Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Herbstferien und DigitalisierungEltern befürchten Betreuungsprobleme und neue Kosten

Die Betreuungsfrage während der neuen Herbstferien bleibe laut Dachverband der Elternvereine an Pflichtschulen offen, zudem sei keine bessere Ausstattung der Schulbuchaktion geplant und es würden neue Kosten durch die Digitalisierung drohen.

© APA/HANS PUNZ
 

Grundsätzlich positiv sieht man das Regierungsprogramm von ÖVP und Grünen beim Dachverband der Elternvereine an Pflichtschulen. Es seien viele Elternforderungen der vergangenen Jahre berücksichtigt worden. Allerdings bleibe die Betreuungsfrage während der neuen Herbstferien offen, es sei keine bessere Ausstattung der Schulbuchaktion geplant und es drohten neue Kosten durch die Digitalisierung.

Erfreulich findet Vorsitzende Evelyn Kometter im Gespräch mit der APA etwa die Einrichtung eines Beirats für Elementarpädagogik, die geplante Aufstockung von Sekretariatskräften, Schulsozialarbeitern und -psychologen, den angekündigten Fokus auf die Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen in den Volksschulen und das 360-Grad-Feedback für Lehrer, bei dem diese Rückmeldung von Schülern, Eltern, Kollegen und Direktoren erhalten sollen.

Herbstferien und Zusatzkosten?

Gleichzeitig warnt Kometter davor, dass Betreuungsprobleme durch die neuen Herbstferien im Regierungsprogramm ungelöst blieben. Der Einsatz von Lehramtsstudenten an Schulen sei offenbar nur in den Ferienmonaten und damit im Sommer angedacht. "Da werden wir sicher noch nachhaken", kündigt Kometter im Gespräch mit der APA an.

Eine weitere Leerstelle gibt es aus Elternsicht bei der Schulbuchaktion. Während der Verbraucherpreisindex in den vergangenen 20 Jahren um fast 45 Prozent gestiegen ist, wurde der Maximalbetrag, der pro Schüler für Bücher zugeschossen wird, um nur 16 Prozent angehoben. "Das ist absolut unter den Tisch gefallen."

Kritisch sieht Kometter auch die Digitalisierung des Unterrichts: Schüler ab der ersten Klasse Neue Mittelschule (NMS) bzw. AHS sollen laut Regierungsprogramm digitale Endgeräte bekommen, für die allerdings ein sozial abgefederter "privater Finanzierungsanteil" vorgesehen ist. Kometter warnt deshalb vor neuen Zusatzkosten für die Familien.

Kommentare (5)

Kommentieren
PiJo
1
6
Lesenswert?

Einheitliche Lösung

Hier kommentieren wohl manche die keine schulpflichtigen Kinder haben,
bei 2 schulpflichtigen mit unterschiedlichen schulautonomen Tagen war das wohl ein größeres Problem.

Amadeus005
14
4
Lesenswert?

Am Ende gibt’s weniger Arbeitstage für Lehrer

Das war wohl das Ziel. Oder sind die Freitag-Fenstertage nun doch nicht schulfrei?

xx99
0
6
Lesenswert?

Umverteilung

Es gibt auch weiterhin fünf schulautonome Tage, wovon drei für die Herbstferien herangezogen werden (die anderen beiden verbleiben die Freitag-Fenstertage). Diese drei Tage werden irgendwo zwischen 26. Oktober und 2. November platziert. Sollte dann noch ein Loch zu schließen sein (wenn man sich 2020 anschaut braucht es für eine Ferienwoche vier Tage), dann werden entweder die Oster- und Pfingstdienstage von den jeweiligen Ferien gekürzt. Folglich sind das NICHT weniger Arbeitstage für LehrerInnen, die Verteilung ist nur anders.

Amadeus005
0
0
Lesenswert?

Danke für die Klärung

Osterdienstag wäre wohl entbehrlicher.

UHBP
7
9
Lesenswert?

Betreuungsprobleme durch die neuen Herbstferien im Regierungsprogramm ungelöst

Bauern, Unternehmer und öffentlich Bedienstete können ihre Kinder in "die Arbeit" mitnehmen.
Alle anderen - Urlaub nehmen. Es gibt ja den persönlichen Feiertag ;-))