AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

CoronavirusWHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus

In Wien wurden am Donnerstag zwei weitere Verdachtsfälle gemeldet. Die Zahl der Infizierten in China ist indes innerhalb eines Tages drastisch angestiegen. Erste Mensch-zu-Mensch-Übertragung in den USA.

SWITZERLAND-CHINA-HEALTH-EPIDEMIC-WHO-VIRUS
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der Pressekonferenz nach dem Notfall-Ausschuss © APA/AFP/FABRICE COFFRINI
 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der rasanten Zunahme von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen. Noch sei die Zahl der Infektionen außerhalb Chinas relativ gering, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstagabend. Aber man wisse nicht, welchen Schaden das Virus in einem Land mit einem schwachen Gesundheitssystem anrichten würde. Der Schritt sei nicht als Misstrauensvotum gegen China zu verstehen, betonte der WHO-Direktor.

Zwei neue Verdachtsfälle in Wien

Unterdessen gibt es in Wien zwei neue Coronavirus-Verdachtsfälle. Eine Philippinin befindet sich mit leichten Symptomen im Kaiser-Franz-Josef-Spital. Sie hatte sich in der Nacht auf Donnerstag ins Krankenhaus begeben, hieß es aus dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV).

Die Frau war bereits am 20. Jänner von Hongkong nach Wien gereist. Nunmehr entwickelte sie grippeähnliche Symptome und hatte am Donnerstag unter anderem leichtes Fieber. Die Frau ist bereits der sechste Verdachtsfall in Wien. Bei den vorherigen fünf gab es in allen Fällen nach Test Entwarnung.

Bei dem zweiten Fall handelt es sich um einen chinesischen Touristen, der am Donnerstag kurz vor Mittag ins Wiener AKH gekommen ist und über Halsschmerzen und Fieber geklagt hat. Er wurde unter Einhaltung der Hygienebestimmungen mit der Rettung ins Kaiser-Franz-Josef-Spital (KFJ) gebracht, wo er nun getestet wird, hieß es aus dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV).

Der Mann stammt aus Shanghai und war am 26. Jänner aus China kommend nach Budapest gereist. Am Mittwoch war er nach Wien weitergefahren. Bei ihm handelt es sich mittlerweile um den siebenten Verdachtsfall zum Coronavirus in der Bundeshauptstadt.

Österreichischer Pandemieplan wird überarbeitet

Auf mediale Kritik, dass Österreich im Notfall nicht durch einen modernen Pandemieplan geschützt sei, hat das Gesundheitsministerium am Donnerstag auf APA-Anfrage erklärt, dass sich der - derzeit nur online abrufbare - Influenza-Pandemieplan aus dem Jahr 2006 in Überarbeitung befinde. Daher gebe es aktuell keine publizierte Version. Lesen Sie mehr dazu hier!

Zahl der Fälle weltweit über 8100

 Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus 2019-nCoV hat mittlerweile die weltweiten Fälle bei der SARS-Pandemie vor 17 Jahren übertroffen. Mit 317 neuen Erkrankungen, die die Behörden der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina am Donnerstag berichteten, kletterte die Gesamtzahl weltweit auf mehr als 8100. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) waren 2002/2003 nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation 8096 Menschen erkrankt und 774 gestorben. Durch das neue Virus, das mit dem SARS-Erreger verwandt ist, sind bisher 170 Menschen ums Leben gekommen.

Chronologie: Coronavirus auf dem Vormarsch

31. Dezember: Erste Warnung aus Peking

Die chinesischen Behörden informieren die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über mehrere Fälle einer mysteriösen Lungenkrankheit in Wuhan, der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei. Ihren Angaben zufolge wurde der erste Fall bereits am 12. Dezember registriert. Der Erreger der Krankheit sei unbekannt

(c) APA/AFP/ANTHONY WALLACE (ANTHONY WALLACE)

Mehrere der Erkrankten arbeiteten auf einem Großmarkt für Fische und Meeresfrüchte, auf dem aber auch andere Tiere wie etwa Ratten, Krokodile, Schlangen und vor allem auch Zibetkatzen angeboten wurden. Zibetkatzen sind in China eine Delikatesse, von der vermutlich der Erreger der gefährlichen Lungenkrankheit SARS stammt, an der in den Jahren 2002/2003 über 700 Menschen weltweit starben.

