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Skigebiet in TirolProjektbewerber: "Sprengung des Gipfels ist kein Thema"

Wirbel verursacht hat die Meldung, dass für den Zusammenschluss der Gletscherskigebiete Ötztal und Pitztal ein Gipfel gesprengt werden soll. Die Projektbewerber sprechen von einer Fehlinformation.

So soll die Seilbahn auf den Gipfel ausschauen
So soll die Seilbahn auf den Gipfel ausschauen © APA/Visualisierung: ILF
 

Die Projektbewerber des Zusammenschlusses der Gletscherskigebiete Ötztal und Pitztal sehen Fehlinformationen in der Diskussion rund um die geplante "Gletscherehe". Eine Sprengung des Gipfels des Linken Fernerkogel sei kein Thema. Dies sei eine bewusste Falschmeldung. "Das ist unrichtig und widerspricht schlichtweg den Tatsachen", teilten die Projektbewerber am Montag in einer Aussendung mit.

"Die Kampagne der Gegner von Pitztal-Ötztal setzt einen neuen Tiefpunkt. Suggeriert wird die Sprengung des Linken Fernerkogel, eine bewusste Fehlinformation, die von den Projektbewerbern kategorisch zurückgewiesen wird", hieß es in der Aussendung der Pitztaler Gletscherbahnen und der Bergbahnen Sölden. Bei der geplanten Begradigung einer Felskuppe handle es sich um eine Gratspitze. Die Begradigung dieser Spitze werde zu einer Gipfelsprengung hochstilisiert, so die Projektbewerber.

Der Gipfel des Linken Fernerkogel werde zu keinem Zeitpunkt von den Projektarbeiten für einen Zusammenschluss der Gletscherskigebiete berührt. Auch die kolportierten 750.00 Kubikmeter Gesteinsabtrag seien völlig aus dem Kontext gerissen. Wahr sei vielmehr, dass für die Begradigung der Gratspitze, auf der eine Zwischenstation einer Verbindungsbahn errichtet werden soll, 120.000 Kubikmeter an Erdbewegung nötig sind, hieß es seitens der beiden Skigebiete.

Kommentare (10)

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UHBP
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Projektbewerber: "Sprengung des Gipfels ist kein Thema"

Bin gespannt wie sie dann 120.000 m³ Gestein abtragen werden.
Wahrscheinlich mit Hammer und Krampen ;-)))

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sunny1981
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Die Verantwortlichen als Strafkompanie

.

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duesenwerni
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Mit dem sprichwörtlichen Tiroler Sturschädel ...

... wiederholt dagegenrennen ...
Geht unmerklich schneller als durch die rasant fortschreitende Erosion.

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wwwsss
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duesenwerni
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Nur um mal die Relationen zu veranschaulichen - ein Vierachs-Lkw mit Kippmulde ...

... fasst ca. 15 Kubikmeter Ladung. Bei 120000 Kubikmetern entspricht dies 8.000 (in Worten: achttausend!) LKW-Fuhren.
Ein Vierachser hat eine Länge von 8,70 Metern. Um diese Gratspitze zu "begradigen", bedarf es also einer Fahrzeugkolonne von mehr als 69 Kilometern Länge.
So viel zur Gigantomanie in den westösterreichischen Skigebieten.

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beobachter2014
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Selber unglaubwürdig

Ich weiß nicht, was sogenannte Umweltschützer dazu treibt, in ihrer Argumentation so maßlos zu übertreiben! Eine Begradigung einer Gipfelzacke ist halt einmal kein "Gipfel wegsprengen", 120.000 qm Gestein sind halt keine 750.000! Damit liefern sie doch nur den Betreibern Argumente und machen sich selber unglaubwürdig!

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paulrandig
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beobachter2014

Muss leider zustimmen. Jemandem (zu Recht!) bauliche Gigantonomie ankreiden, aber selber beim Stimmungmachen jeden Maßstab überschreiten schadet der eigenen Sache.

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donots1
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Liebe Projektwerber:

Ob "Begradigung einer Felskuppe bzw. Gratspitze" oder Sprengung: Es handelt sich trotzdem um einen nachhaltig massiven Eingriff in die Natur.
Checkt Ihr das nicht?

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westadam
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...

Reichts net schon mit Schi-Lieften in Austria???

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wintis_kleine
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wenn man jetzt mal nachdenkt,

dass eine Liftkarte für den Tag mittlerweile bereits über 50 € pro Person kostet und man damit bei weitem nicht mehr alles fahren kann, was eigentlich angeboten wir, so ist das maximal ein Angebot für jene, die sich einen Skiurlaub noch leisten können.
Und dafür soll wieder einmal massiv in bereits schon im Sterben liegendes Ökosystem (gletscher) eingegriffen werden?
Der Mensch wird wirklich erst dann verstehen, wenn er kein Wasser zum Trinken und keine Nahrung zum Essen mehr hat, dass Geld keinen Hunger stillen kann.

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