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Nach tragischem UnfallVerkehrsminister lässt Kinderbeförderung mit Fahrrädern evaluieren

E-Bike-Sicherheit wird ebenfalls überprüft .

Sujetbild © Hoffmann
 

Verkehrsminister Andreas Reichhardt sieht Handlungsbedarf, nachdem am Sonntagabend in Niederösterreich zwei in einem an ein Elektrofahrrad gekoppelten Anhänger transportierte Mädchen getötet wurden. Die Beförderung von jungen Menschen auf bzw. mit Fahrrädern werde untersucht und evaluiert, kündigte er in einer Aussendung am Dienstag an.

Das Verkehrsministerium prüfe nun, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um für die immer häufiger verwendeten Fahrradanhänger und Lastenräder die notwendige Sicherheit beim Transport von Kindern zu gewährleisten. "Während Verkehrssicherheit einerseits durch die Vernunft und Umsicht aller Verkehrsteilnehmer zu erreichen ist, müssen andererseits die gesetzlichen Rahmenbedingungen an neue Gefährte angepasst werden - und das, bevor sich die Unfälle häufen", sagte Reichhardt.

Auch der Wiener FPÖ-Fraktionssprecher im Verkehrsausschuss, Karl Baron, forderte am Dienstag in einer Aussendung die Tauglichkeit von Lastenrädern und Fahrradanhängern für die Beförderung von Kindern zu überprüfen. "Auf Straßen haben diese Geräte nichts verloren", meinte Baron.

Das Verkehrsministerium wird sich im Zuge der Evaluierung auch der E-Bike-Sicherheit annehmen. So werde geprüft, ob die steigende Zahl der verunfallten E-Fahrradfahrer mit dem Anstieg der in Verwendung befindlichen E-Räder oder möglicherweise mit einem zu wenig umsichtigen Fahrstil zu tun habe. Es sei hoch an der Zeit, diesbezüglich valide Daten zu haben, um gegebenenfalls die bestehenden gesetzlichen Vorgaben zu überdenken, sagte Reichhardt.

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Danke für Ihr Verständnis.

Alfa166
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Also in meinem Wohnmobil gibt es keine Gurtenpflicht

Im hinteren Bereich. Liegt aber da dran, dass es BJ 1988 ist.... Also nicht immer alles verallgemeinen.

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tom2
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ärgerlich...

... dass man versucht solche sauberen Transportmittel zu unterbinden anstatt deren Sicherheit zu fördern. Ev. sollte man mal überlegen die Höchstgeschwindikeiten auf Landes & Bundesstraßen zu senken so wie unlängst in Frankreich geschehen. Bei dem sehr guten Schnellstraßen und Autobahnen Netz in Ö würde der Nachteil gering sein gegenüber dem Plus an Sicherheit. Anstatt Softwareupdates für Diesel zu erzwingen sollte man lieber mal Auffahrwarn und Kollisionsbrems-assisstenten erzwingen die in der Regel schon sehr gut funktionieren und wirklich Leben und Wert erhalten. Zudem sind Smartphone surfende Lenker mittlerweile ein echtes Sicherheitsproblem...

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AAltausseer
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Ärgerlich...

wenn man ein derart irrelevantes und irreführendes Umweltargument vor reale Sicherheitsbedenken stellt!

Kleine Kinder haben bekanntlich keine Lobby, und sind darauf angewiesen, dass Erwachsene ihre Schutzbefohlenen auch sorgfältig und umsichtig vor solch vermeidbaren Risiken schützen!

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woelffchen
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Wischiwaschi Gesetz

Auch mit Helm hätten die Kinder das nicht überlebt. Möchte nur wissen, warum die Medien der Mutter und dem Gefährt, bzw. der Ausrüstung die Schuld in die Schuhe schieben wollen..... ist wahrscheinlich ein einflußreicher PKW Lenker gewesen?? Mir tut die Familie die den Verlust der 2 Kinder zu verkraften hat extrem Leid, denn beim Autofahrer gilt noch immer fahren auf Sicht........

