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Wiener InnenstadtCO-Unfall: Technisches Gebrechen war Ursache

17 Menschen, hauptsächlich Kunden eines Nobelfriseurs, zur Kontrolle und Behandlung ins Spital. Zeitgleich gab es auch am Alsergrund einen Unfall mit einer Gastherme.

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Sujetbild © (c) APA/HANS KLAUS TECHT
 

Ein Kohlenmonoxidunfall mit 17 hospitalisierten Betroffenen mitten in der Wiener Innenstadt ist von einem Defekt in der Abgasführung bei einer großen Gastherme ausgelöst worden. Das sagte ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien am Samstag auf APA-Anfrage. Fast zeitgleich gab es Freitagabend am Alsergrund einen weiteren CO-Unfall, danach mussten fünf Personen ins Spital. Laut den Einsatzkräften wurde niemand schwerwiegend verletzt. Die meisten Betroffenen konnte nach kurzer Kontrolle und Behandlung die Krankenhäuser rasch wieder verlassen.

Abgase nicht abgezogen

Der Vorfall in den Räumlichkeiten eines Nobelfriseurs beim Graben habe nichts mit der Hitze zu tun gehabt, erläuterte Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf. Es lag ein technisches Gebrechen vor, es gebe aber keinen Hinweis, dass die Therme schlecht gewartet gewesen wäre. "Das installierte Gasgerät hat scheinbar korrekt funktioniert, aber die Abgase nicht richtig abgeleitet. Es ist eine Undichtheit bei der Verbindung von Gerät und Rauchfang vorgelegen, wodurch die Abgase nicht vollständig abgezogen sind."

Beim Feuerwehreinsatz von etwa 18.30 bis 19.30 Uhr mit vier Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften wurde nicht nur der Friseur- und Schönheitssalon geräumt, sondern auch die darüberliegenden Wohnungen und das Geschäft eines Luxusjuweliers im Erdgeschoß. 14 Personen, hauptsächlich Kunden des Salons, wurden ins Krankenhaus gebracht. Sie hatten über Übelkeit geklagt, worauf die Berufsrettung alarmiert worden war.

Drei Angestellte des Salons waren zudem schon vorher wegen Übelkeit nach Hause gegangen. Sie wurden von daheim abgeholt und ins Spital eingeliefert, sagte Daniel Melcher von der Berufsrettung Wien der APA. Niemand sei schwerwiegend beeinträchtigt worden: "Alle wurden leicht verletzt. Die Patienten zeigten die typischen Symptome wie Übelkeit und Schwindel", so der Sprecher. Für die Rettungsdienste bedeutete der Notfall einen Großeinsatz: Die Berufsrettung rückte mit 17 Fahrzeugen und Teilen des Katastrophenzugs an. Auch Rotes Kreuz, Samariterbund und der Sozialmedizinische Dienst halfen.

Weiterer CO-Unfall in Wien

Kurz nach Einsatzbeginn am Kohlmarkt wurden Feuerwehr und Berufsrettung außerdem noch zu einem weiteren CO-Unfall gerufen: In einem Wohnhaus in der Meynertgasse am Alsergrund war eine sechsköpfige Familie betroffen. Fünf Menschen, darunter ein vier Jahre altes Kind, kamen ins Spital, hieß es von der Berufsrettung. Ausgegangen war der Vorfall von einer Gastherme, die Ursache war am Samstag noch unbekannt, sagte Feuerwehrsprecher Schimpf. Auch hier sei es bei eher leichten Beeinträchtigungen geblieben, sagte Melcher.

Erst am Donnerstagabend waren bei drei Kohlenmonoxid-Unfällen in Wien insgesamt zwölf Personen verletzt worden, darunter sieben Kinder. In zwei Fällen waren Frauen beim Duschen zusammengebrochen, hier waren mobile Klimageräte die Ursache. Beim dritten Einsatz war eine verschmutzte Therme der Grund, hier schlug das CO-Warngerät an, als eine Frau ihre Kinder badete. Diese Familie blieb unverletzt.

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