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TomTom-StudieWien erneut Stauhauptstadt Österreichs

Wer in der Bundeshauptstadt stets zu den Stoßzeiten mit dem Auto in die Arbeit unterwegs war, hat demnach im Vorjahr gleich vier Tage und 16 Stunden zusätzlich im Stau verbracht.

© APA (Archiv)
 

Die Stauhauptstadt Österreichs hieß im Jahr 2019 erneut Wien. Laut einer aktuellen Datenauswertung des niederländischen Navigationsgeräteherstellers TomTom dürfte das vor allem Pendlern Zeit und wohl auch Nerven kosten. Wer in der Bundeshauptstadt stets zu den Stoßzeiten mit dem Auto in die Arbeit unterwegs war, hat demnach im Vorjahr gleich vier Tage und 16 Stunden zusätzlich im Stau verbracht.

In Wien dauerte beispielsweise eine sonst halbstündige Autofahrt im morgendlichen Berufsverkehr 13 Minuten länger. Am Abend waren es 16 Minuten mehr. Ein Pendler, der täglich rund eine Stunde unterwegs ist, verlor dementsprechend im Schnitt 29 Minuten täglich. Generell benötigten Autofahrer, die in Wien im Vorjahr zu einem beliebigen Zeitpunkt im Stau standen, im Mittel 28 Prozent mehr Zeit für eine Fahrt als bei frei fließendem Verkehr. Dieser Wert ist es auch, der für das Stau-Ranking herangezogen wird.

260.000 Menschen zum Arbeiten nach Wien

Laut Statistik Austria pendeln täglich rund 260.000 Menschen zum Arbeiten nach Wien. In die umgekehrte Richtung sollen es 90.000 sein. Am Schlimmsten geht es laut der Auswertung von TomTom in der heimischen "Stau-Metropole" dabei immer dienstags, mittwochs und donnerstags zwischen 16.00 und 18.00 Uhr zu - hier verliert man die meiste Zeit. Der Tag mit den kürzesten Staus war im Vorjahr der 1. Jänner, der mit den längsten der 30. April. Damals hatten unter anderem mehrere Verkehrsunfälle für ein Verkehrschaos auf der Südosttangente (A23 gesorgt).

Auf Platz 2 in Österreich landete Salzburg (27 Prozent mehr Fahrzeit gegenüber frei fließendem Verkehr). Zwei an sich halbstündige Fahrten zu den Stoßzeiten in der Früh und am Abend kosteten in der Stadt an der Salzach in Summe 25 Minuten extra. Es folgten Graz (26 Prozent, 26 Minuten), Innsbruck (23 Prozent, 22 Minuten) und Linz (22 Prozent, 26 Minuten). Dabei zeigen die Landeshauptstädte von Oberösterreich und der Steiermark, dass es dort besonders während der "Rush Hour" zu Verzögerungen kommt, der Zeitverlust im Stau über den Tag gerechnet aber etwas geringer ist. In vier der fünf erfassten österreichischen Städte hat die Zeit im Stau gegenüber 2018 übrigens zugenommen, lediglich Graz blieb auf dem Niveau von 2018.

Der TomTom-Stauindex listet weltweit 416 Städte in 57 Ländern. Im internationalen Vergleich führen Bengaluru in Indien, Manila und Bogota, in Europa waren es im Vorjahr Moskau, Istanbul und Kiew. Wien kommt im weltweiten Ranking auf Platz 155, Salzburg auf Platz 173 und Graz auf Rang 198. In nur 63 der ausgewerteten Städte hat die Zeit im Stau gegenüber 2018 abgenommen.

Kommentare (2)

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Civium
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Eine Millionen-Stadt

hat sicher ein größeres Verkehrsaufkommen als ein Provinz-Städtchen!!

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einmischer
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Civium

Hast absolut recht
Aber ein Provinz-Städtchen mit grünen Verkehrsstadträtinen und einem Prof. Knoflacher als "Berater" würde auch locker ein paar Stautage in der Woche schaffen.
Der Herr Prof. hat ja sogar voller Stolz verkündet mit absichtlich hervorgerufenen Behinderungen die "Vergrämung" der Autofahrer zu betreiben.

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