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"Kreativ" berechnetGreenpeace widerspricht Asfinag zu Tempo 140

Seit einem Jahr darf auf zwei Abschnitten der Westautobahn Tempo 140 km/h gefahren werden. Laut einem kürzlich veröffentlichten Gutachten im Auftrag der Asfinag ist die Umweltbelastung auf diesen Strecken nur marginal um ein bis zwei Prozent gestiegen. Dem widerspricht die Umweltorganisation Greenpeace vehement: Der Anstieg der CO2-Emissionen sei wesentlich größer als von der Asfinag dargestellt.

Tempo 140 - ein Prestigeprojekt von Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer
Tempo 140 - ein Prestigeprojekt von Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer © APA/Roland Schlager
 

Die tatsächliche Zunahme der CO2-Emissionen auf den beiden Teststrecken liege nicht bei 1,2 bzw. 1,6 Prozent, sondern bei 2,5 bzw. 2,6 Prozent, im reinen Pkw-Bereich sogar bei 3,5 bzw. 3,6 Prozent, ergaben Berechnungen von Greenpeace auf Basis der detaillierten Messdaten des 80-seitigen Gutachtens.

"Kreativ" berechnet

Volker Plass, Programm-Manager von Greenpeace, kritisierte im APA-Gespräch die "kreative Interpretation" und "fragwürdige Auswertungsmethode" der Gutachter. Mehr als 40 Prozent der CO2-Emissionen auf den beiden Teststrecken seien vom Schwerverkehr, also Lkw und Bussen, verursacht worden, für den nach wie vor Tempo 80 gelte. In der von der Asfinag beauftragten Studie seien die relativ hohen, unveränderten Emissionen des Schwerverkehrs miteinbezogen worden, was die Zunahme der Emissionen bei den schneller fahrenden Pkw und Klein-Lkw anteilig nach unten drücke. "Wenn ich eine Tempoerhöhung erlaube, muss ich die Zunahme der Emissionen jener Fahrzeuge anschauen, die die Tempoerhöhung auch in Anspruch nehmen dürfen. Alles andere ist unseriös", sagte Plass.

Aus Sicht von Asfinag-Chef Christian Ebner ist der Anstieg "vernachlässigbar". "Für die Umwelt ist es unerheblich, ob Pkw 130 oder 140 km/h fahren. Das ist nicht die richtige Diskussion", wird er im aktuellen "profil" zitiert. 50 Prozent der Schadstoffe würden Lkw verursachen. Deswegen müsse sich die Debatte eher um die Verlagerung des Transports auf die Schiene oder alternative Antriebe für Lkw drehen.

"Experimente einstellen"

Die Umweltorganisation sieht den Verkehr als größtes Problemfeld der österreichischen Klimaschutz-Politik. "Wir fordern eindringlich auf, derartige unnötige Experimente einzustellen", forderte Plass in Richtung künftige Regierung, die Tempo-140-Teststrecken wieder aufzulösen sowie von einer Ausdehnung auf weitere Bundesländer abzusehen. Das Gutachten der Asfinag zeige, dass die beiden Teststrecken zu einer Zunahme der CO2-Emissionen um fast 5.700 Tonnen pro Jahr geführt haben. Würde man Tempo 140 österreichweit auf zwei Drittel aller Autobahnstrecken ausdehnen, würden die CO2-Emissionen aus dem Autoverkehr nach einer Schätzung von Greenpeace und VCÖ um 100.000 Tonnen pro Jahr zunehmen.

Die beiden Tempo-140-Teststrecken auf der Westautobahn wurden im August 2018 unter dem ehemaligen Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) eingeführt. Das positive Gutachten der Asfinag veranlasste kürzlich die FPÖ Steiermark und Kärnten, eine Ausdehnung der Teststrecken in ihren Bundesländern zu fordern.

Kommentare (35)

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ausTirol
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140 km/h auf der Autobahn: Die Dummheit gibt weiterhin Gas …