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markus144
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Fahren auf Sicht....

Ich hätte fast mal einen (vermutlich betrunkenen) übersehen der in einer 70er Zone nachts auf der Straße gegangen ist- dunkel gekleidet noch dazu. Soll ich jetzt als Autofahrer auf jeder Straße nur 20 km/h fahren, weil mir solche Gestalten unterkommen könnten? Man muss gerade als "schwächerer" Verkehrsteilnehmer halt auch dafür sorgen, dass man gesehen wird.

Unabhängig wer in dem konkreten Fall jetzt die Schuld trägt- den Kindern wird es so oder so nicht mehr helfen...

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Grazer1960
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Fahren auf Sicht

Genau, fahren auf Sicht. Und darum hatte dieser Anhänger ohne aktives Rücklicht in der Nacht auch keine Berechtigung auf einer öffentlichen Straße unterwegs zu sein. Grobe Fahrlässigkeit mit Todesfolge. Psychisch werden dies weder die Familie noch der Fahrzeuglenker leicht verkraften.

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halelale
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@Grazer1960

Klassiche Umkehr. Sie machen gerade das Opfer zum Täter. Absolut untragbar, schämen Sie sich und bleiben Sie bei den juristischen Fakten.

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AAltausseer
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Ja, Grazer war da wohl voreilig

Aber Sie machen genau das gleiche jetzt umgekehrt, wenn Sie sagen, er macht das Opfer zum Täter!

Niemand kennt den Ausgang des Verfahrens, also bitte Ball auf beiden Seiten flach halten!

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@Grazer

Noch ist nicht geklärt, ob der Anhänger ordnungsgemäß ausgestattet war! Spekulation ihrerseits, mehr nicht.

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tenke
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TRAGISCH,

da kann man nur fassungslos sein.
Aber Kinder auf der Straße OHNE Helm zu chauffieren ist leider auch nichts als fahrlässig.

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Mein Graz
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@tenke

Bei einem Aufprall, der das gesamte Gespann 15 m (!) von der Straße schleudert, hätten die Kinder auch mit Helm keine Überlebenschance gehabt.
Diesen Vorwurf der Mutter jetzt an den Kopf zu werfen ist unmenschlich.

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Ein Vorschlag!

Fahrverbot für Räder auf Bundesstrassen, aber für jeden verbotenen Kilometer einen Kilometer in der Stadt auf dem Autos nix verloren haben. Wie wär das?

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AAltausseer
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Wirklich?

Keinen konstruktiven Vorschlag auf Lager?

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Rms69
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Freiheit auch für Fahrradanhänger

FWW-Baron: Wenn Rauchverbot nicht kippt, wird die Freiheit von Gästen und Wirten beschnitten

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Handlungsbedarf VOR Unfällen

Muß immer erst etwas passieren, bevor sich jemand wichtig macht, und die Sache dann meist ohnehin einschläft. :-(
Wenn Baron meint, daß die Geräte nichts auf der Straße verloren haben, so hat er dies schon vorher gewußt, und hätte diesbezüglich eine Diskussion anstoßen können, was er aber nicht hat, warum auch immer. Für die toten Kinder ist es jedenfalls zu spät, um zu zeigen, wie besorgt man doch ist.

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erstdenkendannsprechen
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wie in so vielen fällen: solange es gut geht...

bezüglich der fahrradanhänger hab ich mir das schon öfter gedacht (dass es ein wunder ist, dass noch nie was passiert ist). als unsere klein waren, hab ich mir gedacht, dass das praktisch wäre, und wollte mir auch so einen zulegen. aber aus der autofahrer-perspektive waren sie mir dann doch zu gefährlich. und wie die sache von bussen oder aus einem lkw aussieht, kann ich nur vermuten. der anhänger ist nur knapp über der fahrbahn, die kinder nicht in meinem sichtfeld und komplett ungesichert. habs dann gelassen und bin mit ihnen zu fuß gegangen...

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