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Veranstalter erbost"Jagd" auf Hanfmesse-Besucher angeprangert

Die Betreiber der Hanfmesse "Cultiva" in Vösendorf klagen über verstärkte Polizeikontrollen ihrer Besucher. Die Polizei hat indes 161 Führerscheine abgenommen.

© (c) APA/AFP/RONALDO SCHEMIDT
 

"Eine regelrechte Jagd auf Teilnehmer, die mit dem Auto anreisten", wollen die Veranstalter der "Cultiva" Hanfmesse & Kongress am vergangenen Wochenende in Vösendorf (Bezirk Mödling) erlebt haben. Die Polizei hatte am Montag mitgeteilt, dass bei Schwerpunktaktionen im Umfeld der Veranstaltung 184 beeinträchtigte Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen und 161 Führerscheine abgenommen worden seien.

Seit der ersten "Cultiva" im Jahr 2008 sei es das "Ziel, eine Plattform für die Hanfpflanze und deren Nutzung, der Branche und deren Entwicklung sowie den vielen damit verbundenen gesellschaftspolitischen Themen zu bilden", informierten die Veranstalter.

"Unglaubliche Respektlosigkeit"

Mit der Zunahme an Konsumenten und Patienten sei Cannabis auch im Straßenverkehr zum Thema geworden. Weil es keine Grenzwerte für eine objektive Beurteilung der Fahrtauglichkeit gibt, würden der Willkür die Tore offenstehen. Neben dem politischen Versäumnis nach einer klaren Regelung "soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Amtshandlungen von einer unglaublichen Respektlosigkeit geprägt waren", so die "Cultiva"-Organisatoren weiter.

Die Messe habe "umso mehr das Ziel, sich für eine objektive Regelung im Straßenverkehr und für einen sachlichen Umgang mit dem Thema Cannabis einzusetzen". Die Veranstaltung sei jedoch "Zielscheibe", viele Besucher seien Opfer von Willkür geworden. "Wir werden für 2020 die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr weiter forcieren und uns bei den entsprechenden Interessensvertretungen für objektive Beurteilungskriterien zur Feststellung der Fahrtauglichkeit einsetzen", kündigte Harald Schubert, Geschäftsführer Cultiva GmbH, an.

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Danke für Ihr Verständnis.

zuagraster
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Wenn ich zu eineer Hanfmesse fahre,

muss ich damit rechnen, das Polizei vor Ort ist und kontrolliert. Bekifft oder betrunken mit dem Auto hinzufahren ist eigentlich schwachsinnig. Insbesonders, da sich ca. 50 m vom Veranstaltungsort eine Haltestelle der Badnerbahn befindet.
Da setz ich mich in Wien in die Badnerbahn (mit gültigem Fahrschein!!!) und gehe von der Haltestelle SCS hinüber zur Pyramide.

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wabra149a
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...184 beeinträchtigte Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen und 161 Führerscheine abgenommen...

Daran gibt es im Sinne der Verkehrssicherheit nichts zu kritisieren. Es wird ja auch entlang der Weinstraße, rund um größere Feste und zu Zeiten von Weihnachtsfeiern und Bällen verstärkt kontrolliert. Und wie sich immer wieder zeigt, leider völlig zu Recht.

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hob0
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Natürlich gehören alle Drogenlenker "aus dem Verkehr" gezogen. Egal ob unter Einfluss von Cannabis, Alkohol oder anderen Drogen

Das Problem bei Cannabis ist jedoch, dass wir in Österreich, als einziges EU-Land, keine Grenzwerte festgelegt haben.
Die Tests fallen auch dann positiv aus, wenn gar nie illegale und berauschende Produkte konsumiert wurden (z.B. frei erhältliches CBD-Öl).
Und auch, wenn schon lange keine Beeinträchtigung mehr vorliegt (tw. über Wochen mittels COOH Wert im Blut feststellbar). Kokain oder Heroin lassen sich bspw. nur bis zu 24 Std. nachweisen!

Eine Fahruntauglichkeit ließe sich jedoch ganz einfach über den Bluttest ermitteln, der sowieso gemacht wird (aktives THC).
Die bei den Kontrollen anwesenden Amtsärzte, schauen grundsätzlich nur, ob ein Konsum in den letzten Wochen festgestellt werden kann und sprechen bei Bestätigung einen Führerscheinentzug aus.
Vernünftige Personen, welche nicht berauscht fahren, werden dadurch auf die selbe Stufe wie tatsächliche Drogenlenker gestellt.

Solche Methoden schaffen natürlich Schlagzeilen und dienen quasi als "Ersatzstrafe" wenn man die "bösen Kiffer" sonst schon nicht bestrafen kann.
Im Endeffekt hat der Staat dadurch eine lukrative Einnahme.
Wenn man CBD-Hanfblüten konsumiert, die laut TNRSG 2018 legal sind und besteuert werden, wird man sogar doppelt zur Kasse gebeten.

Die selbe Methode könnte man übrigens auch bei Alkoholkonsumenten anwenden. Über den CDT-Wert im Blut kann festgestellt werden, ob die Leber in den letzten Tagen und Wochen, eine erhöhte Menge (>0,5Pro) Alkohol abbauen musste.

Das wäre genauso wenig sinnvoll!

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