Zur Erinnerung ein paar einfache physikalische Fakten (gilt, außer CO– und NO–Werte auch für Elektro-Kfz): Bei Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit nehmen etliche Effekte nicht linear sondern exponentiell zu (ähnlich einer Zinseszins–Berechnung):
<>
Zunahme der Geschwindigkeit von 130 auf 140 km/h: + 7,7 %.
Der Luftwiderstand nimmt quadratisch zu: + 16 %.
Lärm durch Reifen-Fahrbahn– sowie aerodynamische –Geräusche: + 25 bis + 35.
Schadstoffausstoß: + 16 bis + 21 %.
Feinstaub: + 10,6 %.
Anhalteweg: + 13%.
Treibstoffverbrauch: + 12%.
Bewegungsenergie bei Aufprall auf ein stehendes Objekt: + 16 %.
[Quellen: ÖAMTC, VCÖ, Uni Wien, TU Graz]
<>
Rechnerischer Zeitgewinn auf einer Strecke zB von Kufstein bis Landeck (ca 140 km): schlappe 5 (FÜNF) Minuten!! – Na, noch Rasergelüste??
<>
Und im Übrigen haben Steuer– und Abgabenbegünstigungen für Diesel und Kerosin schon lange keine Berechtigungen.

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georgXV
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FREIE Fahrt für freie und mündige Bürger !!!

dies ist KEINE Aufforderung zum aggressiven Rasen und / oder Fahren unter Alkohol- und / oder Drogeneinfluß !!!

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Lodengrün
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Der Herr Hofer kriegte

sich gar nicht mehr ein als er 140 ventilierte. Gut der war auch für die Abschaffung der Rettungsgasse um deren Nichteinhaltung er später mit einer höheren Bestrafung bedachte. Ja unser Mann der Brutpflege hat schon Ideen.

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malsehen
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hahaha

ist doch klar dass Greenpeace und all die Gutmenschenvereine immer etwas auszusetzen. Speziell wenn es gegen die FPÖ geht.

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Planck
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Mit dem Kornblumenverein

hat das ausnahmesweise nur bedingt zu tun.
Nämlich insofern, als einer aus diesen Reihen, der eben zufällig (oder absichtlich, je nachdem) dafür zuständig ist, unverfroren (oder deppert, je nachdem) genug ist, eine Schnapsidee für supermegatoll zu halten.
Aber klar: Was erwarte ich von einem Verein, der das Parlament zwei(!)mal mit Chemtrails beschäftigt.
Insofern geht's gegen den Kornblumenverein, und zwar zu Recht.

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Natur56
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da muß ich Ihnen Recht geben

Greenpeace forciert auch E-Autos die in der Produktion wesentlich resourcenschädlicher sind. GP steigt auch gegen den Diesel auf die Barrikade obwohl der neue Diesel wesentlich sauberer ist als ein Benziner. Autos im Stadtbereich auf 30kmh zu beschränken ist wesentlich umweltfeindlicher als 50kmh. Fußgänger alle Rechte einzuräumen geht auf Kosten der Luft, denn das plötzliche Abbremsen und Beschleunigen verpestet so richtig die Luft. Also bitte setzt einmal wirkliche Experten ein und nicht nur "Glaubensgemeinschaften". Und wo ist GP bei der Bekämpfung der Massentierhaltung, bei der Bekämpfung der riesigen Kreuzfahrtschiffe, zunehmendem Flugverkehr, unsinnigen Transportwegen. Ob 130 oder 140 ist lächerlich und wir machen uns wieder einmal lächerlich.

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Mein Graz
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@Natur56

Was die Produktion der E-Autos angeht ist hier ein User ganz anderer Meinung: "E-Autos lassen sich aber weitaus schonender und umweltfreundlicher herstellen und betreiben...", weiter unten nachzulesen.

Auch hier wieder: bei Schadstoffen muss man das "Gesamtpaket" sehen, nicht nur einen Wert heraus picken. Diesel und Benziner kann man m.E. nicht so einfach vergleichen.
Autos im Stadtbereich nicht auf 30 km/h beschränken? Warum sind sie umweltfeindlicher, wenn sie langsamer unterwegs sind? Da ist schon einmal der Reifenabrieb geringer!
Fußgänger "alle" Rechte einzuräumen geht auch nicht, weil man da plötzlich abbremsen und dann wieder beschleunigen muss? Bremst du nicht ab, wenn Fußgänger weniger Rechte haben?

Greenpeace kämpft schon seit Jahren gegen die Massentierhaltung, 2012 erschien ein Artikel gegen Kreuzfahrtschiffe, warnt seit 2006 vor zunehmendem Flugverkehr und seit 2005 über unsinnige Transportwege - informiere dich auf deren HP, du wirst staunen, wo die überall aktiv sind.

Und bitte informiere dich erst und schreibe dann.

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Mein Graz
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@malsehen

"Gutmenschen-"vereine"?
Sagt das außer den Rechtsrechten heutzutage noch überhaupt jemand?