(c) APA/AFP/NOEL CELIS (NOEL CELIS)

7. Jänner: Neues Coronavirus als Erreger identifiziert

Laut WHO gelingt es chinesischen Experten, den Erreger zu identifizieren. Er gehört demnach zur großen Familie der Coronaviren, die harmlose Erkältungen auslösen können - aber auch SARS.

(c) APA/AFP/NICOLAS ASFOURI (NICOLAS ASFOURI)

11. Jänner: Erster Todesfall wird vermeldet

Die chinesischen Behörden berichten von einem ersten Toten, einem 61-jährigen Kunden des Fischmarkts in Wuhan.

(c) APA/AFP/HECTOR RETAMAL (HECTOR RETAMAL)

13. Jänner: Beginn der Ausbreitung außerhalb Chinas

Die WHO bestätigt einen ersten Fall außerhalb Chinas; eine Patientin in Thailand, die aus Wuhan kam. Am 16. Jänner bestätigt Japan seinen ersten Krankheitsfall - einen ebenfalls aus Wuhan eingereisten Mann. In den folgenden Tagen melden Nepal, Australien, Malaysia, Singapur, Südkorea, Vietnam, Taiwan und schließlich auch die USA und Frankreich erste Krankheitsfälle.

(c) APA/AFP/ANTHONY WALLACE (ANTHONY WALLACE)

20. Jänner: Chinesischer Experte bestätigt Mensch-zu-Mensch-Übertragung

Ein Mitglied der nationalen Gesundheitskommission Chinas, der weltweit anerkannte Experte Zhong Nanshan, erklärt, dass es erstmals auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus gegeben habe.

(c) APA/AFP/DEREK R. HENKLE (DEREK R. HENKLE)

22. Jänner: Behörden warnen vor Mutation des Virus

Die chinesischen Behörden warnen, dass der Erreger mutieren und damit deutlich ansteckender werden könnte.

(c) APA/AFP/BEN STANSALL (BEN STANSALL)

23. Jänner: Wuhan wird unter Quarantäne gestellt

Kurz vor Beginn des chinesischen Neujahrs, das in China einer Völkerwanderung gleichkommt, stellen die Behörden Wuhan mit seinen elf Millionen Einwohnern unter Quarantäne. Peking sagt vorsorglich alle größeren Neujahrsfeiern ab.

(c) APA/AFP/HECTOR RETAMAL (HECTOR RETAMAL)

Die WHO beschließt nach einer zweitägigen Krisensitzung, vorerst keinen weltweiten Gesundheitsnotstand auszurufen. Zur Begründung heißt es, bisher gebe es außerhalb Chinas "keine Hinweise" auf eine Übertragung des Krankheitserregers von Mensch zu Mensch.

(c) APA/AFP/NIKLAS HALLE´N (NIKLAS HALLE´N)

25. Jänner: China weitet Maßnahmen massiv aus

In China werden weitere Städte isoliert. De facto stehen nun 56 Millionen Menschen unter Quarantäne. Im gesamten öffentlichen Verkehr der Volksrepublik werden Fiebermessstationen eingerichtet.

(c) APA/AFP/HONG YOON-GI (HONG YOON-GI)

26. Jänner: Erster Verdachtsfall in Österreich

Eine chinesische Flugbegleiterin wurde in das Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital gebracht. Die zuständigen Stellen und Wiener Krankenhäuser sind auf das Coronavirus vorbereitet. Auch aus Berlin wurde ein erster Verdachtsfall gemeldet.

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

27. Jänner: Minister tagen, mehrere Verdachtsfälle

Im Innenministerium in Wien hat am Montagnachmittag der Einsatzstab zum Coronavirus getagt. Mit dabei waren alle Ministerien, Vertreter der Blaulichtorganisationen und der Bundesländer. In Österreich waren am Montag drei Verdachtsfälle bekannt, jedoch keine bestätigte Erkrankung. Zudem wurde eine Info-Hotline eingerichtet.

