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Neue Stelle für Nachtleben in WienSo beginnt die Vienna Club Commission ihre Arbeit

Mit Jahresbeginn hat die Vienna Club Commission ihre Arbeit aufgenommen. Sie will für ein besseres Miteinander im Nachtleben sorgen. Wie das Projekt langfristig positioniert wird, ist noch offen.

© Unsplash
 

Wenn etwas neu geordnet werden soll, muss erst festgestellt werden, was alles da ist, wo es ist und in welchem Zustand es sich befindet. Das gilt nicht nur für Aufräumarbeiten in den eigenen vier Wänden, sondern auch für neue Organisationen. Gerade wenn diese Einrichtung sich einem Thema widmet, das unter Einfluss verschiedenster Interessen steht, wie das Nachtleben einer Stadt. In Wien hat diese Arbeit im Jänner begonnen, die Vienna Club Commission ist gestartet. Sie will für ein besseres Miteinander zwischen Clubs, Bars, Stadtverwaltung, Politik und Anrainer*innen sorgen.

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Betrieben wird die Club Commission vom Verein Mica, einer Servicestelle für Musikschaffende. Eine Förderung in Höhe von 290.000 Euro stellte der Wiener Gemeinderat Mica im Dezember für ein Pilotprojekt zur Verfügung – Wien.memo berichtete. Wie nun feststeht, umfasst dieses Projekt vier Säulen. Zunächst soll eine quantitative Erhebung der Clubszene zeigen, welche Lücken von dieser wahrgenommen werden, was funktioniert, und was besser gemacht werden könnte. Zweitens werden bestehende Services der Stadt und deren Arbeit bzw. Potenzial analysiert. Ein Monitoring von Veranstaltungsstätten soll es einfacher machen, passende Räumlichkeiten für Events zu finden und letztlich steht die bessere Vernetzung von Stellen und Interessen innerhalb der Stadt im Fokus.

Mit diesem Pilotprojekt soll die Club Commission auch ihre Existenz rechtfertigen, gab es doch innerhalb der Stadt bereits Bedenken, wie sinnvoll ihre Gründung ist. Begründet wurden diese damit, dass es bereits genügend Services in diesem Bereich gebe. Auf die anfänglichen Erhebungen wird also vonseiten der Stadt besonderer Wert gelegt. Und sie ist auch im Sinne der Projektbetreiber. “Man könnte auch zum Beispiel sagen: Wir machen gleich Workshops zum Thema Schallschutz. Aber schon andere Prozesse innerhalb der Stadt haben gezeigt, dass, wenn man einfach loslegt, bevor man überhaupt weiß, mit wem man überhaupt zu tun hat, man nur ins Leere arbeitet”, sagt Stefan Niederwieser, ehemaliger Chefredakteur des Kultur- und Musikmagazins “The Gap”. Er bildet gemeinsam mit Martina Brunner und Laurent Koepp, die sich über die Initiative N8BM (Nachtbürgermeister Wien) bereits seit längerem für eine Servicestelle dieser Art stark machen, das Team der Club Commission.

Das Pilotprojekt läuft ein Jahr, wobei das Team Ende Mai die jetzt begonnene Erhebung abgeschlossen haben will. Darüber hinaus gilt es zu klären, inwiefern man selbst Services anbietet oder eher als Vermittler auftritt. “Es hat zum Beispiel kaum jemand von den Projektsprechtagen für Betriebsanlagen gehört. Vielleicht geht es eher darum, Leute in der Szene auf diese und ähnliche Services aufmerksam zu machen”, sagt Niederwieser. Das müsse aber noch besprochen werden. Auch, wo die Club Commission langfristig angesiedelt sein soll. Nicht bei Mica, betont der Verein in einer Aussendung. So unabhängig wie möglich und nicht unbedingt innerhalb der Stadtverwaltung, hofft die Vienna Club Commission.

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