AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Bildungsforscher übt harte KritikMit den PISA-Tests auf dem falschen Dampfer

Der renommierte Bildungsforscher Stefan Hopmann von der Uni Wien ist eine starke Stimmung gegen den Ranking-Alarmismus. Ist PISA nicht die Lösung sondern Teil des Problems in der Schulpolitik.

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
15- und 16-Jährige und ihre Kompetenz beim und ihre Lust aufs Lesen standen auf dem Prüfstand.
15- und 16-Jährige und ihre Kompetenz beim und ihre Lust aufs Lesen standen auf dem Prüfstand. © AP
 

Herr Professor Hopmann, die PISA-Tests verorten Österreichs Schüler erneut im OECD-Schnitt. Wieder wähnt sich das Land in der „Durchschnittsfalle“, rätselt die Politik, an welchen Stellschrauben man drehen muss. Müssen wir alarmiert sein?
STEFAN HOPMANN: Schauen Sie, wir haben diese Tests seit 20 Jahren und Österreich hat im Ranking – so wie die meisten Länder – keine signifikante Verbesserung geschafft. Aber hier wird ein derart beschränkter Wissenskanon getestet, das sagt nichts über die Bildungssysteme aus. Wenn Länder wie Polen einmal einen deutlichen PISA-Aufstieg geschafft haben, dann haben sie vor allem in die Testvorbereitungen der Schüler investiert, um besser abzuschneiden. Die Finnen, die lange als Pionier galten, nehmen Pisa längst nicht mehr so ernst.

Kommentare (15)

Kommentieren
thomas.ledinegg
2
1
Lesenswert?

Susi

Da geht's um PISA und unsere Schüler bzw. Kinder und die KZ schafft wie so oft keinen Artikel ohne Fall- bzw. Rechtschreibfehler ... auch schlimm !!!

Antworten
joe1406
1
2
Lesenswert?

Richtig!

Das liegt aber nicht an PISA sondern am Zeitdruck bzw. Kostendruck unter dem die Medien stehen. Und natürlich auch am Konsumenten - kostenlos oder billig ist wichtig - perfekte Texte ohne Tippfehler kaum mehr.

Antworten
homerjsimpson
3
3
Lesenswert?

Sie haben nur gesagt, sie glauben trotzdem an die Wirkung....

Ja das fasst Politik und Verwaltung im Bildungsbereich super zusammen. 20 Jahre schon wie Trump. Also die Öst. Bildungspolitik hat es vorgemacht, was Trump jetzt zelebriert: Handeln in voller Ignoranz (oder gar Verachtung) von Fakten, Maßnahmen setzen die nachweislich nichts bringen. Noten wieder einführen, eigene Klassen für Gruppen von Schülern ("Sprachklassen") der letzten Regierung gehören genauso in die Gruppe. Und Kürzungen bei Sprachförderung schlägt schon jetzt voll an den Schulen durch. Danke schwarzblau, wieder ein Schritt zurück.

Antworten
schetzgo
3
2
Lesenswert?

Das teuerste Bildungssystem, die teuerste medizinische Versorgung

Aber im Endeffekt alles Augenauswischerei...

Antworten
catdogbeba
0
0
Lesenswert?

Naja,

die medizinische Versorgung könnte deutlich schlechter sein.

Antworten
gerbur
3
7
Lesenswert?

Im Prinzip spiegelt das Ranking

die Entwicklung gut wieder. Das Niveau in den Gymnasien sinkt drastisch, ein Abschluss mit Matura sagt heutzutage nichts aus, die Matura mit Lehre ist eher ein Witz und auf den Unis setzt sich das Drama fort. Die geistige Elite unseres Landes hat längst alternative, aber teure Ausbildungswege gefunden.

Antworten
tigeranddragon
4
6
Lesenswert?

Es

kursieren Zahlen, ich frage mich wie man zu diesen kommt, dass es in D 6 Mio und in Ö um die 500T Analphabeten geben soll? Werden heutzutage in unserem “vorbildlichen“ Schulsystem auch noch Analphabeten “produziert“, wenn ja, warum, es ist 2019?

Der ausgewiesene Experte schlägt Alarm hinsichtlich der angeblich schwindenden Leselust der Jugendlichen. Demnach hatten also Jugendliche in der Vergangenheit mehr Lust zu lesen? Wage ich zu bezweifeln

Nichtlesenwollende Kinder und Jugendliche erschufen und erschaffen sich aus ihren Vorbildern, ihren nichtlesenden Eltern.