(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

28. Jänner: Erste Fall in Bayern bestätigt

Der erste Fall in Deutschland erweist sich als der erste bekannte Fall einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung außerhalb Asiens. Der 33-jährige Patient steckte sich nach Behördenangaben wohl bei einer aus China angereisten Kollegin an

(c) APA/dpa/Andreas Gora (Andreas Gora)

30. Jänner: Drastischer Anstieg der Erkrankten in China

Die Infektionen und Todesfälle durch die neue Lungenkrankheit in China haben den stärksten Anstieg innerhalb eines Tages gezeigt. Die Zahl der nachgewiesenen Patienten kletterte bis Donnerstag um rund 1.700 auf 7711. Auch wurden 38 Todesfälle verzeichnet, mehr als je zuvor in einem Tag.

(c) APA/AFP/JONATHAN KLEIN (JONATHAN KLEIN)

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tedros Adhanom Ghebreyesus und Notfallchef Michael Ryan zeigten sich besorgt über die "rapide Ausbreitung" der Lungenkrankheit.  Am Abend ruft die WHO in China eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" aus. 

APA/AFP/FABRICE COFFRINI
1/15

Da lokale Stellen im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit mancherorts Straßensperren errichten, appellierte das Pekinger Transportministerium an die Behörden, den reibungslosen Verkehr aufrechtzuerhalten. Straßenblockaden ohne Genehmigung seien illegal.

Es könne Kontrollen mit Fiebermessungen an Autobahnauffahrten, Raststätten oder Provinzgrenzen und auf Landstraßen geben, aber Straßen dürften nicht einfach gesperrt werden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua aus der Anweisung.

Höhepunkt frühestens in einer Woche

Mit der ersten Erkrankung in Tibet sind nun in allen Regionen und Provinzen Chinas Infektionen nachgewiesen. Der Anstieg ist rasant. Vor zwei Wochen waren erst 40 Fälle gezählt worden. Der Höhepunkt der Epidemie wird frühestens in einer Woche erwartet.

Auch Frankreich meldete eine weitere Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Bei der fünften Erkrankung im Land handle sich um die Tochter eines erkrankten 80-jährigen Touristen aus China, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Zustand des 80-Jährigen sei ernst, er werde weiter in einem Pariser Krankenhaus behandelt.

In Bayern hat sich ein weiterer Patient mit dem neuartigen Coronavirus aus China infiziert. Wie bei den anderen vier deutschen Fällen handle es sich um einen Mitarbeiter des in Starnberg angesiedelten Automobilzulieferers Webasto, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mit. Der neu Infizierte wohne im Landkreis Traunstein. Außerhalb der Volksrepublik sind in rund 20 Ländern etwas mehr als 100 Infektionen gezählt worden. Darunter sind neben Deutschland und Frankreich auch Thailand, Japan, Singapur, Malaysia, die USA, Finnland, Australien und Südkorea. Neu hinzu kam am Donnerstag je ein bestätigter Fall in Indien und auf den Philippinen. Vielfach sind die Infizierten Reisende aus China, aber es kommt auch zu neuen Ansteckungen außerhalb des Landes.

Tücken des Virus

Das Virus ist besonders tückisch, weil Infizierte schon in der bis zu zweiwöchigen Inkubationszeit ansteckend sind, ohne krank zu sein und Symptome zu zeigen. Viele Staaten, darunter auch Österreich, arbeiten daran, ihre Bürger aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan in Zentralchina auszufliegen.

In Japan kehrte am Donnerstag bereits die zweite Chartermaschine mit 210 Landsleuten aus Wuhan zurück. Am Vortag waren 206 Japaner heimgeholt worden. Bei Dreien wurde eine Infektion festgestellt, wie die Regierung berichtete. Auch die USA hatten am Mittwoch rund 200 Staatsbürger ausgeflogen.

