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Während Bergung in Hang eingefahren Verfahren gegen drei Snowboarder wegen Einsatzgefährdung eingestellt

Den Ermittlungen zufolge bestand keine konkrete Gefahr, weil die Snowboarder nicht in direkter Falllinie oberhalb des Einsatzortes eingefahren sind.

Sujetbild © APA/JAKOB GRUBER
 

Die Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren gegen drei Snowboarder eingestellt, die am 6. Jänner 2019 einen Bergrettungseinsatz auf der Schmittenhöhe in Zell am See durch das Befahren eines lawinengefährlichen Hanges möglicherweise gefährdet haben. Den Ermittlungen zufolge bestand keine konkrete Gefahr, weil die Snowboarder nicht in direkter Falllinie oberhalb des Einsatzortes eingefahren sind.

Am Dreikönigstag gab es viel Neuschnee, abseits der gesicherten Pisten herrschte große Lawinengefahr. Bei heftigen Schneefällen wurde am Nachmittag ein deutscher Snowboarder vermisst. Wie sich später herausstellte, kam der 23-Jährige von einem Ziehweg ab und steckte im Tiefschnee fest. Er biwakierte in der Nacht in einer Schneehöhle und überlebte. Am nächsten Tag wurde er von Bergrettern von einer Seilbahngondel aus geborgen.

Das Gelände unter der Seilbahn galt als lawinengefährdet. Einsatzkräfte schilderten gegenüber Medien, dass die Rettungsaktion grenzwertig gewesen sei, auch wegen der zwei Engländer und des Bulgaren, die während des Bergrettungseinsatzes mit ihren Snowboards weiter oben in die Trasse eingefahren seien.

Verdacht der fahrlässigen Gemeingefährdung

Ermittelt wurde wegen des Verdachtes der fahrlässigen Gemeingefährdung und wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit. Der Tatverdacht gegen die drei Snowboarder habe sich nach ergänzenden Ermittlungen aufgelöst, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Marcus Neher, am Mittwoch auf Anfrage der APA.

Ausschlaggebend für die Einstellung des Verfahrens waren vor allem auch die Angaben des Einsatzleiters der Bergrettung, der zu dem Vorfall im Griesbachgraben ausführlich befragt worden war. Der Bergretter habe angegeben, dass solche Einsätze von sich aus gefährlich seien. Eine konkrete Gefährdung der Bergrettungsmannschaft und des Deutschen durch das Einfahren der drei Snowboarder in den Hang habe aber nicht bestanden, zitierte Neher die Aussage des Einsatzleiters.

Die Snowboarder seien zwar der Höhe nach oberhalb des Einsatzortes eingefahren, aber nicht in direkter Falllinie. Sie fuhren "soweit seitlich versetzt, dass für den Einsatz der Bergrettung keine zusätzliche Gefahrenquelle geschaffen wurde", erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Berichterstattung sei damals wohl missverständlich gewesen. Detail am Rande: Die Freerider benötigten dann ebenfalls die Hilfe der Bergretter, weil sie in dem Tiefschnee nicht mehr weiter konnten.

 

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