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WienAufregung um Bau eines neuen Radwegs: "Zur falschen Zeit"

Am Montag startete in Wien nicht nur die Schule, sondern auch der nächste Bauabschnitt für den Radweg an der Linken Wienzeile. Für den ARBÖ ist der Zeitpunkt der Baustelle schlecht gewählt.

WIEN: LINKE WIENZEILE WIRD WEGEN RADWEGBAUS ZUM NADELOeHR
© APA/HARALD SCHNEIDER
 

Mit dem neuen Radweg entlang des Naschmarktes wird im Radwegnetz eine Lücke geschlossen, die für Pedalritter viele Vorteile bietet. "Das für dieses Projekt rund 60 Parkplätze verloren gehen, ist für das Grätzel eine enorme Belastung. Erfreut sind wir aber zumindest darüber, dass Kunden des Naschmarktes derzeit zumindest eine Stunde kostenlos parken können", sieht Günther Schweizer, ARBÖ-Wien Landesgeschäftsführer, positive und negative Seiten des Projekts.

Kritisch sieht der ARBÖ-Wien allerdings den Zeitpunkt der Bauarbeiten: "Jetzt, wo der Autoverkehr nach den Sommermonaten wieder stark zunimmt, eine der wichtigsten Ausfallstraßen von zwei auf eine Fahrspur zu verengen, zeugt von enormer Ignoranz gegenüber den Autofahrern und wird von vielen unserer Mitglieder als Provokation verstanden", poltert Günther Schweizer in Richtung Verkehrsressort der Stadt Wien. Das Argument, die Bauarbeiten konnten nicht eher starten, weil die U4 in diesem Bereich generalsaniert wurde und der Schienenersatzverkehr über die Linke Wienzeile geführt werden musste, lässt Schweizer nicht gelten: "Beide Projekte (Anm.: Radweg und U4-Sanierung) sind seit Jahren bekannt. Die Umsetzung der Maßnahmen hätte man im Sinne aller Verkehrsteilnehmer besser abstimmen müssen. Wir haben von Anfang an darauf hingewiesen, wurden aber mit unserem Hinweis nicht ernst genommen", so Schweizer.

Autofahrer werden in den kommenden Wochen und Monaten viel Geduld aufbringen müssen, weshalb der ARBÖ empfiehlt, die Linke Wienzeile großräumig zu umfahren. Alternativrouten führen etwa über Neustiftgasse oder Lerchenfelder Straße, beziehungsweise Prinz Eugen-Straße und den Gürtel.

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