"Rapide Ausbreitung"

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tedros Adhanom Ghebreyesus und Notfallchef Michael Ryan zeigten sich besorgt über die "rapide Ausbreitung" der Lungenkrankheit. Sie seien jedoch sehr beeindruckt von den chinesischen Aktivitäten. "Das chinesische Verhalten während des SARS-Ausbruchs und das chinesische Verhalten heute - absolut kein Vergleich", sagte Ryan, der 2003 auch während des SARS-Ausbruchs schon involviert war. Damals hatten die Behörden den Ausbruch zunächst lange vertuscht, was die Reaktion verzögerte.

Auf die Frage, ob die WHO das Ausfliegen von Ausländern empfiehlt, sagte Tedros: "Die Entscheidung liegt natürlich bei jedem Land selbst. Aber sie müssen gut darauf vorbereitet sein, wenn das Virus auf diesem Weg eingeschleppt wird." Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuen Coronavirus wollte die WHO am Donnerstag erneut im Notfall-Ausschuss beraten. Bisher hatte sie davon abgesehen, eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" auszurufen.

Erste Übertragung von Mensch zu Mensch in den USA

In den USA ist indes die erste Übertragung des neuen Coronavirus von Mensch zu Mensch nachgewiesen worden. Dabei handle es sich um den Ehemann einer Frau, bei der nach einer Reise nach Wuhan vor rund zehn Tagen das Virus nachgewiesen wurde, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag mit.

Der Mann sei um die 60 Jahre alt und in stabilem Zustand. Die Frau befinde sich isoliert in einem Krankenhaus und sei in gutem Zustand. Außer den beiden gibt es in den USA bisher vier bestätigte Fälle von Menschen mit Coronavirus, alle von ihnen hatten das Virus aus Wuhan mitgebracht.

In Frankreich ist unterdessen eine sechste Infektion mit dem neuen Coronavirus bestätigt worden. Es handle sich dabei um einen Arzt in Frankreich, der mit einem Menschen in Kontakt war, dessen Erkrankung später in Asien festgestellt worden sei, teilten Frankreichs Gesundheitsbehörden am Donnerstagabend mit. Der Arzt sei nun schnell isoliert worden. Der Gesundheitsdirektor Jerome Salomon lobte die Kommunikation mit den asiatischen Behörden - diese hätten Frankreich über den Fall in Asien informiert. "Man ruft sich gegenseitig an, um Fälle zu melden", sagte er.

Flugverkehr gestoppt, Veranstaltungen verschoben

Neben der Austrian Airlines, Lufthansa und British Airways kündigten weitere Fluggesellschaften wie etwa die Air France, KLM, Finnair, American Airlines, SAS, Egyptair, die spanische Fluggesellschaft Iberia und die israelische El Alan an, ihre Flüge nach China zu streichen. In China selbst sagten die Behörden immer mehr Veranstaltungen ab, um Ansammlungen von Menschen zu verhindern. Chinas Fußballverband CFA kündigte am Donnerstag an, die Fußball-Saison des Landes vorerst zu verschieben. So sollen die Gesundheit der Fans und Spieler geschützt werden.

Die überwältigten Krankenhäuser in der schwer betroffenen Provinz Hubei leiden an einem Mangel an Material. Wie der Sprecher der Gesundheitskommission, Mi Feng, vor der Presse in Peking sagte, seien die Produktionskapazitäten hochgefahren worden. Auch seien Maßnahmen ergriffen worden, um den Transport nach Hubei zu beschleunigen. "Die Situation verbessert sich." Die Behörden in Wuhan bauen zwei Krankenlager in Schnellbauweise, um Patienten zentral unterzubringen. Eins soll nächste Woche fertig werden, das andere wenig später.

Das chinesische Wirtschaftswachstum dürfte wegen des neuen Coronavirus nach Ansicht der US-Notenbank etwas geringer ausfallen. Es sei noch zu früh, die Auswirkungen genau zu prognostizieren, aber eine "gewisse Störung" des Wirtschaftslebens in der kurzen Frist sei sehr wahrscheinlich, sagte Notenbankchef Jerome Powell vor Journalisten. Schwächeres Wachstum in China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde, wäre auch in den USA spürbar, aber nur sehr begrenzt, sagte Powell. Betroffen wären nach derzeitigem Kenntnisstand wohl vor allem China und seine Nachbarländer.