Antworten
Shiba1
0
10
Lesenswert?

Gemeint sind wohl eher

funktionale Analphabeten, also solche, die zwar Buchstabe für Buchstabe lesen können, aber nicht verstehen, was sie da lesen. Kenn genug solche Zypen

Antworten
catdogbeba
0
0
Lesenswert?

Es

soll ein Zusammenhang zwischen Smartphoneberieselung vom Kleinkind an und sich nicht entwickelnden Verbindungen im Gehirn bestehen.....

Antworten
paulrandig
6
4
Lesenswert?

Leider symptomatisch.

Dass Experten zu einem gut durchdachten Rat und fundierten Prognosen kommen, dafür auch von uns bezahlt werden, die Politik dann aber das Gegenteil macht und von uns ebenfalls bezahlt wird, damit dann alles entweder mittelmäßig bleibt oder schlimmer wird, ist leider in vielen Fachgebieten so.
Ich bin für eine Pflichtpartei der Experten, die bei wichtigen Entscheidungen das vernünftige Zünglein an der Waage sein kann.
Das wäre dann keine Expertenregierung, sondern nur eine verpflichtende Stimme der Vernunft, wenn sonst wieder einmal alles nur Taktik, Wahlkampf oder Profilierung ist.

Antworten
Shiba1
0
8
Lesenswert?

Na ja

mit den Experten ists auch so eine Sache. Wer entscheidet, wer ein Experte ist (die Politik?) Und dann kenn ich leider genug Experten, deren Horizont sich auf ihren eigenen Standpunkt beschränkt, so nach dem Motto: er weiß von immer weniger immer mehr, bis er von nix alles weiß

Antworten
paulrandig
0
4
Lesenswert?

Shiba1

Es geht nicht um ein ideales System, das gibt es nicht. Dass aber Menschen, die sich Jahrzehnte lang mit einem Thema beschäftigen, die wichtigsten Zusammenhänge und Zahlen im Kopf haben, wissen, wie man die entsprechende Fachliteratur und Studien liest und was davon wie zuverlässig ist, mehr wissen als die meisten Politiker, die den Posten nur bekommen, weil sie aus einem bestimmten Bundesland kommen und man ihnen irgendetwas schuldig ist, die im allerbesten Fall durch ein Studium ein wenig eingerostetes Allgemeinwissen haben, sollte wohl klar sein.
Ich kenne auch Experten, die in ihrer kleinen Welt leben und unheimliche Detailkenntnisse haben, aber auch welche, die sich sozusagen darauf spezialisiert haben, unterschiedliche Exemplare der vorgenannten Sorte zusammen- und ihre Meinungen unter einen Hut zu bringen.
Detail-Experten in einer Regierung sind sicher nicht so toll. Allegmein- und Vernetzungs-Exemplare wären aber teilweise sehr hilfreich.

Antworten
Shiba1
0
3
Lesenswert?

Und wer

wird die wohl aussuchen? Da dürfen Sie dreimal raten. Das geht nach demselben Prinzip, das Sie soeben für die Politikerauswahl beschrieben haben. Und wer beurteilt, wer ein Experte mit dem breit gestreuten Allgemeinwissen ist? Das würde sicher die nächste Baustelle der Republik

Antworten
paulrandig
1
2
Lesenswert?

Shiba1

Ja, Sie haben natürlich Recht: Auch das wird nicht reibungslos laufen.
Es kann aber ein Unterschied sein, ob die Politik einen ungelernten Politiker aussuchen muss oder einen ausgewiesenen Experten, der parteinahe sein kann (wie die jetzige Expertenregierung), aber trotzdem zumindest ausgezeichnete Fachkenntnis nachweisen muss.
Diese "Expertenpartei" sollte auch von allen Parlamentsparteien nicht proportional, sondern zu gleichen Teilen beschickt werden. Das würde ein Umfärben witzlos machen.
Die Frage ist nicht, "Was wäre am besten?" sondern: "Was wäre besser?" Besser geht's immer. Präventiv jammern zeugt nur von Bequemlichkeit.

Antworten
Shiba1
0
1
Lesenswert?

Stimmt grundsätzlich

....

Antworten