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Es wird verhandeltWiener Fiaker setzen geplanten Streik aus

Am Freitag hat sich das Bürgermeisterbüro bei uns gemeldet und Verhandlungen zugesagt", sagte die Sprecherin der Fiakerbetriebe in der Wirtschaftskammer, Ursula Chytracek.

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© APA/HANS KLAUS TECHT
 

Die Wiener Fiaker setzen ihren für Dienstag geplanten Streik aus. Hintergrund des Protest war unter anderem Kritik an möglichen Änderungen bei Standplätzen sowie die drohende Verpflichtung zu Gummihufbeschlägen. "Am Freitag hat sich das Bürgermeisterbüro bei uns gemeldet und Verhandlungen zugesagt", sagte die Sprecherin der Fiakerbetriebe in der Wirtschaftskammer, Ursula Chytracek, der APA.

Diese Verhandlungen wollen die Fiaker zunächst abwarten. Geplant war, dass bei der ganztätigen Protestkundgebung am 11. Juni bis zu 150 Pferde an der Aktion beteiligt gewesen wären. Vertreter der Branche hatten diese Woche einen Forderungskatalog präsentiert. Bereits damals hieß es, dass ein Verzicht auf die Kundgebung möglich ist, wenn einige davon erfüllt werden.

Standplatz-Verhandlungen

Verlangt wird etwa, dass der Standplatz Stephansplatz, der im Zuge des Umbaus des Areals von 24 auf zwölf Plätze verkleinert wurde, wieder um zumindest sechs Aufstellplätze vergrößert wird. Bei großem Kundenandrang sei die Zahl der Fuhrwerke nämlich zu wenig, die Pferde könnten sich kaum erholen, wurde beteuert.

Im Raum steht weiters, dass künftig die Kutschen zur Gänze vom Michaelerplatz verdrängt werden könnten. Zwar gibt es dazu noch keine definitive Entscheidung, man sei jedoch strikt gegen eine Verlegung in Seitengassen, wurde betont. Als sinnvolle mögliche Alternative wurde heute jedoch eine Rückverlegung auf den Heldenplatz - wo Fiaker früher auf Kundschaft warten durften - genannt. Als wenig geeignet wurde der aktuelle Standplatz beim Burgtor bewertet. Er entspreche nicht dem Tierschutz und auch nicht den "geschäftlichen Rahmenbedingungen", wurde beklagt.

Auch die immer wieder ins Treffen geführte Beschädigung des Straßenbelags durch die Hufe sind den Fiaker-Aktivisten ein Dorn im Auge. Dass 50 Fuhrwerke die "ganze Stadt ruinieren", wird angezweifelt. Versuche mit Gummibeschlägen hätten bis dato noch keine zufriedenstellenden Ergebnisse gebracht, wurde am Montag bei einer Pressekonferenz betont. Die Branche verlangte auch die Einrichtung einer Arbeitsgruppe mit Dienststellen der Stadt, Vertretern von Unternehmen, Tierärzten oder auch Hufschmieden. Auch die Reduktion der Stehtage für Pferde wird gefordert. Denn längere Stehzeiten würde die Verletzungsgefahr erhöhen und verhindern, dass die Tiere die entsprechende Kondition bekämen, hieß es.

 

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