Impfstoff-Entwicklung braucht vermutlich Monate

Forschungsinstitute rund um den Globus suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das neue Corona-Virus. Es dauere mindestens drei Monate, bis sich ein Impfstoff als wirksam erwiesen haben könnte, sagte der renommierte chinesische Epidemiologe Li Lanjun in einem am Donnerstag verbreiteten Interview der Nachrichtenagentur Xinhua.

Es seien bisher fünf Erregerstämme isoliert worden. "Zwei eignen sich sehr gut für die Entwicklung eines Impfstoffes."

An verschiedenen Stellen in China laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Mehrere Institute sind nach Angaben von Staatsmedien parallel von der Regierung beauftragt worden. Wie schnell ein Impfstoff entwickelt sein könnte, wird von chinesischen Experten allerdings unterschiedlich eingeschätzt.

Das Krankenhaus der Shanghaier Tongji Universität arbeitet laut Xinhua gemeinsam mit dem Unternehmen Stermirna Therapeutics an einem neuen mRNA-Impfstoff. Die Herstellung der Proben würde laut Unternehmensangaben nicht länger als 40 Tage dauern. Sie würden dann zu Testzwecken verschickt und so schnell wie möglich in die Kliniken gebracht.

An Impfstoffen forschen laut einem Bericht der Tageszeitung "China Daily" auch die Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten der Provinz Zhejiang und der Hauptstadt Peking. Es könne einige Zeit vergehen, bis ein Impfstoff verfügbar ist, da "weitere klinische Studien erforderlich sind", wurde Zhang Yanjun, der Leiter des mikrobiologischen Labors des Zentrums in Zhejiang, zitiert.

Die Erforschung und Entwicklung eines Impfstoffs sei eine komplexe Aufgabe und erfordere in der Regel zwei bis drei Jahre, bevor er zur Anwendung kommen könne, sagte laut dem Bericht hingegen Xu Wenbo, Leiter des Instituts für die Kontrolle und Prävention von Viruserkrankungen des Zentrums in Peking. Unter Notfallbedingungen und mit "vorrangiger Genehmigung" könne ein neuer Impfstoff aber auch in wenigen Monaten entwickelt werden.

Von einer Entwicklungszeit von "drei bis vier Monaten oder sogar länger" sprach der renommierte chinesische Atemwegsexperte Zhong Nanshan, Leiter eines nationalen Expertenteams zur Bekämpfung der neuen Lungenkrankheit, im Interview mit Xinhua.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Amadeus005
1
1
Lesenswert?

Relativiert und mit Grippe verglichen

Wenn wir jedes Jahr bei der Grippe-Saison solche Maßnahmen ergreifen würden, dann gäbe es vermutlich kaum einen Todesfall.
In Relation zu den Maßnahmen passiert mir eigentlich relativ viel.

Antworten
tigeranddragon
0
1
Lesenswert?

Angeblich

650T Tote weltweit jährlich durch die normale Grippe...deutscher Nachrichtensprecher

Vielleicht täusche ich mich ja....Veröffentlichung dieses Coronavirus war kurz nach Davos

Würde mich interessieren, was alles in den letzten 30 Jahren alles in den Wochen und Monaten nach einem Davoser Treffen medial berichtet wurde?

Antworten
Kristianjarnig
11
4
Lesenswert?

Chinesisches Genwaffenexperiment das eventuell nicht richtig "contained" wurde....?

Wer weiß es schon? Wer würde sowas den Chinesen(so wie den Amis und Russen) NICHT zutrauen?

Man wird sehen wie sich die "Sache" entwickelt. Sicher, derzeit ist die Grippe in unseren Breiten noch gefährlicher - nur - wie lange gibt es bereits die Grippe mit ihren immer wieder neuen Stämmen und wie lange gibt es das "Chinavirus"? Eben.

Ich denke das was wir hier im Augenblick erleben ist nur die berühmte Spitze des Eisberges. Mit der berühmten "Globalisierung" ist es heutzutage auch für einen Krankheitserreger ein leichtes sich rund um den Erdball zu verbreiten. Sollten hier die Chinesen was "gebastelt" haben dann wird es eventuell noch übel enden.