Und ist dir schon mal aufgefallen, dass es hier nicht gegen die Blauen geht sondern FÜR die Umwelt?
Aber das sieht man natürlich sehr schlecht, wenn man zwei Blaue Augen hat.

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Mein Graz
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Eine Milchmädchen-Rechnung

der wieder viele auf den Leim gehen werden.
Hauptsache schnell mit dem Schadstoff ausstoßenden Götzen von A nach B kommen, wurscht, was der Umwelt angetan wird.

Und die Politik unterstützt das auch noch, statt das was gegen die Umweltbelastung und für das Klima unternommen wird.

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rebuh
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Selbstverständlich sind die Berechnungen der ASFINAG richtig

Es lügen sich alle selbst an die gauben es wird "nur" mit 130 gefahren. War Samstag Abend von Klagenfurt richtung Villach unterwegs mit ca.120. Ich war nur so Statist wie die meisten an mir vorbeigezogen sind. 140 reicht da sicher nicht. Die ASFINAG wird ihr Klientel schon kennen und wissen das die 130 nie eingehalten wurden, und da werden die jetzt ein paar kmh höheres Tempo eben nicht mehr als das ca 1% ausmachen!

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migs
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@rebuh

...und wieder einer (Wochenendfahrer ev. nochdazu mit Hut?) der im zweispurigen Bereich nicht einmal die erlaubte Geschwindigkeit fährt und somit Kolonnenverkehr und unüberlegte Überholmanöver provoziert ...

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Planck
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Mit haargenau demselben Argument

könnte ich sagen: "Lasst uns die Mathematik abschaffen, kann eh kein Mensch rechnen."
Ich sag's aber nicht, im Gegenteil, ich sage, ihr MÜSST das können.
Und es gibt auch nur zwei Möglichkeiten. Entweder ihr beherrscht die Verhältnisse, oder die Verhältnisse beherrschen euch.
Auf gut Deutsch: Entweder ihr lernt, umzudenken, oder ihr werdet dazu gezwungen.
Ich sag's noch einmal: You can't fool nature.

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RaraAvis
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@rebuh

Sie müssen aber auch bedenken, dass Sie mit "120" auf einem analogen Verbrennertacho, etwa reale 110 km/h fahren und davon bei einer Messung noch mal 5% abgezogen werden: Sie also bei einer Radarmessung mit 105 km/h führen.

Ich erwähne das nur weil es ziemlich was ausmacht.

Wenn manche bei Verbrennertacho "160" fahren, sind das real 145, dann noch die 5%, somit gemessene 138 km/h. Kost fast nix und ist nur 8 km/h über dem Limit.

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dude
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Insofern haben Sie völlig recht, rebuh,

... daß sehr viele mit überhöhter und einige mit weit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind. Aber darauf als Gesetzgeber zu antworten: "Na dann erhöhen wir halt die Tempolimits, weil sich eh keiner dran hält", ist mE der völlig falsche Ansatz!!! Wie schaffen es die Schweizer, die Skandinavier, ja sogar die Amerikaner, daß bei sich weit niedrigeren Tempolimits fast alle daran halten?

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gerbur
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Seit wann hat die Asfinag den Auftrag

mit Gutachten Umweltpolitik zu machen? Das ist Missbrauch von zweckgebundenen Geldern, die für Erhaltung und Bau von Strassen vorgesehen sind!

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RaraAvis
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Mein Vorschlag

140 gilt nur für E-Autos, für alle Verbrenner 100.
Damit sind zwei Probleme gleichzeitig gelöst: man kann schneller fahren, denn ab jetzt werden wohl Neuwagen bald nur mehr elektrisch fahren und gleichzeitig wird der CO2-Ausstoss gesenkt.
Win - Win - Situation, ohne dass wir wieder zum Schleichen mit 130 zurück müssen.

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Mein Graz
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@RaraAvis

M.E. kein gangbarer Weg.
1. Auch E-Autos erzeugen Umweltverschmutzung - schon bei der Herstellung bis hin zum Reifenabrieb.
2. Der CO2-Ausstoß wird zwar auf den AB gesenkt, aber insgesamt ist es nur eine Verlagerung.
3. Durch den großen Unterschied im Tempo könnte es vermehrt zu gefährlichen Situationen kommen, was zu mehr Unfällen führen könnte.
4. Mit 130 "schleichen", das ist doch ziemlich übertrieben!

