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"Original Play"-VereinKörperkontakt mit fremden Kindern: Missbrauchsvorwürfe

 Bei "Original Play" dürfen Erwachsene mit ihnen fremden Kindern rangeln. Der Gründer der Initiative, Fred Donaldson, wies die Kritik zurück.

Das ARD-Magazin berichtete von sechs Verdachtsfällen in Berlin und Hamburg. Die Ermittlungsbehörden hätten die Verfahren aber nach kurzer Zeit eingestellt, weil die Kinder zu klein waren, den Eltern nicht geglaubt worden sei oder Ermittlungsfehler gemacht worden sein sollen © AP
 

Gegen den in Österreich registrierten Verein "Original Play" gibt es nach der APA am Donnerstag vorab übermittelten Berichten der ORF-"ZiB2" und des ARD-Politikmagazins "Kontraste" Vorwürfe in Zusammenhang mit Kindesmissbrauch.

Laut ORF und ARD wird das Spiel in deutsche Kindertagesstätten (Kitas) sowie heimischen Kindergärten und Volksschulen seit Jahren angeboten. Experten kritisierten das Angebot allerdings: "Für mich ist das eine Einladung zur Übergriffigkeit an Kindern", sagte etwa die Trauma-Expertin Michaela Huber dem ARD-Magazin. Der in Salzburg tätige Kinderpsychiater Karl-Heinz Brisch forderte rechtliche Konsequenzen: "Dieser Verein müsste sofort verboten werden, weil er in einer hochkritischen, undifferenzierten Weise Körperkontakt in einer geschützten Situation im Kindergarten zu Kindern sucht und das in einer vollkommen unkontrollierten Art und Weise."

"Pädagogisches Konzept"

"Original Play" wird den Berichten zufolge in Kindereinrichtungen als pädagogisches Konzept angeboten, sei aber weder von Behörden noch von Kita-Trägern unter dem Aspekt des Kinderschutzes überprüft worden. Die Initiative agiert demnach als Verein in Österreich und als Stiftung in Polen. Um "Original Play" in Kindergärten zu spielen könne sich laut ARD jeder im Internet gegen eine Gebühr von 250 Euro für einen Workshop bei dem Verein anmelden. Sogenannte Lehrlinge würden dann die Spiele in den Kindergärten organisieren.

Verdachtsfällen in Berlin und Hamburg

Das ARD-Magazin berichtete von sechs Verdachtsfällen in Berlin und Hamburg im Jahr 2018. Die Ermittlungsbehörden hätten die Verfahren aber nach kurzer Zeit eingestellt, weil die Kinder zu klein waren, den Eltern nicht geglaubt worden sei oder Ermittlungsfehler gemacht worden sein sollen. Der Berliner CDU-Innenpolitiker Burghard Dregger forderte die Wiederaufnahme von Ermittlungen wegen schwerer Kindesmisshandlung gegen Verantwortliche einer evangelischen Kita und ein Verbot von "Original Play" in Berliner Kindertagesstätten. Das bayrische Staatsministerium erklärte gegenüber "Kontraste": "'Original Play' hat in unseren Kindereinrichtungen nichts zu suchen."

Fred Donaldson wies im Gespräch mit dem ORF und der ARD zurück, dass seine Methode Kindesmissbrauch möglich mache. Er habe auch keine Kenntnisse über konkrete Vorfälle. "Ob es passieren kann? Theoretisch nein. Das ist ja eine andere Denkweise: Wer jemanden missbraucht, kann die Berührungen, die ich unterrichte, nicht gebrauchen", wurde er von der "ZiB2" zitiert.

Dem heimischen Bildungsministerium liegt laut "ZiB2" übrigens keine Liste an Vereinen vor, die in Kindergärten tätig sind. Die meisten Bildungsdirektionen hätten auf Anfrage nicht gewusst, was "Original Play" ist.

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Danke für Ihr Verständnis.

goathill
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Fremde Menschen?

Das hätte ich einmal sehen sollen, dass im KIGA fremde Menschen mit meinem Kind "rangeln"... was man nicht alles als pädagogisch wertvoll verkauft. Sehr befremdlich!

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walterkaernten
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PÄDAGOG INNEN

Frage and die betroffenen:

Gestern in zib 2 wurde berichtet, dass die inder mit fremden männern alleine gelassen wurden.

Wozu werden PÄDAGOGINNEN mit viel steuergeld augebildet, wenn die dann das zimmer verlassen.....

EINFACH nur mehr ÖSTERDUMM.....

Viel hoffen, dass da die vernantwortlichen zur verantwortung gezogen werden.

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Bumsdi
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Er "unterrichtet" ??

Wer hat dem "Unterrichtenden" die Lehrbefugnis erteilt? Wo bleibt die wissenschaftliche Beurteilung und Bestätigung, dass diese Art von "Original-Betatschen"durch Erwachsene beim Heranwachsen der Kinder benötigt wird?
Als ich ein Kind war, habe ich mit Gleichaltrigen harmlos herumgebalgt, glücklicherweise ganz ohne einer "Original-Organisation" durch Erwachsene.
Traurig finde ich, dass sowas anscheinend vollkommen unreflektiert von den zuständigen Behörden und Kindergartenleitern übernommen wird. Wer hat dann die Verantwortung, wenn das Kindergartenpersonal während des "Originalspiels" gar nicht anwesend ist, sondern nur Personen, die weder die Kinder noch die Kindergartenmitarbeiter kennen, also hausfremde Personen?
Zur Vorsicht muss man sich schon bei der Anmeldung im Kindergarten erkundigen, ob da die Kinder derartigen "Spielchen" ausgesetzt sind und bei Bedarf einen anderen Kindergarten suchen ....

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UHBP
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"Original Play"

Wenn Eltern noch Zeit hätten selbst mit ihren Kindern zu spielen, raufen, rangeln, knuddeln, etc. würde wohl niemand auf die Idee kommen, dass man das in Kindergärten anbieten muss.

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Bumsdi
1
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So ist es!

Dem ist nichts hinzu zu fügen.

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