Ich hoffe ja selbst auf ein gutes Ende, aber das was man hier so sieht, langsame Eskaltation, vorerst von überall Entwarnung nur um dann langsam umzuschwenken, bedenklich. Nun die WHO. Wenn jetzt auch langsam die Amis mit ihren CDC's nervös werden dann wird es wohl kritisch.

Antworten
Bond
12
18
Lesenswert?

Mysteriös

Da ist mehr im Busch. Wir werden uns noch wundern.

Antworten
hansi01
33
11
Lesenswert?

Wieviel Suezid gab seit Ausbruch der Seuche.?

Panikmache hoch 9

Antworten
helmutmayr
0
1
Lesenswert?

Systemische Panikmache seit einem Jahrzehnt

Banken und Finanzkrise, Griechenlandkrise, Fluchtlingkrise und Sicherheitskrise und jetzt heraufbeschworene neuerliche Wirtschaftskrise, Klimakrise und jetzt Viruskrise.
Eine Krise löst die andere ab und wird überdimensional gehypt und der Untergang der Menschheit heraufbeschworen.
Folge: Verunsicherung und Angstzustäne, total subjektiv und emotional eingeschätzte Zukunftsängste fern der tatsächlichen persönlichen Bedrohungrealitäten, Burn outs.
Einfach alles total überzogen.

Antworten
Widotom
10
30
Lesenswert?

China

hat 1,4 Milliarden Einwohner!
Die Zahl der Infizierten und Toten sollte in dieser Relation gesehen werden.

Ich habe den Eindruck, die Chinsen üben gerade einen Ernstfall. Und das machen sie nicht schlecht! Organisatorisch und im Krisenmanagement kann man sich da vielleicht was abschauen.

Antworten
Kristianjarnig
3
5
Lesenswert?

Ihr Optimismus in allen Ehren...

....mögen Sie recht behalten.

Wenn man von "Relationen" spricht muß man natürlich auch immer wieder bedenken wie lange es die respektive "Todesursache" bereits gibt - dieser Krankheitserreger ist noch nicht lange aktiv. Und keiner hat wirklich eine Ahnung(ich denke das die chinesische Führung sehr genau weiß woher der "Erreger" kommt) was hier passiert.

Antworten
homerjsimpson
15
14
Lesenswert?

In China sterben im Straßenverkehr täglich mehr Menschen...

.. als bisher insgesamt an dem Virus (nach Schätzungen an die 1000, offiziell nur rund 300 pro Tag), in 2 Wochen 170 Tote ist für ein Land wie China nichts und so wie wenn bei uns 0 Personen tot wären. Man muss nichts auf die leichte Schulter nehmen, aber die Panikmache ist echt übertrieben. An einer normalen Grippe sterben in China sicher auch hunderte Menschen pro Woche im Winter.

Antworten
jaenner61
1
32
Lesenswert?

@aToluna: wenn man beruflich mit vielen menschen zu tun hat....

findet man das nicht so lustig wie sie! wer weiß schon, ob ein betroffener nicht personen angesteckt hat, die das virus dann wieder weiter verbreitet haben. bei einer Inkubationszeit von 14 tagen ist das unüberschaubar! die welt ist heute wirklich ein dorf, überschneidungspunke um sich anzustecken gibt es wahrlich genug!

Antworten
aToluna
37
9
Lesenswert?

Berichterstattung für Risikogruppen

Da hab ich jetzt aber angst!!! Auf das was ich als Risikopatient nach einem Herinfarkt aufpassen muß, ist das GRIPPEVIRUS. Das Coronavirus ist für mich nicht gefährlich!!

Antworten
erstdenkendannsprechen
3
17
Lesenswert?

nein, weil sich dieser virus mit der ergreifung von maßnahmen nicht weiter ausbreiten wird.

gelingt es aber nicht, diesen virus einzudämmen, dann ist die sterblichkeit durch den neuen coronavirus dreimal höher als bei grippe. und gegen grippe können sie sich impfen lassen (vorausgesetzt es wird auf die richtige virenzusammensetzung im impfstoff getippt)

Antworten