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Coronavirus OP-Mitarbeiter in Bludenz infiziert

Wegen des Befunds läuft der Betrieb des Spitals derzeit nur in eingeschränkter Form.

NEUWAHL: TREFFEN BUNDESKANZLER KURZ MIT DEN LANDESHAUPTLEUTEN: WALLNER
© (c) APA/ROBERT JAEGER
 

Durch den positiven Virustest eines Mitarbeiters im Operationsbereich des LKH Bludenz läuft der Betrieb des Spitals derzeit nur in eingeschränkter Form. "Es gibt starke Einschränkungen im Operationsbetrieb, Eingriffe werden nur im Notfall durchgeführt", erklärte die Vorarlberger Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) am Mittwochabend. Für Patienten habe keine Ansteckungsgefahr bestanden.

Rüscher berichtete von nunmehr 15 bestätigten Infektionen bei 171 durchgeführten Tests, 35 Ergebnisse standen noch aus. 44 Personen waren häuslich abgesondert, diese Zahl könne aber noch stark auf möglicherweise über 200 ansteigen. "Es stehen noch 250 Personen auf der entsprechenden Rückrufliste", erklärte die Landesrätin.

"Angespannt, aber lösbar"

Sowohl Landeshauptmann Wallner als auch Rüscher betonten, dass die Situation am LKH Bludenz angespannt, aber lösbar sei. Es sei nicht notwendig gewesen, Patienten zu verlegen. Ab Montag werde das LKH Feldkirch für Bludenz Unterstützung leisten. "Bitte schützen Sie unsere Spitäler und sozialen Einrichtungen", appellierten Wallner und Rüscher erneut an die Bevölkerung, im Zweifelsfall zu Hause zu bleiben und sich an die Hotline 1450 zu wenden.

Der Landeshauptmann bekannte, dass es trotz aller Bemühungen bisher nicht gelungen sei, die Ausbreitung des Virus entscheidend einzudämmen. "Das bleibt unser Ziel, deshalb sind weitere Einschnitte in den Lebensalltag notwendig", bat Wallner hinsichtlich der angekündigten Maßnahmen im Kinderbetreuungs- und Schulbereich um Verständnis: "Der Schutz der Bevölkerung geht vor."

Für Unternehmen und Kulturveranstalter, die durch das Coronavirus in ökonomische Schieflage geraten könnten, kündigte Wallner Hilfe an. "Unsere Stoßrichtung ist, dass kein einziges Unternehmen durch das Coronavirus in seiner Existenz bedroht sein darf", stellte Wallner fest. Diesbezüglich würden "Hilfspakete" geschnürt. Wirtschaftslandesrat Marco Tittler (ÖVP) und Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler wollten dazu in einer Pressekonferenz am Donnerstag ihre Pläne vorstellen.

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