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Ab 21. DezemberTiroler Fahrverbote für Winter beschlossen

Von den Fahrverboten betroffen sind die Bezirke Kufstein, Reutte und Innsbruck-Land, erstmals soll es aber auch im Bezirk Schwaz beim Achensee Richtung Jenbach ein Fahrverbot geben.

Sujetbild © APA/JAKOB GRUBER
 

Die Tiroler Landesregierung hat in ihrer Sitzung am Mittwoch die bereits angekündigten Fahrverbote auf dem niederrangigen Straßennetz, um den Stau-Ausweichverkehr zu unterbinden, für den Winter beschlossen. Ab 21. Dezember bis zum Ostermontag, dem 13. April 2020, werden bestimmte Straßen an den Samstagen, Sonn- und Feiertagen für Stau-Umfahrer gesperrt.

An den Samstagen gelten die Fahrverbote von 7.00 bis 19.00 Uhr, an den Sonn- und Feiertagen von 8.00 bis 17.00 Uhr. Betroffen sind, wie bereits im Sommer, die Bezirke Innsbruck-Land, Kufstein und Reutte, erstmals soll es aber auch im Bezirk Schwaz im Bereich des Achensees auf der Jenbacher Straße (L7) in Fahrtrichtung Jenbach ein Fahrverbot geben. Neben den Fahrverboten werden bei Kufstein und im Wipptal auch Dosierampeln zum Einsatz kommen. Ausgenommen ist erneut der Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr.

Notmaßnahme

Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bezeichnete die Fahrverbote erneut als Notmaßnahme, deren Ziel es sei, die Verkehrs- und Versorgungssicherheit auch an starken Reisetagen zu gewährleisten. "Wir haben im Sommer gute Erfahrungen mit den Fahrverboten gemacht. Es hat sich bewährt", meinte Platter bei einer Pressekonferenz. Da im Winter jedoch andere Strecken betroffen seien, wurde eine Analyse durchgeführt und anhand dieser die neuralgischen Straßen eruiert.

Da es im Winter weniger Durchreiseverkehr und dafür mehr Urlauberanreiseverkehr gebe, werde im Raum Kufstein auch "viel mit Dosierampeln gearbeitet", erklärte Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne). "Dadurch kann der Verkehr so weit entflochten werden, dass auch die Einheimischen noch aus und ein können", fügte sie hinzu. Durch die Dosierampeln soll der Verkehr flüssiger gehalten werden.

Betroffene Straßen

Im Bezirk Kufstein gelten die Fahrverbote auf der Unterinntalstraße (L211), der Buchbergerstraße (L295), auf der alten Erler Straße und der Gemeindestraße Endach. Zudem werden im Raum Kufstein sechs Dosierampeln zum Einsatz kommen. In Reutte werden die Reuttener Straße (L69), die Pinswanger Straße (L288) und der Zubringer Reutte Nord gesperrt. Im Bezirk Schwaz soll ein Umfahren der Achenseestraße (B181) vom Achensee Richtung Jenbach verhindert werden, weshalb die Ausweichstrecke, die Jenbacher Straße (L7), gesperrt wird.

In Innsbruck-Land werden die Baustellen auf der Europabrücke sowie am West-Ast der A12 und A13 im Spätherbst fertiggestellt werden. Dadurch soll sich die Lage entspannen. Durch den im Winter anders gelagerten Verkehr seien außerdem einige Maßnahmen, die im Sommer galten, im Winter nicht notwendig. Um ein mögliches Ausweichen auf die Brennerstraße (B182) zu regulieren, wird jedoch eine Dosieranlage eingerichtet. Zudem wird ein Fahrverbot im Bereich der Ellbögener Straße (L38) erlassen.

 

 

 

Kommentare (2)

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georgXV
4
8
Lesenswert?

???

diese Fahrverbote sind im wesentlichen ein Eingeständnis der UNFÄHIGKEIT und UNEINSICHTIGKEIT der Politik.
Schon vor Jahr(zehnt)en hätte die Politik für den ständig zunehmenden Verkehr die dafür notwendigen Autobahnen / Straßen und Bahnstrecken / -verbindungen bauen müssen.
Die angekündigten Fahrverbote lösen vielleicht das ein oder andere lokale Problem, aber sicherlich NICHT die Gesamtproblematik des zunehmenden Verkehrs.
Und als nächstes werden dann die notleidenden Fremdenverkehrsbetriebe "schreien", weil ihre Gäste einen Bogen um Tirol machen und woanders hinfahren werden.

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kropfrob
5
4
Lesenswert?

Es ist mitlerweile eine ...

... allgemein anerkannte Tatsache dass der (Aus-)bau von Autobahnen und Straßen das Problem des Individualverkehrs nicht löst, sondern noch mehr Probleme schafft, weil dadurch mehr Autofahrer angelockt werden.

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