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RaraAvis
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@mein Graz

Eigentlich ein sehr guter Weg, denn Ihre Argumente sind kaum nachvollziehbar,
1. Umweltverschmutzung erzeugt nahezualles was man herstellt, E-Autos lassen sich aber weitaus schonender und umweltfreundlicher herstellen und betreiben - aktuell ging es aber mal um CO2 - und da schneiden E-Autos besser ab, da kommt es auf 10 oder 20 km/h mehr nicht an.
2. Nein, es wird nicht wirklich was verlagert, denn wenn ich Ökostrom lade (und das tun wir alle E-Fahrer), dann habe ich Null CO2, egal ob ich 80, 100, 150 oder 200 km/h fahre.
3. Unterschiede im Tempo gibt es auch bei LKW, Wohnwagen, freiwillig langsam fahrenden und in Deutschland. Es wurde auch nachgewiesen, dass die Unfallhäufigkeit in dem Testbereich sogar SANK! Also, dont worry. Die meisten fuhren dort sowieso schon 140 und mehr. Also wird eigentlich nur legalisiert, was Fakt war. Selbst 150 würde die Strecke gut verkraften.
4. Auf dreispurigen geraden Autobahnen empfinde ich 130 schon als sehr schleichgleich :) Aber ist natürlich individuell. Sie dürfen ja weiterhin dort auch langsamer fahren.

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Natur56
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@raraAvis

sie haben wohl keine Ahnung was bei der Herstellung von E-Autos anfällt, bzw. weiß man bis heute nicht wie die Batterien entsorgt werden können. D a s ist Sondermüll und zwar riesiger Sondermüll und mir einer Taschenlampenbatterie nicht vergleichbar - bitte zuerst nachdenken, sich erkundigen notfalls und dann schreiben!!!!!!!

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RaraAvis
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Natur56

Ich beschäftige mich seit 5 Jahren sehr ausführlich damit. Daher: was fällt an? Batterien kann man zu 96% recyclen.

Und jetzt frage ich, ob Sie sich schon mal über die Katastrophen informiert haben, die seit 100 Jahren tagtäglich durch die Suche, Ausbeutung, Abfackeln, Transport, Raffination, Verteilung und Verbrennung von Erdöl- und Erdölprodukten entstehen. Vermutlich nicht, sonst würden Sie nicht so gedankenlos über Akkus schreiben, die im Endeffekt gewinnbare, wieder verwertbare Metalle sind.

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Natur56
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n e i n

nicht dieses Batterien die in den Autos verbaut sind, da gibt es k e i n e Lösung. Wann geht das endlich in den Köpfen rein. Dies Litium Ionen Batterien können sie gemeinsam mit Atommüll entsorgen. unabhängig davon gibt es nicht einmal den notwendigen Strom dafür. Leute, Leute denkt doch mal nach!

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RaraAvis
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so ein Blödsinn ist gefährlich und tut weh.

den Sie da schreiben!!!

Was Lithium-Ionen Batterien, die zu nahezu 100% wieder verwertbare Metalle sind, in einem Vergleicht mit radioaktiven, tödlichen, für 1 Million Jahre strahlenden Atommüll zu tun haben sollen, ist wohl für jeden außer Ihnen unerklärlich und zeigt, dass eine weitere Diskussionen mit Ihnen darüber sinnlos ist.
Und Strom gibt es genug, wir brauchen vielleicht gerade mal 10 % mehr wenn morgen alle elektrisch fahren.
Wo der Strom für die Erdölindustrie herkam, hat Sie bisher vermutlich wenig interessiert :)

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Mein Graz
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@RaraAvis

Ich bin weder Physiker noch Chemiker, ich habe mich selbst nur über diverse Seiten im Internet informiert.
1. Da sind die Meinungen sehr geteilt. Beispielsweise habe ich gelesen: "Elektroautos sind in der Produktion aufwändiger als herkömmliche Fahrzeuge. Grund hierfür: Die Batterie. Das zeigt sich freilich auch in den Umwelteffekten. Elektroautos verursachen in der Produktion rund 30 Prozent mehr klimaschädliche Gase als Benzin- oder Dieselbetriebene Autos". Und ja, es geht hier um CO2 - es ist m.E. allerdings ein Fehler, nur einen Wert für die Umweltbelastung heranzuziehen, da sollte man schon das "Gesamtpaket" sehen.
2. "Alle E-Fahrer laden Öko-Strom"? Bist du dir da sicher? Nicht alle Strom-"Tankstellen" haben Ökostrom, da kommt der Strom aus dem ganz normalen Netz. Kannst du dir deine Fahrten immer und überall so einteilen dass du sicher bist, Ökostrom zu erhalten? Und wie kommst du auf die Idee, dass alle so denken wie du?
3. Ein Teil der AB-Benützer fährt schon jetzt weniger als 130, das stimmt. Nimmt allerdings der Anteil dieser "Langsam(?)- Fahrer zu könnte ich mir schon vorstellen, dass auch das Unfallrisiko zunimmt.
4. Ich "schleiche" weiterhin mit 130 dahin, auch wenn es dich stören sollte.

