagenfurt bei vorwiegend älteren Personen an der Eingangstüre läuten. Diese geben vor, aufgrund der derzeitigen Coronasituation die Brandmelder kontrollieren zu müssen und versuchen so sich Zutritt zu den Wohnungen zu verschaffen.

Geschädigte soll es derzeit noch keine geben.

Villacher droht hohe Strafe

Ein Villacher, der unter Heimquarantäne steht, wurde zum bereits zweiten Mal nicht zu Hause angetroffen. Ihm droht eine saftige Strafe.

Krankenhaus de La Tour in Treffen wird zum Notquartier

Im Behandlungszentrum für Abhängige werden 54 Plätze für leichte Krankheitsverläufe freigemacht. Primarius Likar wird Koordinator für Kärntner Intensivbereich.

Bereits 21 Erkrankte in Osttirol

Die Fallzahl in Osttirol hat sich seit Montag verdreifacht. Waren es am ersten Wochentag noch sechs nachgewiesene Coronavirus-Fälle, so liegt die Zahl Dienstagmittag bei 21. Aufgetreten sind neun der gesicherten Fälle im Iseltal, zehn im Lienzer Talboden, einer im Defereggental und einer im Pustertal.

Neue Coronavirus-Hotline des Landes

Das Land Kärnten hat ab heute, Dienstag, eine eigene Hotline für Gesundheitsfragen rund um das Coronavirus. Unter der Telefonnummer 050 536 53003 geben Experten des Gesundheitslandes Kärnten und der Abteilung Prävention Auskunft. Die Hotline ist künftig von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr besetzt.

Was hat wann geöffnet?

Geschäfte & Co.

Was alles offen bleibt:

  • Lebensmittelgeschäfte, Supermärkte, Greißler, Bäckereien, Fleischhauer
  • Drogerien
  • Apotheken
  • Geschäfte, die medizinische Produkte und Heilbehelfe anbieten
  • Gesundheits- und Pflegedienste
  • Verkaufsstellen von Tierfutter
  • Agrarhandel
  • Tankstellen
  • Sicherheits- und Notfallprodukte sowie Wartung
  • Banken
  • Post und Telekommunikation
  • Lieferdienste (Amazon, DHL & Co)
  • Handyshops
  • Reinigung/Hygiene
  • Öffentlicher Verkehr
  • Trafiken und Zeitungskioske
  • Wartung kritischer Infrastruktur
  • Notfall-Dienstleistungen

Was generell geschlossen wird (bzw. bereits geschlossen ist):

  • Schuh- und Textilgeschäfte
  • Buchhandel
  • Elektrogeschäfte
  • Sportartikelhändler
  • Baumärkte
  • Friseure
  • Fußpflege
  • Fitnessstudios
  • Opernhäuser, Theater, Museen
  • die meisten Kinos
  • Universitäten und Hochschulen
  • Büchereien und Bibliotheken
  • Schulen (gestaffelt)

 

Kommentare (11)

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Bond
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Bundesheer

Wie beschränkt muss man denn sein, Soldaten aus Tirol jetzt zur Schulung nach Unterkärnten zu schicken?

koko03
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Darf ich ...

am Wochenende im Garten werkeln und Baumschnit mit dem Autoanhänger wegbringen?

ultschi1
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Naja wohin ist die Frage?!

Kein Kontakt zu Leuten, die nicht unter ihrem Dach wohnen.

fred4711
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lass den schnitt

im garten oder am hänger liegen....kann doch kein Problem sein

lucie24
19
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Abwarten

Was am Wochenende erlaubt sein wird weiß schlichtweg keiner. Wenn die Zahl der Erkrankten weiterhin so flach ansteigt schaut es aber gut aus für den Garten!

ultschi1
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Also steiler gehts nicht!

Träumen sie?

lucie24
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2500 Erkrankte

Waren nicht vorgestern für Österreich am Mittwoch 2500 Erkrankte berechnet worden? Wo sind die jetzt? Unsere 2-tägigen Maßnahmen werden wohl nicht schon wirken?

PS: am Freitag sollen es ja laut Kurz 10.000 sein. Hoffe mal auch, dass er sich da gründlich verrechnet hat.

970bb7fa87bccab86fdd363986133075
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Und JA!

Natürlich wirken sie! Jeder Tag wirkt die Neuinfektionen zu vermindern!

970bb7fa87bccab86fdd363986133075
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Sind wir doch froh!

Die erste Woche war ja nur die „Erhebungswoche“ die Maßnahmen wirken! Das heisst jetzt kann sukzessive „gelockert“ werden, je nach Infektionskurve, das macht doch Sinn!

cockpit
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Keine Angst Lucie

Die Dunkelziffer ist auch ganz sicher weit höher! Also beruhigen Sie sich!

lucie24
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50 Tote

Wussten Sie, dass in den letzten 2 Wochen ca. 50 Leute an Grippe gestorben sind? Aber das interessiert anscheinend niemanden...