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RaraAvis
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@MeinGraz

Jede seriöse Studie kommt zum Ergebnis, dass E-Autos jedenfalls umweltverträglicher sind als Verbrenner. Bei der Produktion geht es um mehr Energieaufwand, der aber ebenfalls CO2-neutral aufgebracht werden kann, wenn Tesla zb. Strom aus Solarzellen am Dach der Gigafactory gewinnt.
Ich meinte es geht hier eben nur um CO2, in Sachen wie NOx, Feinstaub, Kohlenwasserstoffe ist das E-Auto sowieso überlegen.
2. Ja, bin ich sicher. in Österreich ist ja der Mix schon zu 70% regenerativ und jetzt werden auch die letzten beiden Kohlekraftwerke abgeschaltet. Außerdem haben alle Ladestellen Ökostrom über das Zertifikatesystem.
3. Das Unfallrisiko nimmt leider durch Autofahrer zu, die Drängeln und keinen Abstand halten, egalb ob bei 80, 100, 120 oder 150. Die 140 sehe ich wirklich unproblematisch, auf diesen zwei dreispurigen geraden Abschnitten. In Deutschland bretteln die 250 auf zweispurigen Abschnitten mit Kurven. Abe die denken nicht mal an ein Tempolimit :)
4. Nein, überhaupt nicht. Ich will auch nicht imemr schnell fahren müssen, aber mit halbwegs gutem Auto ist 130 echt lähmend manchmal.

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Mein Graz
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@RaraAvis

Studien über Umweltverträglichkeit sagen aber auch, dass man ein E-Auto 8 Jahre fahren muss, bis es zu einer positiven Bilanz kommt.

Zusätzlich zu allen oben genannten Punkten stört mich, dass die Seltenen Erden aus China und Afrika kommen und zumindest Afrika wird da wieder einmal wie schon seit Jahrhunderten von der "zivilisierten Welt" ausgebeutet.

Für mich ist das E-Auto nicht der Weisheit letzter Schluss, ebenso wenig wie einer Gruppe von Fahrzeugen eine andere Geschwindigkeit zu erlauben als dem großen Rest.

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RaraAvis
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@Mein Graz

zu dieser "Studie", die auch als Schwedenstudie bekannt wurde. Nirgendwo in dieser Studie, die per se nicht mal so schlecht ist, steht das. Das wurde von einem Journalisten aus einer Zahl abgeleitet, was aber falsch ist und mittlerweile auch veraltet. Scheinbar hat sich dieser Unfug, diese eine Zeile aber in den Köpfen der E-Autohasser gut festgesetzt.

Im schlimmsten Fall muss ein E-Auto vielleicht 50.000 km fahren um ökologischer (im Sinne von CO2) zu sein, ich bin jetzt bei 70.000 und so ein Autoleben geht über 200.000 bis 500.000 km. Und selbst dann kann man die Akkus entweder wieder verwerten oder weiter nutzen.

Seltene Erden braucht auch kaum ein E-Auto. Auch hier hat die Verbrennerlobby gute Arbeit geleistet. Nennen Sie mir ein Seltenerdmetall, das in Akkus verbaut ist. Und dann nennen Sie einen Grund warum die Nutzung von Seltenerdmetallen problematischer sein soll als die Verwendung von Platin, Eisen, Nickel, Aluminium ….. oder sonstiger Metalle?

Das E-Auto ist aber faktische für den motorisierten Individualverkehr der Weisheit letzter Schluss. Eine energieschonendere Variante wird es nicht geben, soviel ist klar.

Dass natürlich Öffentlicher Massentransport teilweise noch umweltschonender ist, ist klar - oder auch Radfahren, zu Fuss gehen. Aber für das Vehikel "Auto" wird es nichts besseres geben. Selbst die Bahn mit einem leeren Zug schafft es nicht, ein E-Auto mit 4 Personen zu toppen, wo man dann nur mehr 4,50 kW/100km/Person braucht.

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